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Benefizkonzert im Solmser Schloss

BUTZBACH. Gruppenbild mit Künstlern und PalliativPro-Vorstand (v. l.): Dr. Hans-Joachim Schaefer, Barbara Fandré, Ingi Fett, Lucia Hermann und Reingard Forkert.Fotos: ikr

Ingi Fett sang für Förderverein PalliativPro, der sich für schwerkranke Menschen engagiert

BUTZBACH (ikr). 20 weltbekannte Popsongs von 20 weltberühmten Künstlerinnen, dargeboten von einer liebenswürdigen Sängerin, die mit ihrer bezaubernden Stimme und viel Einfühlungsvermögen diese Lieder präsentierte – und dies alles ohne Gage und für einen guten Zweck: Beim Benefizkonzert des Gießener Fördervereins PalliativPro am Samstagabend im „Solmser Schloss“ in Butzbach begeisterte Ingi Fett, bekannt auch als weiblicher Part der „Drei Stimmen“, mit „Popdiven und ihren Hits“. Das Publikum im ausverkauften Saal genoss einen „kuscheligen, poppigen Abend im wunderschönen Ambiente in der Weltmetropole Butzbach“, wie es Ingi Fett charmant formulierte. Sie spendete den Erlös dieses Abends – und dazu gehörte auch der erhobene Eintritt – an den Förderverein PalliativPro. Umrahmt wurde das Konzert von den großformatigen und eindrucksvollen Gemälden der erst 17-jährigen Lucia Hermann aus Lang-Göns.

„Liebe Ingi, Du nutzt die Gabe deiner schönen Stimme dafür, Menschen, denen es nicht mehr so gut geht, zu helfen. Dafür möchten wir dir unsere große Dankbarkeit und unsere Anerkennung aussprechen, denn dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich“, sagte PalliativPro- Vorstandsmitglied Barbara Fandré in ihrer Begrüßungsansprache. 

Im Namen des Vorstandes hieß sie die Besucher herzlich willkommen und stellte die Arbeit des Fördervereins vor, der 2006 am Universitätsklinikum in Gießen gegründet worden war. Vorstandsvorsitzender ist seit der Gründung Prof. Dr. Ulf Silbelius, der an diesem Abend krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste. „Wichtigstes Ziel des Fördervereins ist es, den schwer und unheilbar kranken Patienten eine hohe Lebenszufriedenheit, Lebensqualität und Selbstständigkeit zu erhalten, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist“, unterstrich Fandré. 

PalliativPro finanziere sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge und unterstütze die heimischen stationären und ambulanten PalliativCareTeams für Erwachsene und für Kinder u.a. mit palliativmedizinischen Fortbildungsmaßnahmen und mit aktuell zwölf Fahrzeugen, damit die Teams schnell und unbürokratisch zu ihren Patienten kommen und diese versorgen können. „Die ambulanten Teams machen eine Superarbeit“, betonte Fandré, die an diesem Abend auch ihre Vorstandskollegen, den Vizevorsitzenden Dr. Hans-Joachim Schaefer und Schatzmeisterin Reingard Forkert, begrüßte. 

Auf den Palliativstationen in Gießen und Bad Nauheim finanziert PalliativPro Honorarkräfte wie Psychoonkologen, Ergo- und Musiktherapeuten und Seelsorger. „Das alles kostet viel Geld, weshalb wir für die Aufrechterhaltung unserer Arbeit auf Spenden angewiesen sind, die es uns ermöglichen, unheilbar erkrankten Menschen eine Versorgung zu ermöglichen, die weit über die Leistungen der Kassen hinausgeht“, erklärte Barbara Fandré.

Sie dankte allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren für ihr außerordentliches Engagement, ohne das dieses Benefizkonzert nicht möglich gewesen wäre. Ihr besonderer Dank ging an die Eigentümer des Solmser Schlosses, die die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatten. Neben den Künstlern dankte sie Ulrike Spelkus, Eva-Maria Labenda, Sabine Boller, Stephan Wiesner und Dr. Klaus Zeh.

Mit dem Barbra Streisand-Song „The way we were“ hatte Ingi Fett den Konzertabend eröffnet. „Dieses Lied zeigt mit seinen Erinnerungen an die Vergangenheit die Vergänglichkeit des Menschen auf, ich fand dies sehr passend“, verriet die Sängerin. Die sympathische Künstlerin präsentierte mit ihrer ausdrucksstarken, gefühlvollen Stimme eine unterhaltsame, kurzweilige und abwechslungsreiche Zeitreise von 1957 bis heute und sicherlich kannte jeder im Publikum die Songs, denn immer wieder wurde lebhaft mitgeklatscht und mitgesungen. Es kamen viele ruhig- romantische und melodiöse Pop-Evergreens wie „Time after some Times“ von Cindy Lauper,  „When we were young“ von Adele, „Smooth Operator“ von Sade, „Nothing compares to you“ von Sinead o‘ Connor, „One Moment in Time“ von Whitney Houston oder „Que Sera“ von Doris Day, aber auch sehr kraftvolle Hits wie „Like a prayer“ von Madonna und echte Discoknaller, darunter „Simply the best“ von Tina Turner und „I will Survive“ von Gloria Gaynor zu Gehör. Dem Publikum gefiel dies sehr gut und es spendete am Ende lang anhaltenden Beifall. Als Zugabe begeisterte Ingi Fett mit „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef und einem umjubelten Helene-Fischer-Medley.

BUTZBACH. Blumen überreichte Dr. Hans-Joachim Schaefer nach dem Benefizkonzert im Solmser Schloss an Ingi Fett.

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