„Beitrag zum Klimaschutz vor Ort“

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„Beitrag zum Klimaschutz vor Ort“

Foto: thg

INNBETRIEBNAHME – Ovag installiert Elektro-Ladesäule am Parkhaus Landgrafenschloss in Butzbach

BUTZBACH (pd/thg). „Jetzt können Elektro-Fahrzeuge endlich auch bei uns in Butzbach öffentlich geladen werden“, sagte Bürgermeister Michael Merle bei der Eröffnung der neuen Ladesäule vor dem Parkhaus Landgrafenschloss in der Griedeler Straße. „Das ist nicht nur ein guter Service für die Besitzer von Elektrofahrzeugen, sondern wirkt sich überdies positiv auf die CO2-Emissionen aus.“ Gemeinsam mit Thorsten Hankel, vom Vertrieb der Ovag, gab Merle den Elektro-Ladeplatz frei. 

„Wir arbeiten daran, dass Elektrofahrzeuge für unsere Region attraktiver werden und schaffen dafür mit unseren Ladesäulen einen Grundstock“, verdeutlichte der Ovag-Vertreter. Nach einer mehrjährigen Testphase mit ausgewählten Elektroladesäulen errichte die Ovag bis zum Jahresende in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden in der Region rund 60 neue Ladesäulen in der Wetterau, dem Vogelsberg und im Gießener Land. Ziel sei es, ein flächendeckendes Ladenetz in der Region Oberhessen zu schaffen. Die Ovag-Ladesäulen werden ausschließlich mit Ökostrom versorgt.

Die Kosten für die Investition, den Betrieb und die Wartung der Säulen trägt die Ovag. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Förderprogramms Elektromobilität in Hessen, „Strom bewegt“. 20 000 Euro ohne Folgearbeiten koste das Aufstellen einer Säule. Die Förderung variiert je nach Standort und beträgt bis zu 40 Prozent. Die Stellfläche für die Ladesäule und zwei spezielle Parkplätze steuern Stadt, Energie und Versorgung Butzbach (EVB) und Parkhausbetriebe bei. 

Sowohl für die Stadt als auch für die EVB ist Elektromobilität ein Thema. Wie EVB-Geschäftsführer Michael Weiß sagte, verfolgt sein Unternehmen die Idee, einen Kleinbus für Fahrten an Einsatzstellen zu beschaffen. Die Stadt prüft laut Merle, inwieweit im Zusammenhang mit dem für den Marktplatz vorgesehenen Carsharing der Einstieg möglich ist, beispielsweise für Fahrten des städtischen Boten. Dort könnte eine Ladesäule aufgestellt werden. Weitere Standorte für die Stromanschlüsse im Stadtgebiet würden im Rahmen des Klimaschutzkonzepts geprüft. „Wir in Butzbach verstehen dies auch als einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Klimaschutz hier vor Ort.“ Der Standort am Parkhaus in der Griedeler Straße hat den Vorteil, dass die Säule von der unmittelbar daneben liegenden Trafostation aus versorgt wird. 

Zur Abrechnung des getankten Stroms wird die Ovag-Ladesäule in das europaweit größte Ladenetzwerk „Plug Surfing“ integriert. Bereits mehr als 60 000 Ladestationen gehören diesem Netzwerk an. „E-Mobilisten können per App oder mit einer registrierten Ladekarte ihr Fahrzeug aufladen“, erklärte Hankel. „Aufladen kann man aber auch ohne vorherige Registrierung bei Plug Surfing.“ Wie das funktioniert, ist auf der Ladesäule beschrieben. Vorteil des Serviceangebots sei das Laden ohne monatliche Grundgebühr, denn es werde pro Ladevorgang nur der jeweilige Verbrauch bezahlt. Zudem ermögliche eine App, online nach Stationen zu suchen und in Echtzeit nachzusehen, ob die gewünschte Ladestation frei oder belegt ist.

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