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Alarmstufe rot: Mängel werden beseitigt

Feuerwehr Technischer Prüfbericht gibt Stadt teure Hausaufgaben auf / Lob für Schwarz-Weiß-Trennung

BUTZBACH (thg). „Ein sehr ordentliches Ergebnis“ kam nach Worten von Bürgermeister Michael Merle bei der jüngsten Begutachtung der Butzbacher Feuerwehr-Einrichtungen nach den Vorschriften der Unfallkasse Hessen heraus. Deutlich wurde dabei aber auch, dass geplante Maßnahmen nicht auf die lange Bank geschoben werden dürften, wie Stadtverwaltungsmitarbeiter Simon Lingenberg und Stadtbrandinspektor Michael Tiedemann es beschrieben.

Während die Fahrzeuge und die Geräte der Wehren der Stadt Butzbach für mängelfrei befunden wurden, sieht dies bei den Gerätehäusern anders aus. „Unverzüglich“ sind Mängel abzustellen in den Häusern in Ebersgöns, Kirch-Göns und Pohl-Göns. Kurzfristiges Handeln wird für die Gerätehäuser Butzbach, Griedel, Hausen, Hoch-Weisel, Nieder-Weisel und Ostheim verlangt.

In Kirch-Göns stehen die Schränke der Einsatzkräfte in der Fahrzeughalle so dicht am Löschfahrzeug, dass dieses zunächst herausgefahren werden muss, weil der Sicherheitsabstand zu gering ist. Für Kirch-Göns hofft Tiedemann, dass die Grundstücksverhandlungen für einen Gerätehaus-Neubau bald erfolgreich beendet werden, vielleicht könne 2019 das neue Gebäude stehen.

In Ebersgöns stellt sich ebenfalls die Frage nach den Umkleiden und der Sicherheit der Wehrleute. Doch eine mögliche Lösung im Gemeinschaftshaus würde bedeuten, dass die Aktiven eine Treppe nehmen müssten, was wieder Unfallgefahren berge. Auch Container wären eine Alternative.

In Pohl-Göns wird die Fahrzeughalle, in der bislang der Feuerwehr-Oldtimer stand, zur Umkleide. Das historische Fahrzeug wird privat untergestellt.

Positiv hoben die Prüfer auch die erfolgreiche Umsetzung der „Schwarz-Weiß-Trennung“ in den Feuerwehrhäusern hervor. Privatkleidung der Einsatzkräfte kommt somit nicht mehr mit den kontaminierten Uniformen in Berührung. Unter anderem hatte der Magistrat rund 2500 Euro für Trainingsanzüge bewilligt, um diese Sicherheitsmaßnahme zu treffen. Hintergrund ist ein mögliches höheres Krebsrisiko unter Feuerwehrleuten.

Tiedemann hob auch hervor, dass Bürgermeister Michael Merle am Thema Absauganlagen für die Gerätehäuser dran geblieben sei. „Sonst wären die Häuser auf rot gesetzt worden.“ Und auch die Nachrüstung der Notstromversorgung sei positiv hervorgehoben worden. Mit der Abstellung der übrigen festgestellten Mängel befasst sich die Verwaltung bereits.

Dass die Feuerwehr-Angehörigen Mitarbeiter der Stadt sind, machte der Stadtbrandinspektor deutlich. Er bedankte sich für die Bereitstellung von Finanzmitteln, denn die Feuerwehr koste stets Geld. „Sehr gut angelegtes Geld“, wie Merle sagte. Es gehe um die körperliche Unversehrtheit der Einsatzkräfte.

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