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495 000 Euro für Freibad-Sanierung

Haupt- und Finanzausschuss stimmt für Rücklage für Maibach und Straßen-Benennung in Griedel

BUTZBACH (thg). Zusammen 30 Tagesordnungspunkte hatte der Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss in seinen beiden letzten Sitzungen der Wahlperiode innerhalb knapp einer Woche unter der Leitung von Stefan Schepp (CDU) abzuarbeiten. 

Darunter war auch die Benennung von Namen im Griedeler Neubaugebiet „Südlich der Hochstraße“, die einstimmig angenommen wurde. In der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Naziregimes am 9. November hatte Bürgermeister Michael Merle den Vorschlag des Magistrats bereits angekündigt. So soll es eine Dr.-Adolph-Baer-Straße und eine Louis-Stern-Straße geben. Baer stammt aus Griedel, schaffte es nach der Emigration in die USA und hielt später Kontakt in den Butzbacher Stadtteil, bis er voriges Jahr im Alter von 90 Jahren starb. Er war ebenso Jude wie Stern, der der letzte bekannte Vorsteher der jüdischen Gemeinde Griedel war. 

Die dritte zu benennende Straße erhält den Namen Reinhold-Dörr-Straße. Dörr, Jahrgang 1899, war von 1949 bis 1964 ehrenamtlicher Bürgermeister von Griedel und seit 1968 Ehrenbürgermeister. Er starb 1985. 

Außerdem billigte der Ausschuss einstimmig, dass die Stadt Butzbach einen Betrag von 495 000 Euro in die Rücklage der Butzbacher Bäderbetriebe einzahlt. Das Geld ist zweckgebunden für die Sanierung des Freibads Maibach. Wegen der Umbaumaßnahmen in Maibach und im Schrenzerbad ist die finanzielle Leistungsfähigkeit der Bäderbetriebe (BBB) erschöpft, wie aus dem Bericht zur Beschlussvorlage hervorgeht. 

1,78 Millionen Euro werden in Maibach aufgewendet. Für den ersten Bauabschnitt kommen 500 000 Euro aus der EU-Förderung „Leader“. Der zweite Bauabschnitt unter anderem mit Sanitär- und Kassenbereich schlägt mit 495 000 Euro zu Buche. Kosten für den Austausch des Kiosk-Dachs sind noch nicht beziffert. Für den ersten Bauabschnitt ist laut BBB-Geschäftsführer Michael Weiß der Bauantrag gestellt. 

Am Schluss der letzten Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung hatte Vorsitzender Schepp für die Teilnehmer eine Süßigkeit, auch bekannt als „längste Praline der Welt“ mitgebracht. Er bedankte sich für die gute und an der Sache orientierte Arbeit im Ausschuss in den vergangenen fünf Jahren. Besonders freute ihn, wie er nach der Sitzung sagte, dass der Ausbau von Feldwegen nun beschlossen worden sei und das Thema mehr Aufmerksamkeit erhalte. Schon vor mehr als zehn Jahren habe er den Blick darauf gelenkt, so der Kirch-Gönser Landwirt. 

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