12,7 Millionen Euro fließen in Neubau und Sanierung der Degerfeldschule

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12,7 Millionen Euro fließen in Neubau und Sanierung der Degerfeldschule

BUTZBACH. Landrat Jan Weckler (l.), Schulleiterin Cornelia Jüttner-Tunkowski und Konrektor Daniel Genné besichtigen den dreistöckigen Neubau der Degerfeldschule. Foto: deliah

Landrat Weckler besichtigt eins der größten Wetterauer Schulbauprojekte / Fertigstellung Ende 2023 geplant

BUTZBACH (pdw). Die Degerfeldschule Butzbach wird für 12,7 Millionen Euro erweitert und saniert. Während die Schüler ihre Sommerferien genießen, wird auf zahlreichen Baustellen an den Wetterauer Schulen intensiv erweitert, angebaut und renoviert. Auf seiner jährlichen Schultour macht sich Landrat Jan Weckler ein Bild von den Arbeiten im Kreisgebiet. Den Anfang macht die Degerfeldschule in Butzbach.
Die hohen Baukräne sind schon von weitem zu sehen: An der Degerfeldschule wird seit Februar gebaut und gewerkelt. Denn: Im Zuge des Ausbaus der Ganztagsbetreuung entsteht nördlich des jetzigen Schulgebäudes ein dreigeschossiges Mehrzweckgebäude. 2020 hatte das alte Hausmeisterhaus Platz für den modernen Neubau gemacht, der bis Dezember 2023 fertig gestellt sein soll und rund 11,3 Millionen Euro kosten wird – teilweise finanziert aus der Hessenkasse. Schulleiterin Cornelia Jüttner-Tunkowski und Konrektor Daniel Genné zeigten dem Landrat die Baustelle.
Im Untergeschoss entstehen Technik- und zahlreiche Lagerräume, während im Erdgeschoss eine Mensa mit Küche, zwei Büroräume sowie Sanitäranlagen geplant sind. Neben Klassenräumen und Gruppenräumen entsteht im ersten Obergeschoss ein großzügiger Bewegungsraum inklusive Umkleiden und weiteren Sanitäreinrichtungen.
Im zweiten Obergeschoss werden Klassenräume, Gruppenräume, Differenzierungsräume, Büroräume und Sanitäranlagen für die insgesamt 424 Schüler geschaffen. Das neue Gebäude wurde barrierefrei geplant und umgesetzt: Im südlich gelegenen Treppenhaus steht dafür in Zukunft ein Aufzug zur Verfügung. Das teilunterkellerte dreigeschossige Gebäude ist eine Massivkonstruktion mit Flachdach. Im Norden plant die Stadt Butzbach den Bau einer Erschließungsstraße, sodass Rettungsfahrzeuge sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge den neuen Erweiterungsbau der Degerfeldschule rückseitig erreichen können.
Parallel zum Bau des neuen Mehrzweckgebäudes wird auch der Hauptgebäudekomplex für weitere 1,4 Millionen Euro modernisiert. Ertüchtigt werden Fenster, Dach und Brandschutzanlagen sowie die Elektroleitungen. „Damit schaffen wir die technischen Voraussetzungen dafür, auch die Degerfeldschule fit für den DigitalPakt Schule zu machen“, so Landrat Weckler.
Das Flachdach des Hauptgebäudes wurde bereits in zwei Bauabschnitten saniert und als Kalzip-Dach ausgeführt. Im dritten Bauabschnitt soll nun das Flachdach über dem Foyer komplett abgebrochen und mit geringer Neigung neu errichtet werden. Der angrenzende Lichthof wird überdacht, ausgebaut und in das Foyer integriert. Das Flachdach nördlich des Foyers entlang des Sporttraktes wird ebenfalls abgebrochen und erneuert. Die Maßnahme dient dazu, den künftig an die Nordseite des Schulgeländes verlegten Haupteingang hervorzuheben.
„Ein Neubau und parallel noch die Sanierung der Bestandsgebäude ist eine erhebliche Herausforderung für die ganze Schulgemeinde. Es ist schön zu sehen, dass die Modernisierungsmaßnahme nun in die Endphase geht und die Verwaltung und das Kollegium voraussichtlich noch in den Sommerferien in ihre sanierten Räume umziehen können“, so Landrat Weckler.
„Der Erweiterungsbau für die Degerfeldschule ist aktuell eine der größten Schulbaumaßnahmen des Wetteraukreises und ein gutes Beispiel dafür, wie viel an unseren Schulen derzeit gebaut, saniert und modernisiert wird. Wir sind in der Umsetzung des größten Schulbauinvestitions- und Sanierungsprogramms in der Geschichte des Wetteraukreises – und das, obwohl die Situation im Baugewerbe alles andere als einfach ist“, so Landrat Weckler. Der Wetteraukreis als Bauherr sei derzeit mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert: Zum anhaltenden Fachkräftemangel in der Verwaltung und bei externen Unternehmen kommen nun Lieferschwierigkeiten durch gestörte Lieferketten und eine deutliche Steigerung der Baupreise hinzu. Zeitplanung und Kostenentwicklungen sind dadurch zum großen Teil nicht mehr seriös vorhersagbar.
„Am Beispiel der Degerfeldschule sieht man aber, dass es dennoch voran geht. Daran arbeiten wir weiter konsequent“, so Landrat Weckler.

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