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526. Butzbacher Faselmarkt begann mit Sonne, Sturm und Regen

Das Foto zeigt die Honoratioren der Stadt beim Prosit auf den 526. Faselmarkt. Text + Fotos: hwp

Heute Seniorennachmittag in der Alten Turnhalle / Morgen ermäßigte Preise

BUTZBACH (hwp). Dezenter Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen in den ersten Stunden zum Start des 526. Faselmarktes und ein zunächst guter Besuch ließen Hoffnung aufkommen. Das Butzbacher Frühlingsfest 2019 präsentierte sich zur Freude der Gäste, der Veranstalter mit Oliver Leuschke und Nicole Narwosch an der Spitze seitens der Stadt Butzbach, der Schausteller, Marktbeschicker, wie auch den gemeinsam das traditionelle Fest gestaltenden beiden Generalpächtern Heinz-Jürgen Kalbfleisch und Norbert Winter zunächst sehr erfolgreich. Es herrschte ordentliches März-Marktwetter und gute Stimmung unter den Festgästen aus nah und fern. 

Doch unabhängig von den nicht zu beeinflussenden Wetterkapriolen wurde er erstmals seinem jahrhundertealten Ruf als Frühlingsfest nicht mehr ganz gerecht. Zu stark waren die unmittelbar vor dem Markt erst bekannt gegebenen Einschnitte beim Krammarkt – von einem Bummel durch die Gassen der Marktkaufleute mit ihren Ständen und Wagen zu sprechen wäre verfehlt. Einen regelrechten Kahlschlag erfuhr dieser für den Gesamtmarkt wichtige Bestandteil in der nun völlig leeren Krachbaumgasse, der oberen Wetzlarer Straße und in der Weiseler Straße sah es leider auch extrem dünn aus. Das von wem auch immer ins Leben gerufene neue Sicherungskonzept der Stadt Butzbach hatte volle Wirkung gezeigt. Butzbachs Märkte und damit auch die bewährten, attraktiven Werbeträger der Stadt haben sowohl auch für die Zukunft einen argen Gesichtsverlust erlitten und in den vergangenen Jahren hatte man doch eigentlich nie das Gefühl haben müssen, weder auf einem unsicheren Markt zu sein, noch die Anwohner im Notfall zu gefährden. 

Aber all diesen Entwicklungen zum Trotz, die unentwegten Besucher, die Wind und zuweilen Regen trotzten, hatten ihre Freude am mittelalterlichen Altstadtambiente, fuhren beispielsweise mit dem Riesenrad in ruhigen Wetterphasen über die Dächer Butzbachs hinaus und der Genuss marktspezifischer Spezialitäten von der Bratwurst bis zu gebrannten Mandeln und frischen Schaumküssen gehörte einfach dazu. Das Frühlingsfest wird auch heute und am morgigen Dienstag gegen jede Wetterprognose noch etliche große und kleine Marktbesucher erfreuen. Am heutigen Marktmontag findet ab 14.30 Uhr ein Seniorennachmittag (Alte Turnhalle) statt, am Dienstag gibt es auf den Fahrgeschäften ermäßigte Preise zum Abschluss des Faselmarktes. 

Rummelplatzvergnügen mit Karussellspaß pur 

Viele Butzbacher und ihre Gäste aus Wetterau, Vogelsberg, Hüttenberg und darüber hinaus waren am Wochenende in der Altstadt unterwegs. Rund um den schmucken Marktplatz mit unterhaltsamen Spielangeboten vom Enten angeln bis zur Schießhalle und dem aus der Hansestadt Rostock in die Weidig-Stadt gekommenen prächtigen weiß-blauen „Ostsee-Stern-Riesenrad“ von Robert Gormanns, dem derzeit modernsten Fahrgeschäft seiner Art in Europa mit toller Sicht über die Stadt und einer abendlichen Farbenpracht dank 150 000 Lichtern, ging wieder große Faszination aus. Hinter dem historischen Rathaus mit dem großen „Musik-Express“ aus Celle für alle Generationen ein Fahrgeschäft aus der Reihe der „Berg- und Talbahnen“ und daneben für die Kids ein toller Trampolin-Bungee-Parcours. Von dem Vergnügungspark auf dem Gelände der „Alten Mälzerei“ gellten auch dieses Jahr ein ums andere Mal die freudigen Schreie der zumeist jungen Fahrgäste des in Butzbach beliebten „Polyp-Beach Monster“ – einem sich recht rasch und gegenläufig drehenden Fahrgeschäft. Daneben der ewig junge Auto-Skooter von Wolfgang Kopf (Aschaffenburg). Auch das „Alpha Happy Hour“ aus Pfaffen-Schwabenheim ist ein tolles Laufgeschäft mit vielen Überraschungen. 

Die kleinen Marktbesucher hatten bei ihren Rundfahrten mit der modernen Kinder-Rennbahn oder auf dem Rücken eines der hölzernen Pferdchens des barocken Kinderkarussells Spaß. 

Der Bummel über den Markt, am Sonntag, noch erweitert durch die Ladenöffnung des Butzbacher Einzelhandels, machte Freude, aber auch hungrig und durstig. Da war man bei den vielen Verkaufswagen mit Spezialitäten von Fischspezialitäten, auch leckere „geflammte“ statt geräucherte Lachsfilets, bis hin zu belgischen Pommes frites und Crêpes bestens bedient. Butzbachs internationale Gastronomie stand vor den eigenen Lokalen mit Messer und Gabel oder Stäbchen für die Gäste bereit, die chinesisch, italienisch oder türkisch speisen wollten und die gut bürgerliche deutsche Küche war auch präsent.

Markteröffnung mit Musik, Andacht und Freibier 

Am Samstagvormittag begann das Spektakel noch bei bestem Wetter mit der Feuerwehrmusik Butzbach/Kirch-Göns und einem kurzen, beschwingten Platzkonzert bis 12.00 Uhr.  

Die Kulisse des Riesenrades war auch der passende Ort für eine ökumenische Andacht mit Vertretern der katholischen Sankt Gottfriedsgemeinde, der evangelischen Markusgemeinde und der Evangelischen Stadtmission. Bürgermeister Michael Merle lobte das Zustandekommen dieser Veranstaltung und dankte den vielen daran beteiligten städtischen Mitarbeitern vom Kulturamt, den Vereinen und Organisatoren.  

Mit Bürgermeister Merle und dem obligatorischen Fassbieranstich unter Assistenz seines Rockenberger Amtskollegen Manfred Wetz kam dann doch noch das obligatorische „Prosit“ auf das Gelingen des Frühlingsfestes zustande. Freibier aus den Händen des Stadtoberhauptes und zweier Stadträte gab es dann natürlich auch für die Schar der Bürger, die zur Eröffnung des 526. Faselmarktes gekommen waren. 

BUTZBACH. Bei anfänglich schönem Wetter fanden sich am Samstag viele Besucher zum bunten Markttreiben ein.

 

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