Apfelbaum im Schlosspark zum 50-jährigen Bestehen des Vereinsrings

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Apfelbaum im Schlosspark zum 50-jährigen Bestehen des Vereinsrings

BUTZBACH. Den Apfelbaum pflanzten (Foto oben r., v. l.) Erster Stadtrat Markus Ruppel, Vereinsring-Vorsitzender Andreas Catlin und der Ehrenvorsitzende des Vereinsrings, Robert Werner. Text + Fotos: hwp

Jubiläum: Feierliche Pflanzung mit Rückblick auf Geschichte der Dachorganisation der Butzbacher Vereine

BUTZBACH (hwp). Am 13. November 1970 wurde der „Vereinsring Butzbach und seiner Stadtteile“ als Dachorganisation aller angeschlossenen Vereine und Verbände in der Wetteraustadt vom damaligen Bürgermeister Karl Heinz Hofmann ins Leben gerufen. Hans Bensch wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt und aus der städtischen Verwaltung bestellte das Stadtoberhaupt Hans Möller zum Geschäftsführer – er sollte diese Position bis 2019 wahrnehmen.

Die für 2020 in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel vorgesehene Jubiläumsfeier mit allen Vereinen musste wegen Corona ersatzlos abgesagt werden. Am Samstag wurde stattdessen auf einem sanften Hügel des landgräflichen Schlossparks ein Baum (Apfeldorn) vom Vereinsring als bleibende Erinnerung an das 50-jährige Bestehen feierlich gepflanzt. Trotz Regen und kühler Temperaturen waren viele Vertreter der Vereine wie auch politische Mandatsträger gekommen. Im historischen Gewölbesaal des Schlosses trafen sie sich anschließend zu einem gemütlichen „Umtrunk und mehr“. 

 

Der Musikverein Nieder-Weisel umrahmte im Schlosspark die Pflanzung eines Jubiläumsbaumes zum 50-jährigen Bestehen des Vereinsrings Butzbach.

Im Park hatte der Musikverein Nieder-Weisel unter Leitung von Christoph Poltrum die Pflanzaktion eröffnet und begleitet. Der Vereinsringvorsitzende Andreas Catlin begrüßte unter den Gästen Butzbachs Ersten Stadtrat Markus Ruppel, den Landtagsabgeordneten Norbert Kartmann, den Geschäftsführer der EVB, Michael Weiß und den Geschäftsführer der kommunalen Butzbacher Immobiliengesellschaft, Alexander Kartmann sowie Karin Morkel vom städtischen Umweltamt. Catlin ging auf die Historie des Vereinsrings ein, dessen ursprünglicher Zweck es war, als Dachorganisation zu dienen und federführend ehrenamtlich die Koordination von kulturellen Veranstaltungen und eigenen, künftigen Aktivitäten zu übernehmen. Heute berät man zudem Vereine, bietet ihnen Hilfestellungen und unterhält ein Servicebüro. Unvergessen ist der Butzbacher Wäldchestag in den Jahren 1972 bis 2012. Die Vorarbeiten mit Teilnahme zur 1200-Jahrfeier samt Festzug 1975 wie der Betrieb der Freizeiteinrichtung „Waldhaus“ oder die Weihnachtsmärkte, die von 1997 bis 2012 in der Verantwortung des Vereinsrings lagen, nannte er ebenso wie den Hessentag 2007 in Butzbach, an dem die Vereine und der Vereinsring einen lobenswert großen Anteil hatten. Catlin: „Zur Erinnerung an die Gründung und zum Dank an alle, die in Vereinen, Verbänden und im Vereinsring über fünf Jahrzehnte zahllose Stunden im Ehrenamt verbrachten, pflanzen wir diesen Baum: Mögen sich viele mit und nach uns an diesem Apfeldornbaum erfreuen!“

 

Erster Stadtrat Ruppel übergab Catlin ein graviertes Schild aus Anlass der Jubiläums-Baumpflanzung.

Ruppel, neuer Vorsitzender des TV Nieder-Weisel, würdigte als Erster Stadtrat die Verdienste der Vereine, des Vereinsrings und des Ehrenamts: Mit fast 140 Mitgliedsvereinen sei der Vereinsring Butzbachs größte Institution und ist dies auch in der Region. „Namen wie Hans Bensch, Walter Gödel, Robert Werner und Hans Möller stehen für fünfzig Jahre kontinuierliche Ehrenamtsarbeit zum Wohl der Vereine und der gesamten Bürgerschaft. Es wurde meist hinter den Kulissen eine unermessliche Leistung erbracht.“

Den jungen Baum sieht Ruppel als eine Metapher mit dem Stamm für den Vereinsring und mit seinen Ästen für die Butzbacher Vereine in all ihrer Vielfalt. „Wir sind froh, Euch in unserer schönen Stadt zu haben“, so Ruppel, der erklärte, dass alle politischen Parteien Butzbachs hinter dem Vereinsring stehen. Er überreichte ein graviertes Schild, das an einem Sandstein, den die Quarzwerke Gambach spendierten, seinen Platz neben dem Baum finden wird.

Zahlreiche Gesprächsrunden sorgten für den gemütlichen Ausklang und zufriedene Gesichter bei Vereinsring-Geschäftsführer Rainer Hachenburger und seinen Vorstandskollegen. Lobende Worte fand Robert Werner als Ehrenvorsitzender des Jubiläumsvereins. 

Chorleiterin Alina Bork vom Gesangverein „Eintracht“ Griedel hatte zwei Kinderchöre mitgebracht, die zunächst jeder für sich und dann gemeinsam mit überlieferten wie modernen Gesangsstücken erfreuten.

Der Kinderchor Griedel unterhielt die Gäste im Gewölbesaal mit Liedern. Text + Fotos: hwp

Leiterin Marion Adloff hatte vier erfahrene Solisten aus der Musikschule Butzbach ausgewählt. Eigentlich sollte es nur Hintergrundmusik werden, doch das perfekte Spiel an den Instrumenten und der Gesangsauftritt waren von solcher Güte, dass man die Plaudereien unterbrach. Einzeln und im vierhändigen Duett am Klavier die Geschwister Sarah (13) und Simon (14) Ludwig. Tief versunken in sein Solospiel mit der Konzertgitarre dann Yash Mera (17). Nela Barth (13) begeisterte mit ihren Songs.

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