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Ab 1. Januar nur noch gelbe Tonne

WETTERAUKREIS. Die Einführung der gelben Tonne im Wetteraukreis erläuterten (v.l.) Dr. Jürgen Roth, AWB Wetterau, Matthias Walther, Kreisbeigeordneter, und Manfred Wetz , Bürgermeister von Rockenberg und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Abfallwirtschaft Wetterau. Text + Foto: jwn   

19 Wetterauer Kommunen entsorgen den gelben Sack / Drei Tonnengrößen stehen zur Wahl

WETTERAUKREIS (jwn). Obwohl es nur um die zukünftige Entsorgung von Plastik- und Verpackungsmüll ging, haben sich die Verhandlungen darüber zwischen den 24 Kommunen des Wetteraukreises und dem Dualen Systempartner fast zwei Jahre hingezogen.  Jetzt verkündete der Wetterauer Kreisbeigeordnete Matthias Walter (CDU), zuständiger Dezernent im Kreis auch für die Abfallwirtschaft, zusammen mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Abfallwirtschaft Wetterau und Rockenberger Bürgermeister Manfred Wetz sowie dem Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Wetteraukreises Dr. Jürgen Roth das Ergebnis: Ab dem 1. Januar 2021 hält die gelbe Tonne Einzug in den Wetteraukreis. Sie wird zukünftig den Verpackungsmüll aufnehmen und die gelben Säcke ablösen. 

„Das Verteilen und das Einsammeln der gelben Säcke hat in der Vergangenheit immer wieder für Unmut bei den Bürgern gesorgt. Das lag auch daran, dass die Säcke mit der Zeit immer dünner wurden und sehr schnell aufrissen“, berichtet Bürgermeister Wetz aus Erfahrung. Hinzu käme, dass es seit einiger Zeit in einigen Kommunen Probleme bei der Verteilung der leeren Säcke gebe. „Damit dürfte nun Schluss sein“, hofft der Bürgermeister. 

Auch Walther ist froh, demnächst unter dieses Kapitel einen Schlussstrich ziehen zu können. Denn die zur Abholung bereitstehenden gelben Säcke wurden oftmals bei starkem Wind umgerissen und beschädigt. Mit der Folge, dass sich Ratten oder Waschbären über den Inhalt hermachten und nach Fressbarem suchten und den Müll dabei über die ganze Gegend verstreuten. „Mit der gelben Tonne gibt es dieses Problem nicht mehr und die Sauberkeit in den Orten wird durch die Einführung der Gelben Tonne wieder steigen “, betonten Walther und Wetz gemeinsam. 

Das Einsammeln ist in Hessen zunächst erst einmal Aufgabe der Kommune. Damit nicht jede einzelne Kommune mit dem Entsorger verhandeln muss, haben sich im Wetteraukreis 19 der 25 Kommunen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Als wegen einer Gesetzesänderung Neuverhandlungen mit dem Dualen System wegen der Entsorgung anstanden, waren sich schnell alle Wetterauer Kommunen – mit Ausnahme von Bad Vilbel, das seine Abfälle über die Stadt Frankfurt entsorgen lässt – einig, dass die Kommunen mit einer Stimme sprechen sollten. Also übertrug man die Verhandlung dem kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetrieb Wetterau.   

Nach langwierigen Gesprächsrunden wurde schließlich die flächendeckende Einführung der gelben Tonne im Wetteraukreis erreicht“, fasste Roth die doch recht schwierigen Verhandlungen zusammen.  

Die Bürger können nun zwischen drei Tonnengrößen wählen. Die Regel ist die 240-Liter-Tonne. Bei Bedarf kann auch die kleinere 120-Liter-Tonne genommen werden. Große Haushalte können sich für den 1100-Liter-Container entscheiden. Die Tonnen sind schwarz und haben einen gelben Deckel. Die Abfuhr erfolgt alle drei Wochen. Ausgeschlossen wird zukünftig eine Mischentsorgung sein, das heißt, eine parallele Entsorgung von gelber Tonne und gelben Säcken. „Mit Ausnahme der Städte Bad Nauheim und Büdingen, wo in bestimmten Innenstadtbereichen aus Platzgründen weiterhin gelbe Säcke entsorgt werden, wird es im Wetteraukreis keine gelben Säcke mehr geben“, verkündete Wetz ein weiteres Detail aus dem Verhandlungspaket. Zwar hätten einige Kommunen diese sogenannte Mischentsorgung, also das Nebeneinander von gelber Tonne und gelben Säcken fortgesetzt, doch habe sich die Gegenseite (Duales System) aus Kostengründen nicht darauf eingelassen. 

Dafür würden aber auch die Abfallgebühren konstant bleiben, wie Walther ausdrücklich betonte. Die Abfuhr der Tonnen werde vom Dualen System finanziert, weil die Bürger die Entsorgung der Verkaufsverpackungen bereits bei Kauf des Produktes bezahlt hätten. Bis zum Ende des Jahres ist die Abfuhr der gelben Säcke noch gewährleistet. Bis dahin sollten auch die 80 000 bis 90 000 Gelben Tonnen an alle Haushalte des Wetteraukreis verteilt sein. 

 

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