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Aktionen für friedliches Miteinander

BUTZBACH. Das Foto zeigt (v.l.) Carolin Wirtgen (Gemeinwesenarbeit), Senel Ayana (Soziale Stadt), Christoph Baumann (Markusgemeinde) und Bürgermeister Michael Merle, die den Aktionstag eröffneten. Foto: win

Sport- und Spieletag Motto: „Sport kennt keine Grenzen – Degerfeld für Fairness und Akzeptanz“

BUTZBACH (win). Sportlich, aktiv und begegnungsreich war der Sport- und Spieletag im Degerfeld, der am Freitag rund um den Treffpunkt Degerfeld stattfand. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr organisierten die Netzwerkpartner Soziale Stadt Butzbach, Gemeinwesenarbeit der Stadt Butzbach und die evangelische Markusgemeinde nun zum zweiten Mal ein tolles Programm für alle Menschen in und ums Degerfeld. Eine Vielzahl von Butzbacher Vereinen, Aktiven, Ehrenamtlichen und Sponsoren haben diese Veranstaltung gestaltet und unterstützt. 

Sport steht für vieles, was das Positive im Leben ausmacht: Spiel und Spaß, gemeinsam statt einsam. Er steht aber auch für Grenzen überwinden und vor allem für Fairness und Akzeptanz. Nicht von ungefähr lautete daher das Motto des Aktionstages „Sport kennt keine Grenzen – Degerfeld für Fairness und Akzeptanz“.

Die Organisatoren Carolin Wirtgen (Gemeinwesenarbeit), Senel Ayana (Soziale Stadt) und Pfarrer Christoph Baumann (evangelische Markusgemeinde) betonten, dass mit diesem Tag ein Zeichen für Fairness und Akzeptanz gesetzt werden solle. Nach den traurigen Ereignissen von Halle sei es einmal mehr wichtig, für ein friedliches Miteinander einzustehen. 

Bürgermeister Michael Merle dankte den Organisatoren für ihr Engagement, diesen quirligen Tag auf die Beine gestellt zu haben. Auch er ging kurz auf die Vorfälle von Halle ein und erklärte sich solidarisch mit der jüdischen Bevölkerung. Die Stadt Butzbach pflege eine langjährige Freundschaft mit der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim. Er regte an, zum Zeichen der Verständigung, Fairness und Akzeptanz den Vorsitzenden Manfred de Vries zum Gespräch ins Degerfeld einzuladen. 

Nachbarn einander näher bringen

 Der Aktionstag bot Gelegenheit zu zeigen, wie viele Menschen in und ums Degerfeld aktiv sind und das Leben in Butzbach positiv mitgestalten. Ob Kind oder Senior, schon lange im Degerfeld oder neu zugezogen, mit oder ohne Migrationsgeschichte. Bei den vielen Mitmach-Aktionen war es im wahrsten Sinne kinderleicht, sich spielend kennenzulernen, miteinander aktiv zu werden und über Bewegung in Kontakt zu kommen. Das bunte Programm ließ keine Wünsche offen: Kletterturm und Torwandschießen, Seniorengymnastik und Kinder-Yoga. Ein Buggy-Workout für Eltern mit ihren Kleinen. Beim Schach und beim Boule zeigte sich einmal mehr, dass es keine Altersgrenzen gibt. 

Eine lange Schlange bildete sich beim Büchsenwurf. Viel los war auch an der Spielstation „Kinder stark machen“, die vom Sport-Coach der Stadt Butzbach, Wilfried Weyl, betreut wurde. Die Spielstation ist Teil der bundesweiten Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ziel ist eine frühe Suchtvorbeugung durch Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Sport kann das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen stärken, um auch gegen Gruppendruck zu Suchtmitteln aller Art nein sagen zu können. 

Der Lauftreff Butzbach veranstaltete einen Geschicklichkeitsparcours mit Ball und Hula-Hoop Reifen. Wer wollte, konnte beim „Planken“ seine Kräfte messen oder eine Runde joggen oder Nordic Walking probieren. Hoch hinaus und gut gesichert ging es am Kletterturm der Sportjugend Hessen. Das Jump Rope Team des TSV Butzbach ließ große und kleine Besucher, allein oder zu mehreren, mächtig auf und ab hüpfen. Coole Moves brachte Philipp Cabanding vom Tanzclub Schwarz-Gold den Kids in seinem Hip-Hop- Workshop bei.

Viele Vereine haben die Organisatoren unterstützt, aber auch viele helfende Hände der Stadtteilbewohner. Finanziert wurde der Aktionstag zum einen von der Gemeinwesenarbeit im Degerfeld, gefördert mit Mitteln der Stadt Butzbach und des Sozialministeriums für Soziales und Integration. Zum anderen Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mit dem Verein Flüchtlingshilfe Butzbach. Auch das Programm „Sport und Flüchtlinge“ des Innenministeriums in Zusammenarbeit mit der Sportjugend Hessen unterstützte den Sport- und Spieletag.

BUTZBACH. Beim Schach trafen sich am Sport- und Spieletag im Degerfeld die Generationen (linkes Foto). Gut besucht war die Spielestation, die Teil der bundesweiten Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist. Text + Fotos: win

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