Ab morgen Schrenzerbad geöffnet

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Ab morgen Schrenzerbad geöffnet

BÄDERBETRIEBE – Start in Saison / Schwimmmeister fehlen / Sanierung für 1,8 Millionen Euro 

BUTZBACH (thg). Bereits seit Mitte Mai ist das Schrenzerbad betriebsbereit. Da nun anhaltend hohe Temperaturen zu erwarten sind, öffnet das Butzbacher Freibad am morgigen Samstag um 9.00 Uhr und ist dann täglich bis 18.00 Uhr geöffnet. Das berichteten Bäderbetriebe-Geschäftsführer Michael Weiß und Betriebsleiter Carsten Schnitter. Derzeit beträgt die Wassertemperatur rund 18 Grad, aber wenn es wärmer wird, insbesondere nachts die Quecksilbersäule nicht zu stark absinkt, steigt sie dank der Erwärmung per Sonnenlicht an. 

Der Termin für die Öffnung des Maibacher Freibads steht indes noch nicht fest. Es ist noch nicht betriebsbereit. Unter anderem fehlt noch die Abnahme der Wasserproben beim Gesundheitsamt. Der Kiosk ist allerdings bereits geöffnet, unter anderem am Wochenende. 

Das Hallenbad Butzbach hat mit Öffnung des Schrenzerbads ab sofort sonntags verkürzte Öffnungszeiten: von 8.00 bis 12.00 Uhr. Überhaupt stellen die Öffnungszeiten in diesem Jahr eine Herausforderung dar, denn es fehlt an Personal. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Bäderbetriebe (BBB) werden daher im Zweifelsfall die Öffnungsstunden der Bäder verkürzt. Zwei Vollzeitstellen sind derzeit nicht besetzt. Bereits seit August vorigen Jahres suchen die Bäderbetriebe laut Weiß und Schnitter Fachpersonal unter anderem für die Beckenaufsicht – bislang ohne Erfolg. Sollte dann also ein Krankheitsfall unter den sechs aktuell beschäftigten Fachkräften eintreten, wäre zeitweise die Sicherheit nicht gewährleistet, und dann bleibe nur die Schließung. 

Butzbach steht mit dem Thema Personalmangel nicht allein da, wie die BBB-Vertreter erklärten. Laut Medienberichten fehlen in Hessen etwa 400 Schwimmmeister. Rentner oder Rettungsschwimmer könnten als Aushilfen einspringen, die Technik müsse aber von Fachkräften bedient werden. Wer sich als Aushilfe einbringen möchte, muss 18 Jahre alt sein, das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber und einen einschlägigen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen. 

Für das Schrenzerbad gibt es aber auch noch eine gute Nachricht: Es wird in das Landes-Förderprogramm „Swim“ aufgenommen. Das Innenministerium habe der Stadt Butzbach auf den Aufnahmeantrag hin mitgeteilt, dass mit Fördermitteln zu rechnen ist. Die Höhe ist laut Weiß aber noch nicht bekannt. Zunächst werde der vollständige Antrag in Zusammenarbeit mit Fachplanern erstellt, der dann in Wiesbaden eingereicht werde. Der Wetteraukreis habe für das Bad eine Empfehlung zur Aufnahme ausgesprochen. Alles in allem ist ein Betrag von netto 1,8 Millionen Euro als Kosten veranschlagt. Das Maibacher Bad wurde nicht ins Förderprogramm aufgenommen. „Aber wir versuchen, auf anderem Weg Fördermittel zu erhalten“, kündigte Weiß an. 

Einige Änderungen haben die BBB vor. Dazu zählt zum einen die Verlegung des Kleinkinderbereichs samt „Attraktiviereung“ und Anschluss an die Umwälzung, damit im Becken auch vorgewärmtes Wasser zur Verfügung steht. Verbesserungen soll es auch im Umkleidebereich geben unter anderem für Mutter und Kind. 

Ferner sollen die Badewasseraufbereitung und die Filtertechnik erneuert werden. Teile davon sind Jahrzehnte alt und stammen aus der Anfangszeit des Freibads.

Der Eingangsbereich soll umgestaltet werden, das Bad soll barrierefrei werden. Auch der Sanitär- und der Personalbereich sollen Verbesserungen erfahren. Die modernen Anforderungen müssten umgesetzt werden. 

Außerhalb des Butzbacher Freibads sollen nun noch die neu geschaffenen Parkplätze markiert werden. Die BBB-Vertreter wiesen darauf hin, dass das Parken auf der Wiese nur möglich ist, sofern keine Wald- und Graslandbrandgefahr besteht. Ansonsten müssen andere Parkplätze genutzt werden. Zu Stoßzeiten wollen die BBB auch wieder einen Sicherheitsdienst zur Verkehrsregelung beauftragen. 

Die Eintrittspreise ins Freibad bleiben unverändert wie im Vorjahr. Die Einzelkarte kostet drei Euro für Jugendliche und vier Euro für Erwachsene. Zehnerkarten gibt es ebenso wie Dauerkarten, auch die Familienkarte für 190 Euro ist weiterhin zu haben. 

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