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5,6 Millionen Euro für Degerfeldschule

NACHTRAGSHAUSHALT – Landrat Jan Weckler arbeitet auf Hessenkasse hin / Kultur-Region bleibt Thema

Wetteraukreis (jwn). Obwohl es mit exakt 18 Minuten wohl eine der kürzesten Kreistagssitzung des Wetteraukreises war, werden die nun angestoßenen Maßnahmen schon bald erhebliche Auswirkungen haben. 

Zu verdanken ist das vor allem den sprudelnden Einnahmen, die nicht nur den Überschuss von ursprünglich geplant 1,16 Millionen Euro auf 13,9 Millionen Euro anwachsen lässt, eine Verbesserung somit um 12,6 Millionen Euro, sondern die auch die Verringerung der Kreditaufnahme von rund 16 Millionen auf 14,3 Millionen Euro gesenkt werden. Um das Geld in diesem Jahr schon einsetzen zu können, hat Landrat Jan Welcher (CDU) dem Kreistag in der Sitzung am Mittwoch einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr vorgelegt. 

„Der Ende 2016 beschlossene Doppelhaushalt 2017/2018 ist nicht mehr aktuell. Vor allem um wichtige Schulbaumaßnahmen sofort auf den Weg bringen zu können, wurde der Nachtrag nötig“, begründet Weckler die Vorlage. Den Überschuss will er vor allem zur Rückführung des Kassenkredites auf Null verwenden. Denn das sei die Voraussetzung dafür, dass der Wetteraukreis rund 31 Millionen Euro aus Mitteln der so genannten Hessenkasse für notwendige Investitionen erhalten kann. Wegen der enorm steigenden Schülerzahlen im Kreisgebiet, Weckler spricht von einem zu erwartenden Wachstum von 700 Schülern pro Jahrgangsstufe in den kommenden fünf Jahren, wird ein Großteil der Investitionen in den Schulbau fließen. Unter anderem in die Degerfeldschule in Butzbach (5,6 Millionen), in eine neue Grundschule in Bad Vilbel (13 Millionen) und die Erweiterung der Außenstelle der Stadtschule Bad Vilbel in Gronau (4,1 Millionen Euro).

Des Weiteren sollen 37 Schulen des Wetteraukreises mit erheblichen Fördermitteln des Bundes an das Glasfasernetz angeschlossen werden, mit 800 000 Euro beteiligt sich der Kreis an den Maßnahmen. Schließlich sollen noch in den kommenden Jahren weitere 16 Millionen in den insgesamt 60 Millionen Euro teuren Ausbau des Hochwaldkrankenhauses fließen. 

Trotz der guten Haushaltslage des Wetteraukreises solle man sich aber nicht zu finanzielle Abenteuer hinreißen lassen, warnte Weckler, schließlich trage man Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen. Einstimmig wurde der Entwurf des Nachtragshaushaltes 2018 in den Haupt- und Finanzausschuss zur weiteren Beratung überwiesen. 

Ebenso erging es dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD zum Beitritt des Wetteraukreises zur Kultur-Region Frankfurt/Rhein-Main. 46 Städte, Landkreise und der Regionalverband gehören dem Zusammenschluss zu einer Kulturregion an. Über die Ländergrenzen hinweg vernetzt die gemeinnützige Gesellschaft seit 2005 die vielfältigen lokalen und regionalen Kulturereignisse und fördert damit gleichzeitig die interkommunale Zusammenarbeit. Der Wetteraukreis gehörte der Gesellschaft bereits bis 2012 an, trat dann aber im Rahmen der Haushaltskonsolidierung aus. Zurzeit gehören der Gesellschaft die Städte Friedberg, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Büdingen, Nidda, Ortenberg, Glauburg und Wölfersheim an. Der Ausschuss Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft wird sich in den nächsten Wochen nun mit dem Antrag und den 15 000 Euro Jahresbeitrag, den er Beitritt kosten wird, näher befassen müssen.  

Schließlich wurden bei einer Gegenstimme der NPD und mehreren Enthaltungen von Seiten der AfD und der Piraten die Vertrauensleute für die Schöffenwahlausschüsse bei den Amtsgerichten Friedberg und Büdingen bestimmt. Für Büdingen  sind dies Dirk Vogel (CDU), Bettina Mühl (CDU), Christian Dietzel (SPD), Elfriede Pfannkuche (SPD), Sylvia Klein (Grüne) und Erich Spamer (Freie Wähler) sowie für Friedberg Rebecca Menzel (CDU), Dennis Wirth (CDU), Lena Hergelt (SPD), Stefan Lux (SPD), Sabine von zur Mühlen (Grüne), Thomas Gerum (Freie Wähler) und Peter Heidt (FDP).       

 

  

 

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