Bedenkliches Bauvorhaben / Betr.: geplantes Bauprojekt der LSB

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Bedenkliches Bauvorhaben / Betr.: geplantes Bauprojekt der LSB

Mit folgendem Leserbrief möchten wir, die Anwohner der Bismarckstraße bzw. des Schlossgartenweges auf ein zweifelhaftes und bedenkliches Bauprojekt der LSB (Landgrafenschlossgesellschaft Butzbach) in unserer Nachbarschaft aufmerksam machen:

Auf dem Gelände Lustgartenweg 1 (hinter dem Kindergarten Villa Regenbogen) will die LSB ab dem Frühjahr 2018 zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohneinheiten, Tiefgaragen und zugehörigen Stellplätzen bauen lassen. Ein genauer Bebauungsplan und eine Baugenehmigung ist uns bisher vorenthalten worden. Aber aus den groben Plänen wird ersichtlich, dass die geplanten Gebäude sich nicht in die Umgebung einfügen. Weder passen sie vom Baustil, noch in Bezug auf Höhe und Größe zu den umliegenden Häusern.

Mit ihrer beträchtlichen Höhe und zu großen Nähe würden sie uns ein erhebliches Maß an Sonnenlicht und Privatsphäre rauben. Die uns beim Kauf der Häuser zugesicherten Bedingungen wären damit unterlaufen.

Auf dem zu bebauenden Gelände sowie in einem der Anwohnergärten steht jeweils ein prächtiger Walnussbaum. Beide Bäume prägen und bereichern das Bild der Umgebung und bieten über 100 verschiedenen Lebewesen einen Lebensraum. Durch das Bauvorhaben sind die Bäume gefährdet.

Aus diesen Schilderungen wird deutlich, dass die geplanten Gebäude für dieses Gelände zu groß sind und wie ein Fremdkörper wirken würden: zwei unpassende Klötze inmitten einer harmonisch gewachsenen Umgebung, ähnlich dem Gebäude, in dem die Drogerie Müller zur Zeit untergebracht ist: eine allgemein bekannte Bausünde der 50er-Jahre. All das hätte natürlich zur Folge, dass unsere Häuser an Wert verlieren würden.   Der Bürgermeister (der im Aufsichtsrat der LSB sitzt) und die Parteien bzw. die Stadtverordneten sind aus unserer Sicht angehalten, zunächst das Wohl der schon hier lebenden Bürger im Auge zu behalten. Dies betrifft in diesem Fall die direkten Anwohner und die Kindergartenkinder sowie deren Eltern. Die zugegebenermaßen profitablen Möglichkeiten durch den Verkauf  möglichst vieler, teurer Wohnungen auf kleinstem Wohnraum sollten erst danach eine Rolle spielen.

Wir hoffen daher auf ein Einlenken der Entscheidungsträger. Es sollte sie dazu bewegen, ein Bauprojekt anzustreben, welches sich vernunftgeleitet in sein Umfeld einfügt und dadurch das Wohl der hier lebenden Menschen berücksichtigt und nicht ausschließlich den Profit im Blick hat.

Despina Aslanidou, Butzbach

im Namen aller Anwohner

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