2000 Euro für Delfintherapie

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2000 Euro für Delfintherapie

Foto: ruehl

SPENDEN – Konzert in Wetzlar-Steindorf zu Gunsten des schwer kranken Louis Mank aus Espa

ESPA/STEINDORF (lr). Musiker und Sänger aus Wetzlar und Steindorf haben sich mit einem Konzert im Steindorfer Bürgerhaus für das Schicksal des dreijährigen Louis Mank eingesetzt. Bei dem Konzert kamen 2000 Euro aus Eintrittsgeldern und Spenden zusammen. Weitere finanzielle Zusagen gibt es. Die Stadt Wetzlar, die Freiwillige Feuerwehr Steindorf und die Fassenachts-Freunde übergaben Spenden an den Organisator des Benefizkonzertes, Manfred Roth, Vorsitzender des Shanty-Chors „Achtern Diek“ der Wetzlarer Marinekameradschaft. 

Roth, einst in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg tätig, erfuhr von dem Schicksal seines Kollegen Christopher Mank und dessen Familie. Bei dem 2015 geborenen Louis wurde wenige Monate nach seiner Geburt das FoxG1 Syndrom festgestellt, eine schwere, unheilbare Genmutation. Er wird nie laufen, sprechen oder allein sitzen können. Bei seinem einjährigen Bruder Lenny wurde im Alter von drei Monaten Epilepsie diagnostiziert, verursacht durch einen Hirntumor, der im Februar 2019 operiert werden soll. 

Für den großen Bruder Louis hat die Familie Mank ihre Hoffnung in eine Delfintherapie gesetzt. Christopher und Stefanie Mank wollen im Januar mit ihren vier Kindern auf die Karibikinsel Curacao reisen, wo die Therapie-Delfine in einer natürlichen Meeresbucht leben. Vom Aufenthalt in der Karibik erwarten die Manks zwar nicht die Heilung für Louis, aber eine Verbesserung von Symptomen wie Epilepsie, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen. Bei dem Aufenthalt wird es auch Physiotherapie, Logopädie und weitere Therapieformen für Louis geben. Die Eltern hoffen, dass sich einige Symptome erheblich verbessern und Louis so mögliche Operationen erspart bleiben. Allerdings liegen die Kosten für den Aufenthalt bei rund 16 000 Euro, was die Familie nicht allein aufbringen kann.

Foto: ruehl

In der Justizvollzugsanstalt gab es deshalb bereits ein Soccerturnier, bei dem ein erster Betrag für das Spendenkonto beim Düsseldorfer Verein „Dolphin Aid“ zusammen gekommen ist. Der Vorsitzende der Marinekameradschaft hatte von der Aktion gehört und überlegt, wie er sich am Zustandekommen der Delphintherapie beteiligen könnte. Schnell gewann er die Mitglieder des Shanty-Chores für die Idee, die wiederum die Stimmbandquäler gewannen. Stefanie und Christopher Mank waren nach Steindorf gekommen, um den Akteuren und auch den rund 150 Besuchern zu danken, die sich mit ihrem Einsatz, mit Spenden und Eintrittsgeldern für den Aufenthalt in der Karibik einsetzen. 

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