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Wetteraukreis – Ergebnisse der Landratswahl
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Beide sehen Stichwahl als ihre Chance

LANDRATSWAHL – Weckler (CDU) zehn Prozentpunkte vor Becker-Bösch (SPD) / 7,5 Prozent für Libertus (FDP)

WETTERAUKREIS (jwn). Hoch zufriedene Gesichter bei der CDU, Enttäuschung, wenn auch nicht laut vorgetragen, bei der SPD. Bei der gestrigen Landratswahl erreichte der CDU-Kandidat Jan Weckler 44,3 Prozent der Stimmen, seine Konkurrentin von der SPD, Stephanie Becker-Bösch, 33,3 Prozent. Die beiden übrigen Kandidaten, Thomas Zebunke von den Grünen auf 14,8 und Daniel Libertus (FDP) auf 7,5 Prozent.

„Mit dem Ergebnis haben wir  unser Ziel erreicht. Mehr als 8000 Stimmen Vorsprung ist eine gute Basis für die Stichwahl in zwei Wochen“, freute sich Weckler, zurzeit noch Erster Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises.

Auch seine Parteivorsitzende Lucia Puttrich ist mit dem Ergebnis hoch zufrieden: „Wir haben selbst im Ostkreis in den größeren Gemeinden die Wahl gewonnen. Und der Abstand zur SPD-Kandidatin übertrifft im großen Maße unsere Erwartungen.“

Und tatsächlich hat der CDU-Kandidat im östlichen Nieder-Seemen mit 71,2 Prozent sein bestes Wahlergebnis eingefahren. Die SPD-Kandidatin Becker-Bösch erzielte in Florstadt mit 58,8 Prozent ihr bestes Ergebnis; der Grünen-Kandidat Thomas Zebunke in Friedberg-Fauerbach (34,2 Prozent) und Daniel Libertus von der FDP erreichte sein bestes Ergebnis in Büdingen-Calbach: 17,1 Prozent.

Auch wenn der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten Weckler und Becker-Bösch mit über 8000 Stimmen sehr deutlich ausfiel, so setzt die SPD-Kandidatin auf die Stichwahl in zwei Wochen. „Ich habe mit dem Ausbau der Infrastruktur im Ostkreis und mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums einfach die besseren Themen, und deshalb werde ich das Ergebnis in 14 Tagen drehen“, so Becker-Bösch. Denn gerade der Ausbau des Ostkreis, in dem 93 000 der 304 000 Einwohner des Wetteraukreises leben, ist für diesen Personenkreis von großem Interesse. Davon ist auch ihre Unterbezirksvorsitzende Lisa Gnadl überzeugt. „Wir haben von Anfang an mit der Stichwahl gerechnet, und unsere Chancen stehen dabei wirklich nicht schlecht“.

Auch die beiden übrigen Kandidaten sind mit dem Ausgang der Wahl zufrieden. So hat Libertus als vermeintlicher Außenseiter immerhin 7,5 Prozent erzielt, und auch Zebunke freut sich über das Ergebnis: „Wenn der Wahlkampf noch zwei, drei Wochen länger gedauert hätte, dann hätte ich sicherlich ein noch besseres Ergebnis erzielt. So war einfach die Zeit zu kurz, um meine Themen alle überzubringen“. Bedenklich in den Augen aller Beteiligten ist erneut die Wahlbeteiligung. Zwar liegt sie dieses Mal mit 31,7 Prozent über dem Ergebnis der vergangenen Landratswahl von 2014, damals waren es 28,8 Prozent, doch dieses Mal waren am Sonntag zeitgleich fünf Bürgermeisterwahlen, die bekanntlich größeres Interesse als Landratswahlen wecken. Sowohl Becker-Bösch als auch Weckler rechnen deshalb am 18. März, dem Tag der Stichwahl, mit einer deutlich geringeren Wahlbeteiligung.

BUTZBACH. Die Grafik zeigt das Ergebnis der gestrigen Landratswahl in Butzbach.

WETTERAUKREIS. Jan Weckler hat vorgelegt. Er geht mit der Stimmenmehrheit in die zweite Runde. Seine Frau Christine (l.) und CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich stehen ihm zur Seite.

BUTZBACH. Die Landratskandidatin und Butzbacherin Stephanie Becker-Bösch (SPD) gab mit ihrem Ehemann Andreas in der Berufsschule ihre Stimme ab.

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