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Besinnliches zur Vorweihnachtszeit

KONZERT Liederkranz Nieder-Weisel und Gäste in Komturkirche /Besondere Akustik des Gotteshauses

NIEDER-WEISEL (pm). 80 Sängerinnen und Sänger standen kürzlich auf der neuen Bühne in der Komturkirche und boten den knapp 230 Konzertbesuchern ein besinnliches Programm zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit. Die ersten Töne, die erklangen, kamen vom Liederkranz-Frauenchor „Da capo“ unter Leitung seines Chorleiters Jochen Stankewitz. Mit schwungvollen und rhythmischen Kompositionen wurden die alten lateinischen Messtexte zu Ehren Gottes neu interpretiert. So erschallten vor allem „Alleluja“ und „Gloria“ mitreißend und überzeugend. Magdalena Schulz begrüßte neben dem Frauenchor auch den Gemischten Chor des Gastgebers mit Chorleiter Kristian Frank und den Männerchor Eintracht Hüttenberg, der ebenfalls von Stankewitz geleitet wird. Dieser Klangkörper füllte mit seinen Stimmen jeden Winkel des Kirchenraums. „Machet die Tore weit“, so riefen sie in Erwartung auf den Messias, den Zuhörern zu. Der Gemischte Chor Liederkranz schloss sich der weihnachtlichen Vorfreude an und sang zunächst froh gelaunt „Preiset froh den König“. Im anspruchsvollen „Veni, veni Emmanuel“ im Satz von Zoltán Kodály erklang mehrfach das lateinische „Gaude“, also die Aufforderung „Freut euch“, die vom Chor in der Uraufführung des Stückes gut vermittelt wurde.

Vor dem zweiten Teil des Konzerts erklangen sanftere Töne, da nicht ein Chor, sondern Jochen Stankewitz als Solist die Bühne betrat. Begleitet von Pianist Hartmut Reyl, der auch die Chöre am Klavier unterstützte, sang der Tenor die Arie „Mein gläubiges Herze“ aus der Bach-Kantate „Also hat Gott die Welt geliebt“.

Den zweiten Teil eröffnete der Hüttenberger Männerchor, der englischsprachige Weihnachtsstücke und Gospel erklingen ließ. Vor allem das Stück „Whisper! Whisper“ von Jay Althouse, das von Jesu Geburt erzählt und die Menschen animiert, es allen zu erzählen, riss die Zuhörer mit und sorgte für Begeisterung. Auch in diesem Stück wusste Stankewitz als Solist zu überzeugen. Die Frauen vom „Da capo“ folgten dann wiederum auf die Männer und trugen klassische Weihnachtsstücke in Variationen vor. Begleitet von Reyl an der Querflöte interpretierte der Chor zunächst ein norwegisches Weihnachtslied, das in leisen und sanften Tönen vom Baby in Bethlehems Stall erzählt. Mit „Leise rieselt der Schnee“ und „Es wird scho glei dumpa“ folgten ein deutsches und ein österreichisches Weihnachtslied, die eher klassisch gesetzt sind und den Zuhörern gefielen. Abschließend erklang in einer modernen Jazz-Fassung das Stück „Fröhlich soll mein Herze springen“, welches das Programm abrundete und deutlich machte, welch breites Repertoire der Frauenchor singen kann.

Nachdem sich Schulz bei den Beteiligten bedankt hatte, nahmen alle Mitwirkenden gemeinsam Aufstellung und ließen zunächst in kleinen Besetzungen und dann alle zusammen das Lied „Josef, lieber Josef mein“ in einem Satz von Uwe Henkhaus erklingen. Dieser herausragende Klang, der am Ende noch mal zeigte, wie die Akustik der Kirche den Gesang bis weit hinaus tragen kann, setzte den Schlusspunkt hinter ein besinnliches und schönes Konzert und entließ die Zuhörer auf den Vorplatz der Kirche, wo noch viele Besucher bei kleinen Lagerfeuern und heißem Glühwein verweilten.

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