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44 Jahre politisch engagiert aktiv

Ehemaliger Butzbacher Erster Stadtrat Manfred Schütz geehrt / „Schöne Zeit: Ich habe keinen Tag bereut“

BUTZBACH (thg). Bürgermeister Michael Merle sagte dem bisherigen Ersten Stadtrat Manfred Schütz, „dass es mir stets eine große Freude und Ehre war“, mit ihm zusammenzuarbeiten. Das Vertrauen und die freundschaftliche Verbundenheit seien „etwas sehr Besonderes für mich, das man in seinem Leben nicht allzu oft erleben kann“. 

Auch ein so kontinuierliches ehrenamtliches politisches Engagement wie das von Schütz, über 44 Jahre, ist wohl nicht allzu oft zu erleben. Seit dem 20. März 1977 bekleidete er durchweg politische Ehrenämter. Er begann als Ortsvorsteher des Stadtteils Ebersgöns am 20. März 1977 für vier Jahre. Bis einschließlich 18. Mai dieses Jahres dauerte seine Aktivität.

Den Ortsbeiratsjahren schlossen sich ab 1981 sieben Amtsperioden als Stadtverordneter an. 2007 wurde er in den Magistrat gewählt. Seit März 2011 war er zwei Wahlperioden lang Erster Stadtrat der Stadt Butzbach. 

CDU-Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzender Stefan Euler unterstrich, dass Schütz stets im Interesse der Stadt gehandelt habe. Und das sei auch nicht immer die Meinung der CDU gewesen, könne er berichten. 

Schütz blickte auf seine politischen Anfänge zurück, die 70er Jahre mit der Umsetzung der Gebietsreform. Sein Heimatort Ebersgöns habe zum Kleebachtal gehören wollen als Teil von Preußen und zu Wetzlar gehörig. 1977 sei er dann aber per Gesetz zu Butzbach gekommen. Dass der Ort nun postalisch „Butzbach 13“ war, habe ihm kein Glück gebracht. In der Silvesternacht sei ihm der Führerschein entzogen worden, „ein guter Start“, so Schütz ironisch.

Er sei Vorsitzender des TSV Ebersgöns gewesen, sein Vater und Großvater seien Gemeindevertreter gewesen. „Alles lief auf mich zu“, so Schütz, der dann Ortsvorsteher wurde. Im Jahr des Hessentags, 2007, sei Merle zum Bürgermeister gewählt worden, er selbst sei in den Magistrat nachgerückt. „Wir waren dann 14 Jahre gemeinsam im Magistrat. Das war eine schöne Zeit. Ich habe noch keinen Tag bereut.“ 

Lange Zeit habe es noch kein Internet gegeben, es seien keine E-Mails geschrieben worden, „ohne einmal über den Sachverhalt nachzudenken“, auch keine App-Gruppen, in denen „über alles und jeden geschrieben wurde, Facebook war noch nicht auf dem Markt“. Früher sei nicht alles besser gewesen, aber heute sei vieles anders. Und trotz seines Alters sei er auch in diesen Medien zu finden. 

Nun wolle er loslassen und der Jugend eine Chance geben. In der Stadtverordnetenversammlung sei es schon so, im Magistrat aber noch nicht. Zehn Jahre lang sei er Aufsichtsratsvorsitzender der Energie und Versorgung Butzbach. Das wolle er „langsam auslaufen“ lassen, sagte er mit einem Dank an Bürgermeister, Magistrat, Verwaltung und die Gremien und alle Institutionen, mit denen er zusammenarbeitete.   

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