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„Alles im Griff“ – Eisregen droht

Winterdienst Butzbach gut vorbereitet auf Wettersituation / Auf kaltem Boden gefriert jeder Tropfen

BUTZBACH (thg). Mancher Autofahrer wurde gestern Morgen von der Straßenglätte überrascht, nicht so der Winterdienst der Stadt Butzbach, der nach Aussage der Stadtverwaltung alles im Griff hatte. Den Wettervorhersagen entsprechend starteten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nachts um drei Uhr zum Streuen.

Sehr viel überfrierende Nässe und Schnee in Bodenrod meldete das Team um Bauhofleiter Hubert Mieger gestern. Dafür wurde das entsprechende Feuchtsalzgemisch auf die Straßen gebracht. Wie stets ist der Winterdienst für die Hauptverkehrsstraßen zuständig, die Nebenstraßen werden zunächst nicht bedient. Vielmehr gilt es, die „verkehrswichtigen“ Strecken – etwa 250 Kilometer im Stadtgebiet – abzusichern. Überhaupt kommt es auf die richtige Mischung an, denn „normales“ Streusalz wirkt nur bis etwa minus neun Grad. Eine Salznot wie im Winter 2010/11 herrscht nicht. Was die Stadt bestellt, wird in der Regel am nächsten Tag geliefert. Zwischen 450 und 600 Tonnen Salz sind in durchschnittlichen Wintern die ungefähre Verbrauchsmenge.

Minus zehn bis 14 Grad werden für heute erwartet, auch am Samstag und Sonntag sollen noch Minustemperaturen herrschen, wie die Daten des Deutschen Wetterdienstes ankündigen, die der Bauhof stets aktuell erhält. Für Sonntagmittag ist vor Eisregen gewarnt, der Wetterdienst spricht von einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass es auch dazu kommt. Wenn sich diese Aussicht konkretisiert, streut der Bauhof vor, denn sonst ist es zu spät. Jeder Tropfen, der auf den eiskalten Boden fällt, gefriert sofort. Sollte der Wetterdienst den Eisregen ansagen, empfiehlt es sich ohnehin, das Auto stehen zu lassen.

Insofern ist für den Winterdienst nicht die Lufttemperatur entscheidend, die für einen Meter Höhe von der Straßenoberfläche aus angegeben wird, sondern die Bodentemperatur, die davon abweichen kann. Insofern sollte sich die Bevölkerung nicht wundern, wenn der Winterdienst auch an Tagen streut, wenn die Lufttemperatur über null Grad liegt, im Boden könnte immer noch der Frost stecken und dann Eis entstehen.

Für Montag, wenn die Schule wieder beginnt, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass es feucht wird, rund 35 Prozent. Aber auch dafür sieht sich der Winterdienst gewappnet und wird bei vorhergesagten null bis zwei Grad Bodentemperatur den Anforderungen entsprechend handeln.

In zwei Schichten ist der Winterdienst in Butzbach unterwegs. Dann sind jeweils 16 Mitarbeiter im Dienst. 19 Einsätze hat der Trupp in dieser Saison bereits gefahren. Gut 18 Tonnen Salz werden pro Einsatz für Straßen und Gehwege benötigt.

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