172 Einsätze für Langgönser Wehren 

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172 Einsätze für Langgönser Wehren 

Langgöns. Das Foto zeigt die Ehrungen und Beförderungen bei der Langgönser Feuerwehr. Foto: ikr

Bilanz eines arbeitsreichen Jahres 2019 / 175 Aktive / Mehr Anmeldungen als offene Lehrgangsplätze 

LANGGÖNS (ikr). „172 Einsätze insgesamt, 20 mehr als im Vorjahr, und 76 mehr als 2017: Ruhig geht anders!“, mit diesen Worten resümierte der Langgönser Gemeindebrandinspektor (GBI) Thomas H. Heckrodt in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Gemeinde Langgöns die Einsätze des Jahres 2019. 

Allein 69 Brandeinsätze waren zu verzeichnen, 2018 waren es 60 gewesen. Der größte Einsatz des Jahres war der Scheunenbrand in der Kreuzstraße in Niederkleen, mitten im dicht bebauten Ortskern. „Hier zeigte sich das hohe Niveau der Ausbildung, unsere Feuerwehr hat hier gezeigt was sie kann, und dass sie die Bevölkerung schützen kann: Das Feuer konnte auf die Scheune begrenzt werden, das war bei der anfänglichen Lage nicht zu erwarten!“, lobte Heckrodt. Die 55 Hilfeleistungen waren im Wesentlichen Verkehrsunfälle, Ölspuren und Türöffnungen sowie Notarztzubringer bei Rettungshubschraubereinsätzen. Es gab 48 Fehlalarme, das waren 200 Prozent mehr als 2018, darunter waren oft Brandmeldeanlagen „und leider weiter zunehmend Alarmierungen wegen unklarer Rauchentwicklung bei Nutzfeuern, wobei hier die Motive der Alarmierung oft zweifelhaft sind“, kritisierte der GBI. 19 Einsätze im vorbeugenden Brandschutz, 13 Brandsicherheitsdienste und fünf Brandschutzfrüherziehung/Aufklärung gab es.

Ein besonders positives Ereignis war die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Niederkleen. „Die Ortsteilwehr dort hat sich damit deutlich verbessert, jetzt steht ihr am neuen Standort eine Unterkunft auf der Höhe der Zeit zur Verfügung, die für die Zukunft ausreichend dimensioniert ist und auch überörtlich genutzt werden kann“, betonte Heckrodt. Als „herausragende Aktion“ bezeichnete er die Stickerstars- und Löscheimerkampagne zur Mitgliederwerbung. „Ich danke besonders Johannes Michel, Dirk Herget und Bjarne Bensel, die die Hauptarbeit geleistet haben, aber auch euch allen weil ihr so gut mitgemacht und die Sache unterstützt habt. Gute Arbeit wird in der Regel auch belohnt, so haben wir beim Zukunftswettbewerb des Kreisfeuerwehrverbandes und der Stadtwerke Gießen den ersten Platz mit der Kampagne verdient gewonnen“, freute sich der GBI.

Ende des Jahres verfügten die Langgönser Wehren über 175 Aktive, „und sind somit stabil“, sagte Heckrodt. Im vergangenen Jahr besuchten die Brandschützer 69 Lehrgänge und Seminare, „es waren über 100 angemeldet, aber mehr war nicht zu bekommen“.

In seinem Ausblick bedauerte er, dass 2020 viele Lehrgänge wegen Corona abgesagt wurden. Die Ausschreibung für die drei Fahrzeuge TSF-W für Dornholzhausen, Espa und Niederkleen sei abgeschlossen, derzeit werde von der beauftragten Firma der Beladungsplan erstellt.

Die Ausführungsplanung für Anbau und Grundsanierung des Feuerhauses in Dornholzhausen sei vergeben. Der neue Parkplatz am Feuerwehrhaus in Oberkleen sei fertig, in die Hauptplanung für den Abriss und Neubau des Sozialtraktes und die Fahrzeughallensanierung gehe es allerdings erst, wenn Dornholzhausen abgeschlossen sei. Der Zuschussbescheid für das Fahrzeug HLF 20 in Lang-Göns sei eingetroffen. Mit der Kampagne „Steh nicht im Weg – steigt ein“ soll im kommenden Jahr auf die Parksituation in manchen Straßen aufmerksam und zugleich Mitgliederwerbung gemacht werden. Heckrodt ist stolz auf seine „sehr engagierte Truppe.“ Bürgermeister Marius Reusch bestätigte diese Einschätzung: „Die Langgönser Feuerwehr ist eine ganz besondere Truppe und ein wirkliches Aushängeschild. Sie ist im Landkreis sehr anerkannt, man blickt gerne nach Langgöns, auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren ist vorbildlich und vor allem der Zusammenhalt als Gruppe, die zusammen an einem Strang zieht, zeichnet euch aus!“, lobte er. Er erinnerte auch an das Hochwasser in Niederkleen im Juni: „Sowas wird es nicht mehr geben, wir haben jetzt den Schlüssel vom Rückhaltebecken und wissen, wie es geht“, sagte er in Anspielung auf das nächtliche Kompetenzgerangel um die Schließung des Schiebers am Wehr in der Hochwassernacht.

Reusch ernannte Alexander Höchst zum Wehrführer in Dornholzhausen und Torsten Rühle zu seinem Stellvertreter.

Aus der Jugendfeuerwehr berichtete Gemeindejugendfeuerwehrwart Wilfried Heidl. Aktuell sind mit 46 Kindern zehn weniger aktiv als im Vorjahr. Sein neuer Stellvertreter Andreas Möschl als Nachfolger von Jasmin Röhrich informierte, dass bei den Minifeuerwehren 14 Kinder 2019 neu dazukamen, insgesamt sind es jetzt 22.

Der Musikzug Oberkleen absolvierte zwölf Auftritte.

Anerkennungsprämien für 40-jährige Zugehörigkeit zur Einsatzabteilung erhielten Matthias Boida und Burkhard Köhler, für 30 Jahre bekamen Jörg Altgeld, Olaf Bening, Mario Glaum, Jürgen Hofmann, Bernd Kollmann, Guido Linkmann und Thorsten Rühl die Prämie. Über die Floriansmedaille freuten sich Mario Glaum und Alexander Metz.

Rico Neuhof und Thore Trompetter wurden zu Löschmeistern befördert, Stefan Brück zum Oberbrandmeister.

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