„An das Sterben gewöhnt man sich nie“

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„An das Sterben gewöhnt man sich nie“

WETTERAUKREIS. Als 100. Mitglied des Fördervereins für ein stationäres Hospiz in der Wetterau konnten die Vorstandsmitglieder Tillmann Weber und Katja Bohn-Schulz Dr. Siegfried Baumgartel aus Steinfurth (Mitte) begrüßen.

Förderverein für ein stationäres Hospiz in der Wetterau begrüßt 100. Mitglied

WETTERAUKREIS (pi). Zwei Vorstandsmitglieder des Fördervereins für ein stationäres Hospiz in der Wetterau, der sich im Frühjahr konstituiert hat, haben kürzlich Dr. Siegfried Baumgärtel aus Steinfurth als 100. Mitglied des Fördervereins begrüßt und mit ihm über seine Motivation zu seinem Beitritt zum Förderverein gesprochen.

Dr. Baumgärtel war viele Jahre ein engagierter und geschätzter Allgemeinmediziner mit eigener Praxis in Nieder-Mörlen tätig. Katja Bohn-Schulz und Tillmann Weber erfuhren in einem sehr informativen und interessanten Gespräch mit dem Arzt viel über den Umgang mit Sterbenden in früheren Zeiten. „Zu meiner Zeit kamen die Sterbenden nicht selten noch in die Besenkammer. Ich habe alle Formen des Sterbens erlebt,“ schildert Dr. Baumgärtel die Anfangszeiten seines Studiums und die ersten praktischen Erfahrungen. 

Nach seiner Motivation für einen Beitritt für das stationäre Hospiz in der Wetterau befragt, sagte Dr. Baumgärtel: “Die Notwendigkeit für ein stationäres Hospiz in der Wetterau ist sehr groß. Bad Nauheim als Gesundheitsstadt bietet sich für ein stationäres Hospiz an. Meine Frau und ich begrüßen außerdem den Standort der Johanneskirche sehr, denn wir haben dort unsere goldene Hochzeit gefeiert und verbinden viele gute Erinnerungen mit diesem schönen Gebäude.“

Dr. Baumgärtel, der inzwischen 83 Jahre alt ist, möchte sich nach der Fertigstellung des Hospizes gerne auch vor Ort persönlich aktiv engagieren. Neben seinem finanziellen Mitgliedsbeitrag möchte er auch sein Knowhow als Arzt in die wichtige Hospizarbeit einbringen. Der Förderverein stellt gern den geeigneten Kontakt her, sobald das stationäre Hospiz seine Pforten öffnet.

Auf den Förderverein aufmerksam geworden ist Dr. Baumgärtel durch einen Flyer des Fördervereins. Da in seinem engsten privaten Umfeld das Thema Tod kürzlich ebenfalls eine große Rolle gespielt hat, ist es ihm ein Bedürfnis, den Förderverein zu unterstützen. 

Der Förderverein freut sich, ein so engagiertes Mitglied in seinen Reihen begrüßen zu dürfen. Der Verein hofft, dass Dr. Baumgärtel manchen als Vorbild dient, den Verein ebenfalls finanziell über Mitgliedsbeiträge und Spenden oder persönliches Engagement zu unterstützen. 

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