„Alkohol schädigt Ungeborenes sofort“

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„Alkohol schädigt Ungeborenes sofort“

BUTZBACH. Butzbacher Stadtschüler besuchten im Rahmen des Biologieunterrichts in Friedberg die Ausstellung „Wenn schwanger – dann Zero“, die Folgen des Alkoholkonsums auf das Kind im Mutterleib aufzeigt.  Text + Foto: mit

Stadtschüler besuchen Ausstellung „Wenn schwanger – dann Zero“ / Zelt symbolisiert Gebärmutterhöhle

BUTZBACH. (mit) Stadtschüler besuchen kürzlich die Ausstellung „Wenn schwanger – dann Zero“. Dachte man noch vor nicht allzu langer Zeit, dass ein Gläschen Wein oder ähnliches in der Schwangerschaft nicht schade, so weiß man mittlerweile, dass selbst geringste Mengen Alkohol großen Schaden beim Ungeborenen anrichten. Trinkt eine Frau in der Schwangerschaft Alkohol, ein Zellgift, gelangt dieser über das mütterliche Blut durch Plazenta und Nabelschnur unverdünnt zum Kind. FASD, Fetal Alcohol Spectrum Disorders oder auch fetales Alkoholsyndrom ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das Kind im Mutterleib mit weitreichenden Folgen. Zu diesem Thema bot der Kreisausschuss des Wetteraukreises im Kreishaus in Friedberg die Ausstellung „Wenn schwanger – dann Zero“ an. 

Diese vom FASD-Netzwerk Nordbayern entwickelte interaktive Ausstellung richtete sich besonders an Schüler, an Jugendliche, Lehrer und Fachkräfte. Auch der Klasse 9aR mit ihrer Lehrerin Doris Feuerbach hatte sich bereits im Rahmen des Biologieunterrichts mit dem Thema auseinandergesetzt und nutzte die Gelegenheit, die erlernten Kenntnisse zu vertiefen. 

So konnten die Schüler in eine Gebärmutter in Form eines Zeltes eintauchen. Das Zeltinnere stellte symbolisch die Gebärmutterhöhle dar. Dort wurden 40 Wochen Schwangerschaft aus der Perspektive des Kindes durch Sehen, Hören und Fühlen erlebbar. An einer interaktiven Touchscreen-Station konnte die Entwicklung des Kindes bis zur Geburt mit Filmen und zahlreichen Ultraschallaufnahmen im 2- und 3 D-Format verfolgt werden. Die Zeltaußenhülle illustrierte in Ausschnitten zehn Monate Lebenswelt einer Schwangeren. 

An einer weiteren Station kamen Betroffene mit Berichten aus ihrem Alltag selbst zu Wort und vermittelten authentische Einblicke in das Leben mit FASD und welche vielfältigen Probleme und Hindernisse den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien bestimmen. So hautnah hatte sich wohl noch keiner der Schüler mit diesem Thema auseinandergesetzt, was hoffentlich für eine andere Sichtweise sorgte.

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