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Baustolz übernimmt Verpflichtungen

BUTZBACH. Diesen Blick haben die künftigen Bewohner im Baugebiet Wacholderweg in Butzbach in Richtung Innenstadt. Dort errichtet als neuer Eigentümer das Frankfurter Unternehmen Baustolz 82 Wohneinheiten. 

Vertragsunterzeichnung der Stadt Butzbach mit neuem Eigentümer des Wohngebiets Wacholderweg

BUTZBACH (thg). Ende 2022, spätestens im Jahr 2023 sollen im Baugebiet Wacholderweg in der Kernstadt Butzbach die Wohngebäude fertig sein. Das sagte Patricia Boos, Regionalleiterin des Unternehmens Baustolz Frankfurt gestern im Butzbacher Rathaus. Anlass war die Unterzeichnung und Beurkundung des Vertrags, mit dem der neue Bauherr für den westlichen Teil des Gesamtareals in die Verpflichtungen des vorherigen Eigentümers SFS eintritt. Für die Stadt unterzeichneten Bürgermeister Michael Merle und Erster Stadtrat Manfred Schütz das Papier. 

Wie Boos erklärte, übernimmt Baustolz die gesamte Verpflichtung, die aus den Regelungen des Vertrages erwächst, auch wenn nur der genannte Flächenanteil erworben wird. Über den Verkauf des Areals, auf dem die ehemalige Nudelfabrik steht, verhandele der derzeitige Eigentümer mit einem Butzbacher Unternehmen. An diesen Gesprächen sei die Stadt nicht beteiligt und könne sich nicht dazu äußern, so der Bürgermeister. Der zuständige SFS-Vertreter war gestern nicht zu erreichen. 

Noch in diesem Monat möchte der neue Eigentümer Baustolz zeitgleich einen Bauantrag für Reihen- und einen für Mehrfamilienhäuser stellen. 47 Wohneinheiten sind in den Mehrfamilienhäusern geplant, 35 Reihenhäuser sollen entstehen. Begonnen werde mit dem Bau der Tiefgarage, die unter den vier Blöcken Mehrfamilienhäuser errichtet wird. Sie soll nur eine Zufahrt erhalten, um nicht zu viel Verkehr zu erzeugen. 

Die Verpflichtung zum Bau einer Ampelanlage am Himmrichsweg zur Griedeler Straße inklusive Bahnübergang hängt von Genehmigungen unter anderem von der Hessischen Landesbahn ab. Mit zehn Monaten Bauzeit ab der Beauftragung sei zu rechnen, das sei voraussichtlich im Oktober der Fall. Mit der Genehmigung für den Bau der Häuser rechnet Boos im Sommer. Im Herbst könne dann Baubeginn sein. Seit Dezember arbeitet ein Projektsteuerer an den Aufgaben. Die Kosten für die Verpflichtungen aus dem Vertrag, darunter eine halbe Million Euro als Beitrag zum Bau einer städtischen Kindertagesstätte, bezifferte Boos auf rund zwei Millionen Euro.

Die Vermarktung übernimmt der Baustolz-Vertrieb selbst. Sowohl die Reihenhäuser als auch die Wohnungen werden verkauft, das Unternehmen werde nicht als Vermieter auftreten. Boos wies darauf hin, dass entgegen der früheren Planung nun auch Reihenhäuser und nicht nur Mehrfamilienhäuser errichtet werden, was auch von der Stadt positiv gesehen worden sei. 

Bürgermeister Merle und Erster Stadtrat Schütz erklärten, dass Baustolz ein „hohes Maß an Verbindlichkeit“ signalisiert habe. Auch der vorherige Eigentümer habe laut Merle Wort gehalten und einen „leistungsstarken Vertragsnachfolger“ gefunden. Merle sprach nun von einer soliden Ausgangslage. Beide wiesen auf die Entwicklung der letzten Jahre in diesem Bereich hin, wo die Obdachlosenunterkunft abgerissen, die Sankt-Petrus- und Paulus-Gemeinde und ein Wohnheim errichtet worden seien und auch die Energie und Versorgung Butzbach einen Erweiterungsbau erstellt habe. 

Boos und Merle wiesen auch auf die innenstadtnahe Lage hin. Besonders Boos warb für das Projekt, das nahe am Grünen liege. Unter anderem nannte sie auch den Druck aus dem Rhein-Main-Gebiet hinsichtlich Wohnungen als Grund für die Entwicklung des Baugebiets. 

Das Unternehmen stehe für preisgünstiges Bauen und liefere seit zehn Jahren Qualität. Die Module der Haustypen können online für den eigenen Bedarf konfiguriert werden. Informationen gibt es auch im Internet unter baustolz.de. 

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