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100 Prozent für Jan Weckler (CDU)

Alle Delegierten wählten Ersten Kreisbeigeordneten zum Landratskandidaten

WETTERAUKREIS (jwn). Mit Jan Weckler, dem derzeitigen 1.Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises, hat nun auch die CDU ihren Kandidaten für die bevorstehende Landratswahl am 4. März 2018 benannt. Alle 182 Delegierten stimmten am Samstagvormittag Ende des Parteitages der Wetterauer CDU in Rosbach für den 45-jährigen Weckler aus Ober-Mörlen als CDU-Kandidaten für die Landratswahl. „Überzeugender hätte das Abstimmungsergebnis wohl auch nicht ausfallen können“, freute sich die CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich anschließend.

Weckler, der erst seit Oktober vergangenen Jahres das Amt des Ersten Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises bekleidet, ist nach Stephanie Becker-Bösch (SPD) und Thomas Zebunke (Grüne) nunmehr der dritte Anwärter, der sich um das durch die Abwanderung des derzeitigen Landrats Joachim Arnolds in die Wirtschaft freigewordene Amt des Landrates bewirbt.

Er sei in der Wetterau fest verankert, gehe auf die Menschen zu, interessiere sich für ihre Sorgen und könne ihnen vor allem zuhören, lobte die CDU-Kreisvorsitzende Weckler. Als ausgebildeter Gymnasiallehrer habe Weckler in seinem beruflichen Werdegang unter anderem Stationen an der Universität, in der Hessischen Staatskanzlei als Mitarbeiter des damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch, am hessischen Institut für Qualitätsmanagement und im Kultusministerium vorzuweisen. Schließlich sei er am Staatlichen Schulamt für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis für die Gymnasien zuständig gewesen und habe im Laufe seiner Tätigkeiten seine Beförderung zum Leitenden Schulamtsdirektor erhalten. Er habe somit sowohl Leitungs- als auch Verwaltungserfahrung. Und auch der politische Bereich ist ihm bestens vertraut, denn seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich in der Kommunalpolitik tatkräftig für seine Heimatgemeinde Ober-Mörlen.

In seiner gut 45-minütigen Bewerbungsrede ging der zweifache Familienvater dann auf seine  Vorstellungen und Ziele für eine neue Politik in der Wetterau ein. Dabei spiele die Familie eine zentrale Rolle, denn sie sei das A und O einer gut funktionierenden Gesellschaft. Der Staat könne den Familien zwar nicht alle Sorgen abnehmen, aber durch den Ausbau der Ganztagsschulen könne er sie im Bereich der Kinderbetreuung entlasten. Der Ausbau der Schulen ist deshalb für Weckler ein ganz zentraler Punkt – „die Bildungspolitik wird unter meiner Führung zur Chefsache werden“, setzt er gleich den ersten Schwerpunkt –, weil mit ihm auch das nächste Ziel, nämlich Integration und Bildung vorangetrieben werden soll.

Aber auch die Landwirtschaft und der Ausbau der Infrastruktur werden bei ihm nicht zu kurz kommen. Es gebe zwar keinen Königsweg, doch wolle er zukünftig sehr sorgsam bei der Abwägung zwischen Bauland und  landwirtschaftliche Fläche vorgehen. Auf jeden Fall werde er für den Ausbau der digitalen Infrastruktur im gesamten Kreisgebiet sorgen, weil davon auch die Weiterentwicklung des Ostkreises wesentlich abhängt. Ebenso wichtig sei die Stärkung des Tourismus, denn auch in diesem Bereich habe die Wetterau viel zu bieten. Abschließend stellte Weckler lachend fest: „Es gibt zwar keinen Rechtsanspruch auf den Landratsposten. Aber nach 30 Jahren sollten wir doch endlich einmal beweisen können, dass wir es besser können“.

„Wir sind alle für Jan Weckler“ verabschiedete sichtlich amüsiert Landtagspräsident Norbert Kartmann die Delegierten, denn eine bessere Motivation für den bevorstehenden Wahlkampf könne es wohl nicht geben.

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