40 Bauplätze am Sportplatz Ostbahnhof

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40 Bauplätze am Sportplatz Ostbahnhof

Entwicklung Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss stimmt für Vertrag mit privatem Investor

BUTZBACH (thg). In der Butzbacher Innenstadt soll die Wohnbebauung noch um ein weiteres neues Projekt ausgedehnt werden. Einstimmig befürwortete der Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss einstimmig bei Enthaltung der UWG jüngst die Zusammenarbeit mit der Deutschen Immobilien Pfand GmbH aus Gießen, die „südlich der Griedeler Straße“ Bauplätze zur Verfügung stellen will. Der regionale Flächennutzungsplan sieht für das Gelände eine Mischbaufläche vor.

Es geht um das Garten- und Wiesengelände, das zwischen der Griedeler Straße, der Straße Am Hetgesborn, der Großen Wendelstraße und der Elsa-Brandström-Straße liegt. Circa 40 Bauplätze könnten dort entstehen, wie Stefan Sahl von dem Unternehmen sagte, der zusammen mit Architekt Johannes Jaksch die Pläne vortrug. Der Ankaufswert, den das Unternehmen an die rund zwei Dutzend derzeitigen Eigentümer zahlen will, beträgt 45 Euro pro Quadratmeter.

Ausgespart von den aktuellen Plänen bleibt der Sportplatz Ostbahnhof. Und das aus gutem Grund. Zwar habe man sich auch nicht mit dem TSV Butzbach als Eigentümer auf den Ankaufspreis einigen können, zum anderen müsse aber auch die Frage eines Ersatzplatzes geklärt werden, wie Jaksch ausführte. Und das könne dauern. Mit dem Sportverein bestehe aber weiter ein gutes Verhältnis, und die Planung werde so angelegt, dass in einem späteren Schritt auch eine Sportplatz-Bebauung möglich bleibt.

Nach Sahls Worten könnten auf den Flächen Einfamilien-, aber auch kleine Mehrfamilienhäuser entstehen – mit zwei Voll- und einem Staffelgeschoss. Dort könnte beispielsweise Seniorenwohnen möglich werden. Laut Sahl kollidiert das Bauprojekt nicht mit den übrigen Vorhaben in der Innenstadt. Die „Welle aus Frankfurt“, die derzeit zu verzeichnen sei, biete auch in ein, zwei Jahren noch einen ähnlichen Markt wie heute.

Es handelt sich um eine Bruttofläche von 25 000 Quadratmetern, 20 000 stünden dann voraussichtlich für die etwa 40 Bauplätze zur Verfügung. Die Lage sei ideal. In der Nähe könne man einkaufen, die Stadt sei nicht weit weg. Die Parzellen seien wegen der Innenlage ruhig. „Das ist eine gute Wohnlage.“

Ein bis zwei Jahre bis zur Baureife schätzt Sahl den Ablauf ein. Allein für die Bodenuntersuchung im Sinne der Denkmalpflege müsse ein Dreivierteljahr veranschlagt werden. Dies verursache Kosten eines sechsstelligen Euro-Betrages. Über die Energieversorgung sprechen die Entwickler auch mit der EVB. Aufgrund der Energieeinspar-Verordnung seien die Abnahmemengen aber voraussichtlich so gering, dass die Nahwärmeversorgung, eventuell ein Blockheizkraftwerk nicht wirtschaftlich wäre.

Zum Thema Verkehr stellte Sahl fest, dass die Erschließung ohne eine Verbindung zum Gewerbegebiet erfolgt. Der Knoten am Himmrichsweg werde nicht tangiert, da die Ausfahrt auf die Große Wendelstraße geführt werde.

Als sinnvolle Nutzung für die brachliegenden Flächen empfanden CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler und SPD-Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel die mögliche Nutzung. Ihr SPD-Kollege Andreas Bösch führte aber an, dass mit dem Projekt auch eine „grüne Ecke“ in Butzbach verschwinde.

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