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170 Einsätze der Kernstadt-Wehr

BUTZBACH. In der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung und des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Kernstadt Butzbach e.V. wurde Wolfgang Bergens (M.) das Brandschutzehrenzeichen in Gold des Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt von Michael Stotz (r./Kreisfeuerwehrverband Wetterau) überreicht, links im Bild Andreas Litwin, stellvertretender Vorsitzender Förderverein FF Kernstadt Butzbach e.V., Beförderungen und Ernennungen wurden von der Wehrführung Uwe Holländer und Thorsten Kappes sowie Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl, rechts im Bild, vorgenommen. Text + Fotos: zö

Wehrführer Uwe Holländer kündigt aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt an

BUTZBACH (zö). Die Mitglieder der Einsatzabteilung und vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kernstadt Butzbach e.V. blickten in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung am Freitag auf das abgelaufene Jahr zurück. Für die Einsatzabteilung war es ein arbeitsintensives Jahr, denn die Kernstadt-Brandschützer wurden zu insgesamt 170 Einsätzen gerufen. Wehrführer Uwe Holländer kündigte aus beruflichen Gründen für das bereits angelaufene Jahr 2019 seinen Rücktritt an.
Zu Beginn der Versammlung wurde der verstorbenen Mitglieder Ferdinand Reich, der seit Gründung des Fördervereins in 2003 Mitglied war und die Feuerwehr selbstlos unterstützte, ebenso Ulf Ament, stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr Nieder-Weisel, der kürzlich verstarb.
Wehrführer Uwe Holländer berichtete, dass die Einsatzabteilung mit ihren 55 Mitgliedern im Berichtsjahr 2018 zu insgesamt 170 Einsätzen alarmiert wurde, die sich in Brand- und Hilfeleistungseinsätze und ausgelöste Brandmeldeanlagen verteilten. Brandsicherheitsdienste wurden in der Alten Turnhalle und im Bürgerhaus gestellt. Laut Holländer wird es immer schwieriger, freiwillige zu finden, die solche Dienste übernehmen. Besonders gedankt wurde Andrea Bergens, Anja Spieß und Eckart Zöller, die immer, wenn sich keiner für solche Dienste gemeldet hatten, diese übernommen hatten, sodass keine Veranstaltung ohne den angeforderten Brandsicherheitsdienst auskommen musste.
Neben den zahlreichen Einsätzen und Brandsicherheitsdiensten wurden 38 Übungsabende für die Mitglieder der Einsatzabteilung angeboten. Andrea Bergens, Alexander Weigel und Marco Bliemel zählten hier zu den fleißigsten Teilnehmern. Erfreut zeigte sich der Wehrführer, dass sich der stellvertretende Wehrführer Thorsten Kappes mit einigen Kameraden eine Atemschutzübungsstrecke in der ehemaligen Hausmeisterwohnung umgesetzt hatte. Laut Holländer, suche eine solche Strecke ihres Gleichen in dem näheren Umkreis.
2018 war die Kernstadtfeuerwehr erneut Ausrichter vom Blaulichtgottesdienst der Wetterauer Notfallseelsorge. Holländer dankte den Organisatoren und den zahlreichen Helfern sowie dem Team der Teufelsküche der Feuerwehr Hoch-Weisel, die für das leibliche Wohl gesorgt hatten.

Die angebotenen Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden von den Mitgliedern der Einsatzabteilung frequentiert. Dankende Worte richtete der Wehrführer an das neue Küchenteam, das nach Übungen Speisen und Getränke anbietet. Weitere Dankesworte galten beiden Stellvertretern Thorsten Kappes und Michael Rensch, den Verantwortlichen der Mini- und Jugendfeuerwehr, den hauptamtlichen Gerätewarten, den städtischen Gremien mit Bürgermeister Michael Merle an der Spitze, den Fachdienstleitern Simon Lingenberg und Jürgen Eheim.
Holländer, der seit einigen Jahren in der Wehrführung engagiert ist, kündigte aus beruflichen Gründen – er ist Betriebsleiter von zwei Alten- und Pflegeheimen – dieses Jahr seinen Rücktritt als Wehrführer an. Er empfahl den Mitgliedern der Einsatzabteilung, einen Nachfolger zu suchen.
Vorsitzender Ralf Kaufmann- Schmalz ließ das Jahr aus Sicht vom Förderverein Revue passieren. Der Förderverein war wieder aktiv bei den Veranstaltungen dabei, gemäß dem Satzungszweck wurden Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr unterstützt. Er dankte seinem Vorgänger Stefan Sohn für die Zusammenarbeit und sein Engagement.
Im Berichtszeitraum gab es Veränderungen. Andreas Litwin wurde neuer stellvertretender Vorsitzender, Eckart Zöller zum neuen Schriftführer und Martin Klein als neuer Beisitzer gewählt. In ihren Ämtern geblieben sind Sascha Bühler als Kassenwart und Andrea Bergens als Beisitzerin.
Die Nachbarschaftshilfe wurde mit einer Besuchergruppe durch das Feuerwehrhaus geführt. An Feuerwehrjubiläen wurde mit Abordnungen teilgenommen. Andreas Arendt, Kontakthersteller und Initiator nahm eine beachtliche Spende eines Geldinstituts in Friedberg entgegen. Auch ein Butzbacher Bestattungshaus spendete für den Förderverein. Das Sommerfest der Jugendfeuerwehr wurde vom Förderverein finanziell unterstützt. Das Highlight für den Förderverein war das Herbsttreffen der Freunde alter Feuerwehrtechnik im Butzbacher Stützpunkt. Zu diesem Treffen kamen über 100 Teilnehmer aus ganz Hessen. Abschließend dankte der Vorsitzende allen Mitgliedern, Freunden, Gönnern und Spendern für ihre Unterstützung.
Kassenwart Sascha Bühler informierte über den Kassenbestand. Kassenprüfer Volker Schnell bescheinigte eine ordnungsgemäße Führung. Bei den Ergänzungswahlen wurde für den seitherigen Rechnungsführer Sascha Bühler Christiane Schmalz zur neuen Kassenwartin gewählt. Neuer Kassenprüfer wurde Benjamin Kindervater.

Zu Feuerwehranwärtern wurden Marco Bliemel und Sebastian Kleespieß ernannt. Befördert nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme wurden Dennis Arendt zum Feuerwehrmann sowie Sinem Ayana und Lisa Schmidt zur Feuerwehrfrau. Sascha Eiteneuer und Normen Zinsheimer nahmen die Beförderung zu Löschmeistern entgegen. Benjamin Kindervater und Chris Michel-Schäde, Frank Matthias Kuschel und Marcel Neuhäuser wurden Oberlöschmeister. Stefan Sohn wurde zum Hauptlöschmeister befördert. Michael Stotz vom Kreisfeuerwehrverband Wetterau überbrachte die Grüße und beglückwünschte Wolfgang Bergens zu seiner 50-jährigen Mitgliedschaft, verlieh dem Jubilar, der u.a. einst als Jugendwart, Wehrführer und auch Vorsitzender vom Förderverein war, das Brandschutzehrenzeichen in Gold vom Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt.
Im Auftrag der nicht anwesenden Ersten Kreisbeigeordneten Stefanie Becker-Bösch verlas der Vorsitzende eine Grußbotschaft, in der Feuerwehr Butzbach für die geleistete Arbeit gedankt wurde.
Bürgermeister Michael Merle zeigte sich beeindruckt, dass u.a. der Einsatz beim Feuer in der Neugasse problemlos abgearbeitet wurde, dankte den ehrenamtlichen Kräften für das schnelle Eingreifen. Er unterstrich, dass Brände in der Altstadt immer eine heikle Angelegenheit seien. Beeindruckt zeigte sich der Rathauschef, was aus der ehemaligen Hausmeisterwohnung wurde, hier habe man für die Atemschutzgeräteträger eine Übungsstrecke eingerichtet. Merle dankte den Feuerwehrleuten für ihr Engagement in Sachen Fortbildung und den daraus resultierenden Beförderungen. Er sprach von einer großen Kraftanstrengung, was den in 2015 aufgestellten Bedarfs- und Entwicklungsplan betraf. Von der ehemaligen Drehleiter zur neuen Drehleiter mit noch mehr Technik sei ein weiterer Fortschritt. Merle ging auch auf die anstehende personelle Veränderung in der Wehrführung ein, zollte dem amtierenden Wehrführer Anerkennung verwies aber auch, dass der Beruf vor das Ehrenamt gehe. Abschließend sagte der Rathauschef die Unterstützung seitens des Magistrates zu.

Robert Werner überbrachte die Grüße vom Vereinsring. Er dankte für das intakte Vereinsleben und die Zugehörigkeit im Vereinsring. Er mahnte auch zu einem Fortbestand der Jugendarbeit, diese sei das Rückgrat einer Feuerwehr und sprach zudem von einer enormen Wichtigkeit für die Vereinsarbeit.
Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl dankte dem Wehrführer für die geleistete Arbeit. Man müsse die ehrenamtlichen Kräfte bei der Stange halten und an der Mitgliedergewinnung weiter arbeiten.
Stadtjugendwart Benjamin Grießl dankte den Verantwortlichen der Mini- und Jugendfeuerwehr für ihre geleistete Arbeit, der Wehrführung und dem Förderverein für die Unterstützung.

BUTZBACH. Beförderungen und Ernennungen wurden von der Wehrführung Uwe Holländer und Thorsten Kappes sowie Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl ausgesprochen. Foto: zö

Last Updated on 9. Februar 2019 by Lothar Müller

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