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Anne Thomas neue Ortsvorsteherin

BUTZBACH. Der neue Ortsbeirat der Kernstadt Butzbach besteht aus (v.l.) Anja Schoedel, Michael Schröter, Ortsvorsteherin Anne Thomas, Adam Gutgesell, Michael Born, dem stellvertretenden Vorsitzenden Uwe Balser und der bisherige Ortsvorsteherin Astrid Gerum. Text + Foto: thg

34-jährige SPD-Vertreterin mit Mehrheit gewählt / Je eine Stimme für Astrid Gerum und Anja Schoedel

BUTZBACH (thg). Anne Thomas (SPD) ist die neue Ortsvorsteherin der Kernstadt Butzbach. Mit fünf Stimmen wurde die 34-Jährige gewählt, was der Zahl der Sitze von SPD, CDU und FDP im Ortsbeirat entspricht. Ihre Gegenkandidatinnen Astrid Gerum (UWG) als bisherige Ortsvorsteherin und Anja Schoedel (Grüne), die sich jeweils selbst zur Wahl vorschlugen, erhielten jeweils eine Stimme in der geheimen Wahl im Bürgerhaus Butzbach. 

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung am Montag Uwe Balser (CDU). Schoedel hatte Gerum vorgeschlagen, die dies aber ablehnte. Die Wahl Balsers erfolgte einstimmig. Bei einer Enthaltung wählte der Ortsbeirat Sophia Miller (SPD) zur Schriftführerin. Sie gehört dem Ortsbeirat nicht an, dies ist aber auch keine Voraussetzung, um das Amt zu übernehmen. Miller wäre aber die erste Nachrückerin, falls einer der beiden SPD-Vertreter den Ortsbeirat verlässt. 

Gerum hatte als bisherige Ortsvorsteherin die Sitzung eröffnet. Sie bedankte sich bei allen bisherigen Ortsbeiratsmitgliedern. Sie habe das Amt der Ortsvorsteherin gern ausgeübt, sagte sie. Sie würde gern das Amt, das sie mit Herzblut ausgeübt habe, weiterführen. Ihre Nachfolgerin Thomas bedankte sich bei den ehemaligen Ortsbeiratsmitgliedern ebenso wie bei Gerum, die „großartig“ tätig gewesen sei. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit. Auch Balser bedankte sich bei der ehemaligen Ortsvorsteherin. 

Schoedel erklärte vor der Wahl, dass sie in der Kommunalwahl am 14. März laut Endergebnis die meisten Stimmen der Anwesenden erhalten habe. Daraus leite sie den Bürgerwillen ab, dass sie für das Amt der Ortsvorsteherin kandidieren solle. 

Thomas Gerum als Kernstadt-Stadtverordneter der UWG widersprach dieser Auffassung. Ziehe man bei der Betrachtung des Ergebnisses die Listenstimmen der jeweiligen Partei ab, habe Astrid Gerum die meisten Stimmen erhalten und Schoedel die zweitmeisten. 

Die drei Kandidatinnen wurden auch um eine Formulierung ihres dringendsten Ziels und eine Vorstellung gebeten. Gerum führte das integrierte kommunale Entwicklungskonzept an, das laufe. „Ich bin mit glühendem Herzen dabei“, sagte sie. Auch die Verkehrsentlastung und die Sicherung der Nahversorgung in der Innenstadt führte sie an. 

Thomas schloss sich den Ausführungen an. Doch auch im Degerfeld solle noch weiter gearbeitet werden. Der Ortsbeirat solle mit dem Stadtteilbeirat zusammenarbeiten. Auch wolle sie stärker als bisher mit den Bürgern zusammenarbeiten – „wir sind ja selbst Bürger“, so Thomas. 

Schoedel möchte die Mobilität „auf neue Beine stellen“, zukunftsorientiert und unter anderem mit mehr Fahrradwegen. Ein wichtiges Ziel aus der vergangenen Bürgerbefragung sei es, die Stadt grüner zu machen. Auch sie wolle die Bürger stärker einbeziehen. 

Balser erinnerte daran, dass die zurückliegende Wahlperiode für den Ortsbeirat nicht einfach gewesen sei. Der zu Beginn gewählte Ortsvorsteher Heinz Donig sei gestorben, sein Nachfolger Frank Behrendt dann umgezogen. Ende September 2019 wurde Gerum zur Ortsvorsteherin gewählt. 

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