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Auf dem Balkon selbst Strom erzeugen

GAMBACH. Diethardt Stamm von der Mittelhessischen Energiegenossenschaft und Axel Fenchel vom BUND Münzenberg informierten über Balkon-Solaranlagen. 

INFORMATION – Energiegenossenschaft und BUND führten Beitrag zur Energiewende in Gambach vor

GAMBACH (pd). Die Mittelhessische Energiegenossenschaft (Mieg) und der BUND Münzenberg führten am Wochenende im alten Gambacher Rathaus vor, wie man mit intelligenter und trotzdem einfacher Technik seinen privaten Beitrag zur Klimawende leisten und gleichzeitig Kosten einsparen kann. Zur Eröffnung der gut besuchten Veranstaltung sagte der Vorsitzende des BUND-Ortsverbandes Münzenberg Axel Fenchel: „Wir treten umfassend für Umweltbelange ein und da geht es zum Beispiel um Boden-, Insekten- und Vogelschutz genauso wie um die Rettung unseres Klimas, denn alle diese Themen sind untereinander verflochten.“ 

Und da der Klimawandel viel mit der von den Menschen eingesetzten Energie bei der Wärmeproduktion und im Verkehr, aber auch bei Stromerzeugung zu tun hat, konzentrierte man sich auf das Thema Balkon-PV (Photovoltaik). Dazu hielt Diethardt Stamm von der Mieg einen Vortrag und sagte: „Das ist bei Einfamilienhäusern genauso einsetzbar wie bei Mietwohnungen mit einem Balkon. Wenn zwei solcher Module à 300 Watt vorhanden sind, spart man rund 15 Prozent des Durchschnittstroms bei einem Vier-Personenhaushalt.“ Über 200 000 solcher Anlagen sind mittlerweile in Europa installiert und zehn Prozent davon in Deutschland. 

Aktuell sei die Nachfrage groß, weil die Strompreise ständig weiter steigen und man sich kostengünstig eigenen Strom auch noch ökologisch sauber produzieren kann. Stamm erläuterte deshalb nicht nur die Rechtslage für den Betrieb solcher Anlagen und die zugehörigen technischen Gegebenheiten, sondern auch Zusammenhänge zum Beispiel zu dem milliardenschweren geplanten Netzausbau. Diesen könne man sich zu großen Teilen ersparen, wenn alle Haushalte zwei Balkon-PV-Module einsetzen würden. Da die aktuellen Strompreiserhöhungen gerade mit den zunehmenden Netzkosten begründet werden, sei dies schon der erste wesentliche Grund diese Technik zu nutzen. Vorgerechnet wurde in dem Vortrag aber auch die kurze Amortisationszeit dieser Anlagen in einer Größenordnung von knapp sieben Jahren und dies bei einer technischen Laufzeit von mindestens drei Jahrzehnten. 

Jedes Modul hat einen eigenen Wechselrichter, um aus dem Sonnen-Gleichstrom den gewohnten Wechselstrom zu produzieren. Wichtig war auch das Vorführen des Modulrahmens, da dieser gleichzeitig ein Montagerahmen ist, um Gestelle zum Aufstellen oder zum Aufhängen an Balkongeländern zu integrieren. Genauso beeindruckend waren die Stecker zum Verschalten sogar durch Laien, da diese verschaltungssicher konstruiert sind und man somit keine Fehler beim Zusammenstecken machen kann. 

Wer Interesse an dieser Technik hat, kann sich für weitere Beratungen an die Mieg wenden info@
mittelhessische-energiegenossenschaft.de. 

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