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Alternativ-Standorte werden geprüft

Bürgermeister Michael Merle informiert im Degerfeld über strittige Ruhebank

BUTZBACH (thg). Um eine Ruhebank am Wegesrand im Degerfeld oberhalb der Straße Am Römerwall hatte es jüngst Diskussionen gegeben. Gestern informierte Bürgermeister Michael Merle in einem Ortstermin die BZ über die aktuelle Situation.

Im Zuge der Umsetzung des Erholungswaldkonzepts war auch die Aufstellung von Bänken an den Spazierwegen beschlossen worden. Die Bürgerinitiative „Unser Wald“ hatte Spenden für die Anschaffung der Sitzgelegenheiten gesammelt (die BZ berichtete). Standorte wurden ausgewählt und die Anschaffungen aufgestellt. Im Dezember wurde eine der Bänke wieder entfernt, weil sich Bewohner eines Hauses beobachtet fühlten, nachdem der Aufstellort freigeschnitten worden war und beim Verweilen auf der Bank nicht nur die Fernsicht auf Griedeler Wald und Burg Münzenberg, sondern auch in unmittelbarer Nähe von schräg oben Garten und Haus mit großen Glasflächen einsehbar sind.

Wie Bürgermeister Merle berichtete, hatten sich die Anwohner zunächst an das Ordnungsamt gewendet. Dem Vorschlag, die Bank abzubauen, war Merle zunächst nicht gefolgt. Nachdem der Familienvater am 8. Dezember im Sekretariat des Bürgermeisters vorgesprochen habe, sei ein Ortstermin vereinbart worden, woraufhin Merle in Absprache mit Verwaltung und Förster entschied, die Bank abholen zu lassen und im neuen Jahr nach einer Alternativlösung zu suchen. „Keine Bank ist so wichtig, dass man es vor Weihnachten auf eine Kraftprobe ankommen lassen muss“, sagte er.

Am Montag fand ein Ortstermin Merles mit der Verwaltung statt, in der kommenden Woche befasst sich der Magistrat mit dem Thema. Alternativ-Standorte wurden bereits ausgemacht. Nach der Beratung der Stadträte ist für den Bürgermeister aber auch klar, dass bei einem Aufstellort, von dem aus wieder Grundstücke einsehbar sein sollten, die Anwohner einbezogen werden. Außerdem plant er, den Stadtteilbeirat Degerfeld hinzuzuziehen. Merle machte aber auch deutlich, dass in dem fraglichen Abschnitt des Spazierwegs auf jeden Fall eine Bank aufgestellt werden soll. Auf Nachfrage sagte Merle, dass die Entscheidung, die Bank zu entfernen, ohne Ansehen der Person geschehen sei. Beim Ortstermin habe er die Situation gesehen. Erster Stadtrat Manfred Schütz, dass durch Gardinen oder Sichtschutz Abhilfe nicht möglich sei. Durch die Hanglage müsste ein Sichtschutz überaus hoch sein.

Ursprünglich sei die Bank auch rund zehn Meter weiter nach rechts versetzt geplant gewesen, berichtete Merle. Aber mit Blick auf den Untergrund und den notwendigen Eingriff in die Vegetation hätten die Waldarbeiter entschieden, den nunmehr umstrittenen Standplatz zu wählen. Am ursprünglich vorgesehenen Ort wäre das betroffene Haus deutlich weniger gut zu sehen gewesen.

„Das Erholungswaldkonzept ist auf Konsens ausgerichtet“, sagte Merle. Es sei nicht nur das Konzept der Bürgerinitiative, die in einer Pressemitteilung Merle jüngst für das Entfernen der Bank scharf kritisiert hatte. Zudem gab er zu bedenken, dass die gestifteten Bänke auch mit Plaketten ausgestattet werden sollen, auf denen die Namen der Spender eingraviert werden. Stünde eine Bank an einem so belasteten Standort, könnte dies auch negativ für die Sponsoren wirken.

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