Berufsorientierung und Spenden: Friedenstaube als Ausstechform

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Berufsorientierung und Spenden: Friedenstaube als Ausstechform

BUTZBACH. Das Foto zeigt (v.l.) Theo Laue und Philipp Bludau beim Projekt „Berufsorientierung“.  Fotos: Aaron Löwenbein 

Schüler planen und produzieren Metallteil in Kooperationsprojekt von Quartierszentrum und Schrenzerschule

BUTZBACH (pm). Die Friedenstaube als Botschafterin zu nutzen, ist die Absicht der Jugendlichen im Kooperationsprojekt „Berufsorientierung“ zwischen dem Quartierszentrum Degerfeld und der Schrenzerschule Butzbach.

Etwas in der jetzigen Situation bezogen auf den Krieg in der Ukraine tun, um sich nicht weiter so ohnmächtig zu fühlen, steht im Mittelpunkt bei der Gruppe auf der Suche nach Ideen. Der Gedanke wurde favorisiert und der Bezug war schnell hergestellt: Gebäck produzieren in Form einer Friedenstaube, um es gegen eine Spende abzugeben.  

Das Projekt war nun geboren und die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Problemstellung, eine Ausstechform zu entwickeln. Die Arbeitsplanung legte fest, eine Fotokopie der Taube auf ein Brett zu kleben, um dann mit Nägeln die Konturen so zu markieren, dass ein einen Millimeter dickes Eisenband darübergelegt werden konnte. Für diesen Zweck ist es notwendig, die Nagelköpfe abzuschleifen. Darüber wird das Band gebogen, was ein wenig Geduld, Geschick und etwas Kraft erfordert.

Zur Produktion der ersten Ausstechform brauchten die Jugendlichen 90 Minuten. Das weist darauf hin, dass sie vor allem dann sehr motiviert sind, wenn sie wissen, warum sie etwas tun sollen. Im schulischen Lernen ist das nicht immer so. Die Methode der Handlungsorientierung hat sich auch in diesem Projekt bewährt und die Arbeit funktionierte insbesondere deshalb, weil die Jugendlichen ihre Arbeit gut organisiert und sich – auch aufgrund unterschiedlicher Vorkenntnisse – gegenseitig unterstützt haben. 

BUTZBACH. Das Foto zeigt Armin Berovic mit der Friedenstauben-Ausstechform.
Fotos: Aaron Löwenbein

Während der Produktionsphase gab es ausreichend Zeit, über den Krieg und seine Auswirkungen in der Ukraine zu reden und es ist deutlich geworden, dass jeder seine Solidarität gegenüber den Ukrainern, jedoch auch gegenüber den Kriegsflüchtlingen zeigen sollte. Beim nächsten Treffen werden mithilfe der produzierten Ausstechformen Teigrohlinge entstehen, die ausgebacken werden. Die Oberfläche soll mit den Farben der Ukraine gelb/blau bestrichen und mit dem Slogan „Butzbach für Frieden“ versehen werden.

Für die endgültige Fertigstellung der Taube musste sie im Schnabelbereich zusammengeschweißt werden. Das hat dankenswerterweise die Firma Can übernommen.

Die Gruppe hat vor, mehrere solcher Ausstechformen herzustellen und sie dann gegen eine Spende von zehn Euro abzugeben. Die Spende wird dann an eine Flüchtlingshilfeorganisation weitergeleitet.

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