Ausbau des Branntweinweges zwischen Cleeberg und Espa ist weiter Thema

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Ausbau des Branntweinweges zwischen Cleeberg und Espa ist weiter Thema

LANGGÖNS (ikr). Seit Jahren wird in den politischen Gremien der Gemeinde Langgöns kontrovers über die Sanierung des so genannten Branntweinwegs diskutiert, der einen Teil des Ortsverbindungswegs zwischen Cleeberg und Espa darstellt. Das Verfahren zieht sich in die Länge, der Zustand des Weges wird derweil immer schlechter. Nun berieten die Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses um ihren Vorsitzenden Dr. Michael Buss einmal mehr über das weitere Vorgehen. 

Bürgermeister Horst Röhrig gab eine Stellungnahme der zuständigen Behörde Hessen-Mobil zur Förderfähigkeit des Knotenanschlusses, der den Branntweinweg an die Straße nach Butzbach anbindet, zur Kenntnis. Demnach wäre der Knoten nur dann förderungsfähig, wenn auch der Branntweinweg nach den Förderrichtlinien der Behörde ausgebaut würde und damit auch offiziell legalisiert werden könnte. 

Aktuell gilt er als Wirtschaftsweg, der eigentlich dem landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten ist. Trotzdem nutzen täglich hunderte Autofahrer, überwiegend Berufspendler, die Strecke als Schleichweg. 

Nach sachlicher Diskussion beschloss das Gremium, den Weg so wie ursprünglich von der Koalition aus CDU/FDP und Grünen vorgeschlagen, in einer Breite von drei Metern mit Rasengittersteinen am Rand auszubauen. Bei dieser Lösung muss auf die Landesförderung des Knotenanschlusses verzichtet werden, denn dieser Ausbau entspricht nicht den entsprechenden Vorgaben. Der Status als Wirtschaftsweg wird dann auch nicht aufgehoben. 

Jürgen Knorz (CDU) und Michael Buss (Grüne) begründeten die Entscheidung der Koalition damit, dass eine Landesförderung nicht kurzfristig erfolgen würde und es außerdem unsicher sei, ob es überhaupt eine geben wird. Bürgermeister Röhrig sprach in dem Zusammenhang von einem „Lotteriespiel“, wenn man nicht mitspiele, könne man auch nicht gewinnen. Die Cleeberger Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser (SPD) forderte wie schon in den Jahren zuvor den Ausbau des Weges in der Mindestbreite für eine Landesförderung. Volker Rühl, Ortsvorsteher von Espa und Vorsitzender des Sportvereins Blau-Weiß Espa, wünschte sich „endlich und schnell eine ordentliche Zufahrt zum Sportplatzgelände“. Ihm sei es „nicht so wichtig, wie breit der Weg wird, Hauptsache es passiert bald etwas.“

Ein Planungsbüro soll nun den Ablauf des Verfahrens planen und eine Kosteneinschätzung machen, die keine Landesfördergelder beinhaltet. Der Haupt- und Finanzausschuss wird gebeten, in seiner Sitzung am 11. Juni das Projekt in die Liste aufzunehmen, in der Maßnahmen, die mit Mitteln aus der Hessenkasse gefördert werden, stehen. Der Gemeindevorstand soll mit der Stadt Butzbach Kontakt aufnehmen um abzustimmen, zeitnah den Knotenanschluss provisorisch in Stand zu setzen. Dieses Vorgehen wurde einstimmig mit fünf Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen vereinbart. Heidi Tonhäuser bezeichnete das Verfahren als „unglücklich“, sie wünscht weiterhin den förderfähigen Ausbau. Volker Rühl sagte, dass der Ortsbeirat Espa das jetzt geplante Vorgehen „prinzipiell unterstützt“. Nach der Sommerpause wird das Thema weiter beraten. Die beiden Ortsbeiräte wollen bis dahin das Thema auch besprechen.

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