Bilanz Stadtteilbeirat: Gute Jahre für die Entwicklung des Degerfelds

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Bilanz Stadtteilbeirat: Gute Jahre für die Entwicklung des Degerfelds

Blick auf die zu Ende gehende Legislaturperiode / Weitere Projekte werden von neuem Beirat begleitet

BUTZBACH (pm). „Wir kommen voran, auch unter schwierigen Bedingungen. Es hat viele kleine Fortschritte und viele gute Ideen gegeben“, so bilanzierte der Vorsitzende des Stadtteilbeirats Degerfeld, Michael Schröter, in einem Rückblick nicht nur die Aktivitäten des Jahres 2020, sondern die der gesamten Legislaturperiode seit 2016.
Dies sei, so Schröter, deshalb besonders bemerkenswert, da das Degerfeld durch die fortschreitenden Bau- und Entwicklungsmaßnahmen bis hin zum Baugebiet 3 / Nord weiterhin der mit am stärksten wachsende Stadtteil der Kernstadt Butzbach ist. „Diese Tatsache verpflichtete uns, mit allen im Degerfeld lebenden Bürgern an der Weiterentwicklung zu arbeiten“, so die stellvertretende Vorsitzende Bärbel Nohl-Zitzer.
Im Degerfeld wie in der Kernstadt müssten bestehende Infrastrukturen unter Berücksichtigung der neuen Herausforderungen, neu aufgestellt und an die Bedürfnisse der Menschen angepasst und entwickelt werden. Dazu gehörten weiterhin die Wohnumfeldgestaltung, die Schaffung einer „Sozialen Mitte“ mit dem Ausbau des zweiten Stocks im „Treffpunkt Degerfeld“ und die Verbesserung der Nahversorgung.
Zumindest für den Bau des „Alleenwegs“ konnte man mit der Veranstaltung mit einem „Open-Air-Café“ im September einen wichtigen Impuls setzen. Hier war die Bevölkerung eingeladen, sich mit Ideen zur Gestaltung und Bepflanzung einzubringen. Stadtteilbeiratsmitglied Uwe Jung gab mit seinen  Hochbeeten, die die Nachbarschaft zum Bepflanzen und Gestalten einladen, einen gelungenen Ansatz für „Urban Gardening“. Hier haben sich auch bereits die ersten Interessenten gemeldet. Dank sei auch an Markus Lambrecht zu richten, der den Ausbauprozess gesteuert und für eine vielfältige Begleitbepflanzung gesorgt hat. Ein Dank gehe auch an die Quartiersmanagerin Senel Ayana, die nicht nur das „Open-Air-Café“ vorbereitet, sondern auch ansonsten bei allen organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen im Degerfeld über alle Jahre hinweg eine große Stütze gewesen sei und an Reinhard Burk, der als Schriftführer des Stadtteilbeirats für die innere und äußere Kommunikation verlässlich Sorge trage, so Schröter.
Auch Karl-Heinz Loos sei nicht vergessen, der darauf achtet, dass nicht nur die Neuanpflanzungen nicht beschädigt werden, sondern auch der Spielplatz und viele öffentliche Flächen immer picobello in Ordnung seien.
„Schön ist, dass der Weg inzwischen von der Bevölkerung gut angenommen wird, worüber sich auch Bürgermeister Michael Merle mehr als erfreut zeigte.“ So sei das, was als tragende Maßnahme zum Zusammenwachsen des alten und neuen Degerfeldes von dem Projektmanager für die „Soziale Stadt“, Aaron Löwenbein, inspiriert worden ist, zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Vorläufig deshalb, weil es von dieser „Hauptschlagader Alleenweg“ viele Verbindungsmöglichkeiten für eine sich beteiligende Bevölkerung gibt, bei der mit Unterstützung der Butzbacher Wohnungsgesellschaft und des Geschäftsführers Alexander Kartmann ein Begegnungsmodell im Sinne des „Urban Gardening“ entwickelt werden kann.
Dies wird sicherlich auch der Begleitung durch einen künftigen Stadtteilbeirat ab 2021 bedürfen, der nach dem Willen des Stadtparlaments weitergeführt werden soll.„Allerdings konnten wir“, so Schröter, „nicht mehr als diese „Fortsetzung“ erreichen, was von der breiten Mehrheit des Stadtteilbeirats bedauert und als Kardinalfehler angesehen wird.“
„Ein Ortsbeirat Degerfeld hätte nämlich“, so Schröter, „mit einer Wahl durch die Bewohner dazu beigetragen, dass ein gerade einmal 70 Jahre alter Stadtteil seine eigene Identität entwickeln kann – nicht als sich abgrenzend, sondern als dynamischer und in seiner legitimen Besonderheit sich verstehender Teil einer Stadtgesellschaft mit ihren vielfältigen Facetten und Bedürfnissen. Dies schien uns in großer Mehrheit dringend erforderlich angesichts der Tatsache, wie viele Neubürger aus 56 Nationen und unterschiedlichster Provenienz in das Degerfeld gezogen sind und hier eine neue Heimat suchen oder auch schon gefunden haben.“
„Weitere wichtige Projekte“, so Beiratsmitglied Adam Gutgesell, „stehen für die kommenden Jahre noch an, wie etwa der Ausbau des Paul-Ehrlich-Weges und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen“. Oliver Rieger weist auf die Ausbauplanung für den „Vicus Romanus“ hin, die, so Schröter, bereits im Dezember in Auftrag gegeben wurde, und Beirätin Kerstin Thiele erinnert an die Fertigstellung der dringend benötigten ehemaligen Mensa der amerikanischen Schule als Spiel-, Sport – und Versammlungsfläche für die Kita „Pusteblume“ und die Bevölkerung. „Der Ausbau des Panoramawegs entlang des Waldrandes von der Kleeberger Straße bis zum Emmersberg in Richtung Pohl-Göns schafft eine nicht zu unterschätzende Erholungslandschaft für die gesamte Butzbacher Bevölkerung“, so Beirat Rüdiger Angelstein.
„Wir sagen allen Menschen im Degerfeld und darüber hinaus Dank, dass sie diesen Prozess der Stadtteilarbeit über die Jahre hin aktiv begleitet, mit gesteuert und uns Mut gemacht haben, in diesem Engagement nicht nachzulassen“, so Schröter.

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