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100 Betreuungsplätze in Containern

KITA – Bauarbeiten in Griedel für Gründung laufen / Spätestens am 1. Oktober soll Einzug sein

BUTZBACH (thg). 75 Plätze für Kindergartenkinder und 30 „U3“-Betreuungsplätze werden in Griedel eingerichtet. Am Platz in der Weiherstraße gegenüber vom Möbelhaus wird derzeit der Boden für die Gründung vorbereitet. Vielleicht am 1. September, spätestens aber am 1. Oktober sollen dort Kinder einziehen – in Container als zweijähriges Provisorium. 

Bürgermeister Michael Merle und der Geschäftsführer der Butzbacher Wohnungsgesellschaft (BWG) Alexander Kartmann erläuterten beim Ortstermin das Vorgehen. 900 Kubikmeter Erde wurden bewegt. Die oberste Schicht von Mutterboden sei sehr weich gewesen und abgetragen worden bis hinunter auf die Schicht, die tragfähig sei, um die Container aufzunehmen. Mithilfe eines Statikers wurde bestimmt, welche Tiefe für diesen Standort ausreichend ist, legt man die möglichen Wetterverhältnisse zugrunde. Die geschotterte Fläche wird gepflastert. Unter den Containern wird aufgrund des zu erwartenden Oberflächenwassers bei Regen schon eine Art Rückhaltebecken angelegt, aus dem der Niederschlag dann kontrolliert in die Kanalisation abgegeben werde. Ver- und Entsorgungsleitungen müssen zudem noch verlegt werden. 

Die Container werden für zwei Jahre gemietet. Wie es dann weitergeht und ob inzwischen dann ausreichend Betreuungsplätze an anderer Stelle entstanden sind, werde dann für das weitere Vorgehen eine Rolle spielen. Klar sei von vornherein gewesen, dass die Container-Lösung nicht dauerhaft Bestand haben soll, dies entspräche auch nicht den Vorgaben der Bauaufsicht. Was mit der Fläche geschieht, ist offen. Unweit des Platzes soll ein Neubaugebiet entstehen. 

Personal für die jeweils drei U3- und Ü3-Gruppen sei bereits teils eingestellt. Dass die Plätze benötigt und dann auch belegt werden, sei ebenfalls klar. Der Kindergarten Schatzkiste im Ort hat zwei Gruppen für Kinder ab drei Jahre. 

Der auf der anderen Seite des Geländes gelegene Spielplatz wird in die Nutzung einbezogen und wird vom Container-Kindergarten aus erreichbar sein. Die Freiflächen werden noch gestaltet. Für die U3-Kinder gibt es einen eigenen Bereich. Auch räumlich sind die unterschiedlichen Altersbereiche durch den in der Mitte gelegenen Eingang getrennt. Auch wenn sich dort Stufen befinden sollen, ist der Zugang zu den Kindergartenteilen an den Seiten barrierefrei. 

Zum Ziel, den Zeitplan einzuhalten gehöre auch, dass kurzfristig eine lokale Firma bereit war, die ausgeschriebenen Arbeiten zu übernehmen. Ansonsten wäre es schwierig geworden, den Termin einzuhalten. Bei allem müsse aber dennoch der Baufortschritt abgewartet werden. Merle und Kartmann unterstrichen, dass der Aufwand für die Gründung an den geprüften Alternativ-Standorten etwa im Degerfeld auch nicht geringer gewesen wäre. Unter anderem biete der Standort auch eine gute Anfahrt für Eltern über die Umgehungsstraße, für Pendler dann auch mit dem nahen Autobahnanschluss und einem Parkstreifen für Bring- und Holverkehr.  

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