Am Sonntag Amtseinführung von Pfarrerin Sophie-Lotte Immanuel

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Am Sonntag Amtseinführung von Pfarrerin Sophie-Lotte Immanuel

OBER-MÖRLEN. Pfarrerin Sophie-Lotte Immanuel wird am Sonntag, 7. März, in der Dankeskirche Bad Nauheim ins Amt eingeführt. Foto: Hortien

32-Jährige hat evangelische Pfarrstelle in Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg seit Januar inne

OBER-MÖRLEN (pi). Die Corona-Zeit hat der Digitalisierung in Kirchengemeinden einen Schub gegeben – das findet Pfarrerin Sophie-Lotte Immanuel super. Seit dem 1. Januar ist sie neue Pfarrerin in Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg. Es ist ihre erste Pfarrstelle – mitten im Lockdown. 

Pfarrerin Sophie-Lotte Immanuel wird am Sonntag, den 7. März, um 14 Uhr von Propst Matthias Schmidt in der Dankeskirche Bad Nauheim ordiniert und in ihr neues Amt eingeführt. Die Feier der Ordination soll im Sommer im Kooperationsraum nachgeholt werden. 

„Ich finde gerade selbst viel Kraft in und durch digitale Angebote“, sagt die 32-Jährige. Gerade die Inhalte auf Instagram begeistern die junge Pfarrerin. „Es tut gut zu sehen, dass da jemand ist, dem es ähnlich geht wie mir.“

Gleichzeitig mag Immanuel aber auch das persönliche Verhältnis zur Gemeinde. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ist sie Mitte Dezember ins Pfarrhaus nach Langenhain-Ziegenberg gezogen. „Wenn wir im Ort unterwegs sind, kommt es nicht selten vor, dass ich angesprochen werde“, erzählt Immanuel. „Da bleibe ich dann auch gerne einige Minuten stehen und unterhalte mich.“ 

Die Pfarrstelle ist integriert in den Kooperationsraum Bad Nauheim-Ober-Mörlen. Das sieht Immanuel als große Chance, als Team gemeinsam Aufgaben anzugehen. „Dadurch haben wir viel mehr Möglichkeiten“, sagt die junge Pfarrerin.

Immanuel ist schon im Pfarrhaus groß geworden. Ihre Eltern sind beide Pfarrer. Dadurch wuchs ihr Interesse an Theologie und sie entschied sich für das Studium. „Damals habe ich aber gesagt, dass ich niemals Pfarrerin werde“, sagt sie und lacht. Sie begann trotzdem ihr Vikariat – und merkte schnell, dass die Praxis doch Spaß macht. „Ich finde es sehr spannend, Menschen an Umbruchstellen in ihrem Leben zu begleiten“, sagt sie. „Ich schätze es, dann für sie da sein zu können.“ 

Abseits der Kanzel verbringt die Pfarrerin viel Zeit mit der Familie. Wenn mal eine Lücke ist, ist sie gerne kreativ, hat zum Beispiel die Andachten zum Mitnehmen illustriert.

Wenn Immanuel predigt, legt sie Wert darauf, authentisch zu sein. „In meine Predigten fließt auch immer meine Persönlichkeit ein. Außerdem versuche ich, möglichst frei zu reden. So, als würde ich gerade mit einem Freund oder einer Freundin sprechen.“ 

Ganz wichtig ist ihr, dass die Menschen etwas Positives mit der Kirche verbinden. „Sie soll echt und greifbar sein.“ Deshalb erzählt sie in ihren Predigten oft davon, wie die Bibeltexte in ihrem eigenen Leben bedeutsam geworden sind. „Gott und mein Glaube geben mir Kraft, stärken mich. Das möchte ich gerne weitergeben.“ 

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