Anne Thomas folgt als Vorsitzende der SPD Butzbach auf Dr. Matthias Görlach

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Anne Thomas folgt als Vorsitzende der SPD Butzbach auf Dr. Matthias Görlach

BUTZBACH. Der neue Vorstand der Butzbacher SPD (v.l.): Manfred Kruschke, Michael Weiß, Michael Merle, Anne Thomas, Dennis Braun, Sophia Miller, William Alfred Paul, Günter Botzky, Emre Türkmen, Holger Görlach, Michael Mentz und Ilona Schlossarek. – Auf dem Foto fehlen: Kerstin Thiele, Andreas Bösch und Tobias Gromes.

Mischung aus jungen und erfahrenen Vorstandsmitgliedern / „In schwierigen Zeiten Zahl der Sitze erhalten“

BUTZBACH (pm). In ihrer Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel wählte die SPD Butzbach Anne Thomas zur neuen Vorsitzenden. Die 35-Jährige, die seit 2008 in Butzbach lebt und bereits als Vorsitzende des Ortsbeirates Kernstadt sowie als Mitglied der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung tätig ist, bedankte sich für das Vertrauen: „Butzbach ist meine absolute Wahlheimat. Ich möchte hier nicht nur wohnen, sondern aktiv mitgestalten.“.

Thomas sagte: „Ich bin Dr. Matthias Görlach dankbar für seine bisherige geleistete Arbeit und blicke nun voller Spannung und Freude auf die kommenden Herausforderungen. Mit meinen Stellvertretern Ilona Schlossarek, Emre Türkmen und Michael Merle sowie den anderen gewählten Mitgliedern haben wir eine großartige Mischung aus neuen und erfahrenen Mitgliedern. Ich bin mir sicher, wir werden auch künftig unseren Slogan ,Zusammenhalt schafft Heimat‘ weiterhin erfolgreich mit Leben füllen.“ Schlossarek (Kirch-Göns) und Merle (Pohl-Göns) wurden zu stellvertretenden Vorsitzendern gewählt, Sophia Miller (Kernstadt, Schriftführerin), Dennis Braun (Pohl-Göns, Beisitzer) und Martin Weiß (Ostheim, Beisitzer) wurden ebenfalls in neue Ämter gewählt.

Der scheidende Ortsvereinsvorsitzende Görlach stellte zurückblickend auf die Kommunalwahl fest, dass die SPD in schwierigen Zeiten die Anzahl ihrer Sitze (zehn) in der Stadtverordnetenversammlung habe behaupten können. Die SPD habe unter dem Slogan „Zusammenhalt schafft Heimat“ einen sachorientierten Wahlkampf mit einem anspruchsvollen Wahlprogramm geführt, der aber Pandemie bedingt nur wenige Kontakte und kaum einen persönlichen Austausch mit den Bürgern ermöglicht habe. Die Findung neuer Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung sei kompliziert gewesen, zu guter Letzt hätten sich CDU, SPD und FDP zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Görlach bedankte sich für die Unterstützung, die ihm während der Zeit als Vorsitzender der Butzbacher SPD zuteil geworden sei. Er schloss seinen Rückblick mit der Feststellung, dass der Corona-Pandemie in Butzbach durch zügiges Impfen entgegengewirkt werden konnte. Weil aber die bisherige Impfrate von 60 Prozent zur Erreichung der „Herdenimmunität“ nicht genüge, forderte er die SPD-Mitglieder auf, in ihrem Umfeld fürs Impfen zu werben.

Die Fraktionsvorsitzende der SPD Butzbach, Vera Dick-Wenzel, hob hervor, dass es gelungen sei, eine gerechtere Gestaltung der Straßenbeiträge (durch Halbierung) herbei zu führen und dass der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen fortgesetzt werden konnte. Letztlich sei ein ambitioniertes Klimaschutzkonzept erarbeitet und verabschiedet worden, das es nun umzusetzen gelte.

Die Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreis, Stephanie Becker-Bösch, verwies auf steigende Fallzahlen in der Jugend- und Sozialhilfe. Der daraus erwachsende Finanzbedarf stelle für den Kreis eine gewaltige Herausforderung dar. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen seien Schutzsuchende aus Afghanistan bereits jetzt die zweitgrößte Gruppe. Der Wetteraukreis sei aber für die Aufnahme der zugewiesenen Geflüchteten gut aufgestellt.

Der Butzbacher Bürgermeister Merle stellte fest, dass es wichtig sei, dass Görlach nach dem engagierten Kommunalwahlkampf weiterhin das Amt des Stadtverordnetenvorstehers ausübe. Er lobte Görlach für seine überparteiliche, an den Interessen der Stadt orientierte Amtsausübung.

Dem Geschäftsführer der Butzbacher Bäderbetriebe, Michael Weiß, dankte Merle dafür, dass es ihm in Zeiten, in denen andere Kommunen ihre Bäder schließen, gelungen sei, den Bestand der drei Butzbacher Schwimmbäder zu sichern. Merle betonte, dass es wichtig sei, dass der regelmäßige Spielbetrieb der Butzbacher Vereine mit dem Bau von zwei Kunstrasenplätzen gesichert werde. Merle erinnerte auch daran, dass Butzbach die Integration von Geflüchteten – überwiegend mit eigenem Personal – so erfolgreich begleitet habe, dass viele von ihnen in der Stadt wohnen bleiben und so die Stadtgesellschaft bereichern. Im Hinblick auf die Bundestagswahl wies Merle darauf hin, dass die gute Arbeit der SPD in Berlin zunehmend von der Bevölkerung erkannt und honoriert werde.

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