1700 Euro für Stiftung „Bärenherz“

Vor 30 Jahren Unternehmen in Garage gegründet 
26. November 2019
Fundgrube für Hobby-Eisenbahner
26. November 2019

1700 Euro für Stiftung „Bärenherz“

BUTZBACH. Die Macher des Bärenherz-Benefiz-Soccer-Turniers mit v.l.: JVA-Leiter Uwe Röhrig, Michael Mündelein, Gabriele Schwab, Sicherheitsdienstleiter Frank Gröb und Marco Märke. Text + Foto: hwp 

ÜBERGABE –JVA-Bedienstete spenden anlässlich eines Bubble-Soccer-Turniers für Kinderhospiz

BUTZBACH (hwp). Gabriele Schwab vom Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden kam aus dem Staunen nicht mehr heraus bei ihrem Besuch in der Justizvollzugsanstalt Butzbach – wollte sie doch eigentlich „nur“ eine großzügige Spende entgegennehmen. Doch es wurde viel mehr daraus. Beeindruckend war der Rundgang in Begleitung von Sicherheitsdienstleiter Frank Gröb durch das Hochsicherheitsgefängnis aus dem Jahr 1894 ebenso wie die Gespräche mit Anstaltsleiter Uwe Röhrig. Doch überaus erfreulich war für die seit Jahrzehnten dem Kinderhospiz ehrenamtlich eng verbundene Schwab das Resultat einer spontanen Sammelaktion für Bärenherz unter den Mitarbeitern der Vollzugsanstalt. 1694 Euro und Sachspenden kamen zusammen.

Grund war das während ihres Besuchs parallel stattfindende erste Bubble-Soccer-Turnier zwischen einzelnen Abteilungen des Gefängnisses mit aus weiblichen und männlichen Bediensteten gemischten Teams. Initiiert wurde sowohl das Turnier wie auch die Spendenaktion in erster Linie von Marco Märke und Michael Mündelein in Verbindung mit Hartmut Mattis von der Sportabteilung. Anstalts- und Sicherheitsleitung waren begeistert von dem Vorhaben, und das Ergebnis konnte sich am Freitag sehen lassen. 

„In unserer Einrichtung wird trotz des ernsten Hintergrunds der unheilbar erkrankten Kinder viel gelacht, weit weg von ständiger Trauer und der oftmals sterilen Krankenhausatmosphäre. Hier werden auch Geschwister, Eltern und sogar betroffene Großeltern mit betreut und seit kurzer Zeit haben wir sogar einen ambulanten Dienst vor Ort. Der entlastet die enorm durch die Pflege ihres Kindes rund um die Uhr eingespannten Eltern und verschafft ihnen eine notwendige Auszeit“, so Schwab. „Eine staatliche Finanzhilfe bekommen wir lediglich in Höhe von circa 30 Prozent unseres Haushaltes. Den großen Rest bestreiten wir Jahr für Jahr mit Hilfe einiger Sponsoren und vornehmlich aus Spendengeldern, wie heute“ aus den Reihen von Mitarbeitern der JVA Butzbach. „Sie alle tragen auf unterschiedlichste Weise dazu bei, solch ein Gefängnis mit viel Wissen und Verantwortung zu führen. Und dass sie trotzdem noch an Menschen mit einem unverschuldet wenig schönen Schicksal denken und ihnen durch eine Spendenaktion helfen, erfüllt mich mit Hochachtung und Freude.“ 

Röhrig dankte allen spendablen Bediensteten, speziell den Turnierorganisatoren und allen Spielern.„Wir wissen genau, dass unsere Spende bei Bärenherz zu einhundert Prozent der direkten Pflege und damit den Kindern zu Gute kommt 

Märke erhielt von seiner Frau den Hinweis auf die Stiftung Bärenherz. Sachspenden werden bei einem Besuch in Wiesbaden mitgebracht. 

Das Bubble-Soccer-Turnier, bei dem die Spieler in luftgefüllte Pastikblasen steigen, den Lederball aber mit den Füßen spielen, entwickelte sich zu einer unterhaltsamen, temporeichen Angelegenheit. Durch die hohe körperliche Anstrengung werden pro Begegnung nur sechs Minuten am Stück gespielt. Action war ebenfalls angesagt, manch spektakulärer Zusammenprall mit anschließenden Stürzen, die jedoch allesamt durch die luftgefüllte Kugel ohne nennenswerte Blessuren verliefen, wie Geschäftsleiterin Susanne Adelmann-Falkner am Spielfeldrand angesichts einer dünnen Personaldecke im uniformierten Dienst wie in der Verwaltung positiv zur Kenntnis nahm, kam beim Publikum natürlich gut an. 

Das sportliche Element war aber bestimmend, und so siegte unter Leitung des Schiedsrichters Stefan Hassler das Team Sicherungsgruppe (9 Punkte) vor dem Team Sport (7), dem Team A-Flügel (7), dem Team S-Bereich (4) und dem Team C-Flügel (3 Punkte). Röhrig überreichte der siegreichen Mannschaft den Pokal. 

Es können keine Kommentare abgegeben werden.