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Berstädter Pfarrerin neu gewählt

BAD VILBEL. Pfarrerin Kerstin Tenholte ist die neue stellvertretende Dekanin im evangelischen Dekanat Wetterau. Sie bildet gemeinsam mit Dekan Volkhard Guth (l.) und seinem Stellvertreter Uwe Wagner-Schwalbe für die nächsten zwei Jahre das Dekane-Team.

SYNODE – Kerstin Tenholte bildet Team mit Wetterauer evangelischem Dekan Guth und Wagner-Schwalbe

Bad Vilbel (pd). Pfarrerin Kerstin Tenholte ist die neue stellvertretende Dekanin im evangelischen Dekanat Wetterau. Sie wurde mit 65 von 79 Stimmen gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, da Pfarrer André Witte-Karp im Oktober ins Dekaneamt nach Gießen wechselt. Die Berstädter Pfarrerin wird gemeinsam mit Dekan Volkhard Guth und seinem Stellvertreter Uwe Wagner-Schwalbe für die nächsten zwei Jahre das Dekane-Team bilden.

Tenholte ist 1974 in Hannover geboren. Seit 2014 ist sie Gemeindepfarrerin in Wölfersheim-Berstadt und lebt dort mit ihren zwei Kindern im Pfarrhaus.  Sie betonte, wie wichtig ihr „ein Geist des Vertrauens und eine gemeinsame Freude am Evangelium“ sind. Neben dem Mut zu Strukturveränderungen dürfe die Kirche auch eine gute Beziehungsarbeit nicht aus den Augen verlieren. Die Pfarrerin ist Oblatin der Communität Casteller Ring, d.h. sie orientiert sich an benediktinischen Regeln – ohne jedoch im Kloster zu leben.

Bad Vilbels Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr wies auf die Vorbereitungen auf den Hessentag in kommenden Jahr hin. „Ich freue mich, dass sie als Kirche mit dabei sind“, sagte Stöhr. Pfarrerin Mareike Frahn-Langenau von der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau referierte über die Planungen für den Hessentag in der Quellenstadt Bad Vilbel, den sie als große missionarische Chance bezeichnete. Die Christuskirche werde vom 5. bis zum 14. Juni 2020 zur Quellenkirche. In den nächsten Monaten laufen die Vorbereitungen in der Hessentagsprojektgruppe der Landeskirche.

In seinem Bericht an die Synode sprach Dekan Guth von einer Überbeanspruchung der Kirchenvorstände angesichts gesamtkirchlicher Verwaltungsanforderungen. Die Einführung der Doppik, die kommende Umsatzsteuerpflicht und die Überführung von Honorarverträgen in reguläre Angestelltenverhältnisse seien Themen, die den Gemeinden Kraft und Motivation raubten, kritisierte Guth. Ein weiterer Kritikpunkt war die Anwendung von kirchlichem Baurecht. Angesichts der Entwicklung von Regionalisierung sei es kritisch, dass in Gemeinden, die ihre Gemeindehäuser renovieren wollten, Flächenreduzierungen verordnet werden, obwohl es für die Region keinen gemeinsamen Entwicklungsplan gebe. 

Die alleinige Orientierung an den Mitgliederzahlen einer Gemeinde führe am Ende dazu, dass Kirchengemeinden keine Gemeinderäume für größere Veranstaltungen zur Verfügung stehen würden, kritisierte auch Pfarrer Eckhard Dautenheimer, der einen Antrag von vier Karbener Kirchengemeinden auf der Synode vorstellte: „Im dörflichen Bereich ist der Gemeinderaum oft der einzige größere Raum im Ort“, argumentierte er.

Am Morgen hatte die Synode mit einem Gottesdienst im Gemeindehaus Arche in Dortelweil begonnen. Dabei predigte der stellvertretende Dekan André Witte-Karp über die Grenzen des Machbaren: „Wir meinen, wir müssten alles aus dieser Zeit herausholen, weil uns die Ewigkeit abhandengekommen ist.“

Präses Tobias Utter ehrte die langjährigen Lektoren und Prädikanten Klaus Mosel aus Büdesheim, Irmgard Dürr aus Bad Nauheim, Hans-Peter Schäfer aus Wöllstadt und Rainer Züsch aus Klein-Karben für ihren ehrenamtlichen Verkündigungsdienst. Die Notfallseelsorgerin Christine Zahradnik und der Assistent des Dekanatssynodalvorstands, Tom Kehl, wurden in ihr Amt eingeführt.

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