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BUTZBACH-HOCH-WEISEL. Rund eine Stunde Musik von Bach bis Bernstein spielte das HR-Sinfonieorchester in der Hausberghalle. Außerdem standen die Musiker und Dirigent Balàzs Nemes (4.v.l.) den Kindern und Moderator Stefan Hoffmann Rede und Antwort. Text + Fotos: thg

PROJEKT — HR-Sinfonieorchester besucht Hausbergschule Hoch-Weisel / Solo-Violinist begann mit neun Jahren

BUTZBACH-HOCH-WEISEL (thg). Musik von Bach bis Bernstein ertönte gestern für die Kinder der Hausbergschule Hoch-Weisel. 45 Musiker des HR-Sinfonieorchesters verwandelten die Hausberg- in eine Konzerthalle. Die Musiker absolvieren seit gestern ihre Schultour durch Hessen und machen den Kindern mit musikalischen Häppchen Lust auf mehr. Als gute Gastgeber sangen die Kinder des Schulchors für den Klangkörper, der eine gute Stunde Programm mitgebracht hatte. 

Ute Ponterlitschek, an der Schule verantwortlich für das Fach Musik, hatte die Bewerbung beim HR eingereicht. Und das mit Erfolg. Stefan Hoffmann vom Sender, der in verschiedenen Funktionen tätig ist, aber am liebsten Live-Moderationen und gerne auch mit Kindern übernimmt, führte durch das Programm, stellte die Stücke ebenso vor wie Instrumentengruppen und zu Beginn Balàzs Nemes, der den Taktstock übernahm. 

Hoffmann nahm die Fragen der Kinder entgegen. Sie waren gut vorbereitet, hatten sich sogar aufgeschrieben, was sie wissen wollten. Und so erfuhren sie, dass die Woche für die Musiker mit drei, vier Tagen Probe beginnt und am Donnerstag und Freitag dann Konzerte auf dem Plan stehen. Aber auch zu Hause muss noch geübt werden. Dass das Orchester in Kürze nach Asien aufbricht und schon an vielen anderen Orten auf der Welt aufgetreten ist, waren weitere Antworten. Dass alle schwarz gekleidet sind, damit nichts von der Musik ablenkt und außerdem die Harmonie ausdrückt, war Hoffmanns Theorie. Der Dirigent gibt mit seinen Zeichen den Takt vor und gibt den Einsatz, wie der Mann am Pult erläuterte. Dass Saiten reißen oder auch mal ein Horn kaputt geht und der Orchestermusiker seins dann dem Solisten leiht, waren weitere Geschichten rund ums Musizieren. 

Mit dem Flügelhorn trat Maja Helmes auf, die im kombinierten Stück Johann Sebastian Bach/Antonio Carlos Jobim: Air From Ipanema den Part der Solistin übernahm. Zuvor hatte schon Felix Hörter sein Solo gegeben. Der 18-jährige Violinist im Juniorstudium trat mit Wolfgang Amadeus Mozarts Rondo C-Dur, KV 373 auf. Der 18-Jährige aus Bad Homburg, der in Würzburg neben der Schule seine Ausbildung absolviert, hat mit neun Jahren angefangen, sein Instrument zu lernen – das Alter, in dem zahlreiche seiner Zuhörer waren. 

Sowohl Hoffmann als auch Ponterlitschek und Schulleiterin Anja Andres waren sich darin einig, dass das Konzert die Mehrzahl der Schüler erstmals mit klassischer Musik und einem Sinfonieorchester „live“ in Berührung gebracht hat. Die vor zehn Jahren gestartete Hessen-Schultour ist ein Projekt des HR-Sinfonieorchesters in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musik und Schule“. Das Netzwerk wurde gegründet, um Brücken zwischen Schule und Konzertsaal zu schlagen und klassische Musik in den Alltag hessischer Schüler und Jugendlicher zu bringen, denn die Tour führt in unterschiedliche Schulformen. 

Nach dem Auftakt mit Georges Bizets Lied des Torero aus „Carmen“ folgte Edvard Grieg: Morgenstimmung. Ferner zu hören waren: Georg Friedrich Händel: Königin von Saba, Antonín Dvorák: Finale 9. Sinfonie und Leonard Bernstein: Mambo aus „West Side Story“. 

BUTZBACH-HOCH-WEISEL. Der Chor der Schüler der Hausbergschule hieß die Musiker vom Hessischen Rundfunk willkommen.

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