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23 Abschiede von der Lokalpolitik 

BUTZBACH. Ehren-Erster-Stadtrat Manfred Schütz (Mitte) erhielt Glückwünsche von Bürgermeister Michael Merle (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach. Text + Foto: thg

Ausgeschiedene Mandatsträger aus Butzbacher Gremien / Zehn Ehrentitel für über 20 Jahre Ehrenamt

BUTZBACH (thg). Ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements Butzbacher Lokalpolitiker stand die jüngste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montag in der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns. Geehrt wurde unter anderem Manfred Schütz, der auf 44 Jahre in politischen Ämtern zurückblickt. Er erhielt den Titel Ehren-Erster-Stadtrat (vgl. weiteren Bericht). 

23 ehrenamtliche Kommunalpolitiker wurden verabschiedet. Zehn von ihnen erhielten eine Ehrenbezeichnung. Dies ist möglich, wenn insgesamt 20 Jahre politische Ehrenämter wahrgenommen werden. Die Stadtverordneten und Stadträte, die nach Ende der vergangenen Wahlzeit aus dem Parlament und dem Magistrat ausgeschieden sind, erhielten ebenfalls Dank. Alle erhielten als Geschenk der Stadt eine Vereinschronik des diesjährigen Jubiläumsvereins TSV Butzbach. 

Aus der Stadtverordnetenversammlung schieden aus: Dr. Christoph Bindhardt, der mehr als 25 Jahre dabei war, Thomas Heise nach 15 Jahren, Norbert Winter, der zwei Wahlperioden und Günter Botzky, der knapp zehn Jahre im Parlament saß. Einen Fünf-Jahres-Zeitraum absolvierten Ursula Golf, Jens Peters, Susanne Schmidt, Mark Steiner und Dieter Theobald. Als Nachrücker war Redelf Schomaker zwei Jahre lang Stadtverordneter. 

Nach fast zehn Jahren verließ Ilka Thum den Magistrat. Eine Amtsperiode waren Reinhard Burk und Wolfgang Scriba Butzbacher Stadträte. 

BUTZBACH. Bürgermeister Michael Merle (hinten l.) und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach (hinten r.) verabschiedeten aus Parlament und Magistrat (v.l.) Susanne Schmidt, Norbert Winter, Ursula Golf, Reinhard Burk, Günter Botzky, Wolfgang Scriba und Dr. Christoph Bindhardt. Text + Fotos: thg

20 Jahre lang war Otto Bill ehrenamtlich politisch tätig. Unter anderem war er Stadtrat und Ortsvorsteher von Nieder-Weisel. Er erhielt den Titel „Ehrenmitglied des Ortsbeirats Nieder-Weisel“. 

Hubert Meyer engagierte sich 20 Jahre lang ehrenamtlich in der Politik. Unter anderem war er Ortsvorsteher in Ostheim. „Ehrenmitglied des Ortsbeirats Ostheim“ lautet die Ehrenbezeichnung, die er erhielt. 

20 Jahre als Stadtverordneter und parallel zeitweise als Ortsbeiratsmitglied war der Nieder-Weiseler Dieter Schott tätig. Er erhielt die Bezeichnung „Ehrenstadtverordneter“. Er bedankte sich für die Ehrung und verwies auf eine Aussage des Bundespräsidenten, wonach man nicht nur aus Fehlern lernen, sondern sie auch korrigieren solle. 

Auf 21 Jahre Ehrenamt in der Politik blickt Florida Häuser zurück – als Stadtverordnete und Ostheimer Ortsbeiratsmitglied. Sie wurde zur „Ehrenstadtverordneten“ ernannt.

Fast 24 Jahre lang war Mark Kannieß unter anderem als Stadtverordneter, Erster Stadtrat und stellvertretender Ortsvorsteher aktiv. „Ehrenmitglied des Ortsbeirats Pohl-Göns“ lautet sein Ehrentitel. 

In 24 Jahren politischen Engagements im Ortsbeirat Maibach war Volker Hofmann zeitweise auch Ortsvorsteher. Als „Ehrenmitglied des Ortsbeirats Maibach“ wurde er ausgezeichnet. 

Als Stadtverordneter, Ortsbeiratsmitglied und Stadtrat war Rainer Michel rund 24 Jahre lang tätig. Er wurde zum „Ehrenstadtverordneten“ ernannt. Er bedankte sich unter anderem für die Unterstützung von Bürgermeister und Verwaltung in den vergangenen fünf Jahren als Umweltausschussvorsitzender.

28 Jahre lang war Robert Werner ehrenamtlich für die Stadt tätig. Seit 1993 gehörte er dem Ortsbeirat Bodenrod an. Im Juni 2005 erhielt er für sein Engagement auch über die Politik hinaus die Bürgermedaille und damit die höchste Auszeichnung der Stadt. Er ist nun „Ehrenmitglied des Ortsbeirats Bodenrod“.

BUTZBACH. Zu Ehrentiteln für 20 Jahre ehrenamtliches politisches Engagement gratulierten Bürgermeister Michael Merle (hinten l.) und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach (hinten r.) Dieter Schott (v.l.), Rainer Michel, Otto Bill, Robert Werner, Florida Häuser, Volker Hofmann und Mark Kannieß.

 „Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich“, sagte Bürgermeister Merle den Ehrenamtlern. „Unsere repräsentative Demokratie wäre ohne diese Persönlichkeiten in der Praxis nicht möglich.“ Auf keiner politischen Ebene „erfährt man so unmittelbar und fast in Echtzeit die Rückmeldung über die Meinung und die Haltung zum gerade in den Gremien der Stadt Beschlossenen: von Familie, Freunden, Bekannten und allen anderen“, so Merle. Er wies darauf hin, dass auch persönliche Verletzungen nicht immer ausblieben. 

Grünen-Fraktionsvorsitzende Jutta Schneider hatte zuvor Werners Engagement unter anderem als Vereins- und Vereinsringvorsitzender hervorgehoben. Und sie erinnerte daran, dass Michel im Jahr 1982 zu den Gründern der Butzbacher Grünen gehörte. Allen anderen Verabschiedeten und Geehrten sprach sie großen Dank aus. Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel und CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler bedankten sich bei den ehemaligen Aktiven. Die Sozialdemokratin blickte positiv voraus, weil die Genannten hoffentlich weiter mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Euler führte an, dass die vergangenen Jahre für die Ehrenamtler keine leichten gewesen seien. 

Auch Bindhardt war für den Ehrentitel Ehrenstadtverordneter vorgeschlagen. Allerdings führt er diesen bereits. Denn rund 20 Jahre gehörte er dem Parlament bereits zwischen 1971 und 1997 an, bevor er 2016 erneut einzog. 2012 erhielt er zudem die Bürgermedaille. 

Nicht anwesend war Karl-Heinz Offenbacher, der nicht mehr dem Ortsbeirat Hausen-Oes angehört. 

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