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Foto: bang

SOZIALES – Nathalie Schröter absolvierte Freiwilligendienst beim Tischtennis-Bundesligisten Düsseldorf

BUTZBACH (ba). Im vergangenen Jahr bestand Nathalie Schröter, engagierte Tischtennisspielerin beim TSV Butzbach, ihr Abitur an der Weidigschule. Da nicht sofort mit ihrer Berufsausbildung beginnen wollte, bewarb sie sich beim Bundesfreiwilligendienst um einen Job beim Tischtennis-Bundesligisten Borussia Düsseldorf. Die Nieder-Weiselerin, die bei ihrem Stammverein eine gute Ausbildung genoss, wollte unbedingt einen Tischtennis-Großverein kennenlernen. „Für mich ist im letzten Jahr nach der Zusage von Borussia ein Traum in Erfüllung gegangen.“ „Wenn man täglich mindestens acht Stunden im Deutschen Tischtenniszentrum, manchmal sogar an sieben Tagen der Woche tätig ist, geht die Zeit rasend schnell vorbei“, so die 20-Jährige.

Vom ersten Tag an war sie in die Vorbereitungen für die Kids Open, das größte Kinder-und Jugendturnier in Deutschland, eingespannt. Ein enger Kontakt zu den Kollegen kam sofort zustande. Neben den täglichen Routineaufgaben in der Geschäftsstelle des Vereins und im vereinseigenen Hotelbetrieb, stand die Butzbacherin täglich zwei bis sechs Stunden in der Halle. Sie, die bereits einen Übungsleiterschein beim HTTV erworben hatte, trainierte die Minis aus dem Westdeutschen Tischtennisverband, die zahlreichen Sportler von Borussia Düsseldorf und auch die begeisterten Senioren der Ü50-Trainingsgruppe. Dazu kamen dreimal wöchentlich Teilnahmen an verschiedenen Kooperationen mit Düsseldorfer Schulen, Einheiten mit der Arag-Betriebssportgruppe, Termine des Integrationsprojekts „Bunt geht`s rund“ sowie Veranstaltungen mit dem Deutschen Fußballbund. 

Damit nicht genug, denn beim Deutschen Rekordmeister stand während der Saison auch an jedem zweiten Wochenende ein Bundesliga- oder Champions-League-Spiel auf dem Programm. Die Bundesfreiwilligen halfen beim Auf- und Abbau der Tische und Umrandungen mit. Während der Begegnungen musste der Live-Ticker auf den aktuellen Stand gebracht werden. Schröter war demnach ganz nah an der Bundesliga dran und hat neben dem deutschen Ausnahmeathleten Timo Boll so manchen Spitzenspieler in Augenschein genommen. 

In der Düsseldorfer Esprit-Arena fand ein Weltrekordversuch im Rundlauf statt. Bei diesem wurde gleichzeitig an 100 Tischen zehn Minuten Rundlauf gespielt. Schröter war bei der Organisation und am Tisch dabei. Außerdem unterstützte sie das Düsseldorfer Schulprojekt „Pausenkönig“ und arbeitete zuletzt noch bei ihrem zweiten Kids-Open-Turnier mit.  Schröter fuhr mit dem Fanbus als Betreuerin der Düsseldorfer Anhänger zu Auswärtsspielen der höchsten deutschen Spielklasse wie nach Saarbrücken oder Grenzau sowie zu den Final Fours in der Meisterschaft und im Pokalwettbewerb nach Frankfurt und Ulm mit. Mit dem Gewinn des Champions-League-Finales war das Triple für die Düsseldorfer perfekt. Die überglückliche Butzbacherin wurde zur Meisterschaftsfeier bei Boll zu Hause eingeladen. In ausgezeichneter Erinnerung behält die 20-Jährige ihren Trip im Mai 2018 zur Team-Weltmeisterschaft. Mit acht ihrer Kolleginnen reiste sie übers Wochenende nach Schweden, um einige Spiele anzuschauen und das deutsche Männer-Team bis hin zum Finale mit China anzufeuern. 

Schröter besuchte außerdem Seminare des Deutschen Tischtennisbundes und wurde dort von ihren 50 tischtennisbegeisterten Kollegen zur Sprecherin gewählt. Sie war nicht nur in Problemlösungen eingebunden, sondern half bei der Organisation des Abschlussseminars in Fulda mit. 

Ferner durfte sie ein Auge auf den Hochleistungssport Tischtennis werfen und war von der harten Konditionsarbeit, vom Krafttraining und den zahlreichen technischen Übungen mit Ball und Schläger beeindruckt. Sie begleitete Lehrgänge der Paralympic-Spieler und schnupperte in die Nachwuchssichtung des DTTB hinein. 

„Die tolle Zeit bei Borussia hat meine Leidenschaft für den Tischtennissport noch verstärkt. Ich bin froh, in Düsseldorf so tolle Kontakte geknüpft zu haben. Mein Boss hat sich mit Tränen in den Augen von mir verabschiedet und mir versichert, dass ich bei Borussia Düsseldorf immer ein Zuhause  haben werde.“ 

Der Tischtennissport wird  sie auch in den nächsten Monaten begleiten, denn sie bekommt die Möglichkeit, für acht Wochen nach Indien zu gehen und in Kooperation mit Borussia Düsseldorf in der viertgrößten Stadt des Landes, in Chennai, gemeinsam mit Borussias indischem Bundesligaspieler Sharath Kamal Achanta, ein Tischtennis-Projekt für 80 Kinder durchzuführen. Irgendwann will sie auch wieder beim TSV Butzbach dabeisein. Nathalie hat noch einen Rat für alle, die jetzt in der 13. Klasse sitzen, parat. „Macht ein Bundesfreiwilligenjahr oder ein FSJ, ob in einem Tischtennisverein, bei der Landessportjugend oder in einem sozialen Verband. Man bekommt nicht nur tolle Einblicke in berufliche Perspektiven, sondern lernt viele interessante Menschen kennen“! 

 

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