Bildungsmaßnahmen besonders wichtig

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Bildungsmaßnahmen besonders wichtig

ROCKENBERG. Das Foto zeigt Jörg-Uwe Hahn und Marion Schardt-Sauer vor der JVA Rockenberg. Foto: geiß

Leiterin der Justizvollzugsanstalt Rockenberg informiert FDP-Politiker über Alltag unter Pandemiebedingungen

ROCKENBERG (pm). Die justizpolitische Sprecherin der FDP im Landtag, Marion Schardt-Sauer, hat zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Jörg-Uwe Hahn die Justizvollzugsanstalt Rockenberg besucht, um sich bei der Anstaltsleiterin Stephanie Schmid über aktuelle Entwicklungen rund um die JVA, insbesondere in Corona-Zeiten, zu informieren.

Nach den Worten der JVA-Leiterin Schmid, seit Oktober 2019 im Amt, bietet die JVA Rockenberg derzeit aufgrund von Umbaumaßnahmen nur Platz für 150 Inhaftierte, 115 Haftplätze sind derzeit belegt. Die JVA ist zuständig für den Vollzug der Jugendstrafe und der Untersuchungshaft bei männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden und beschäftigt derzeit 170 Mitarbeiter.

„Der Justizvollzug hat sich in Zeiten der Pandemie deutlich verändert. Um das Risiko eines Ausbruches von Covid-19 in unserer Anstalt zu minimieren, wurde ein strenges Hygienekonzept gestaltet und umgesetzt“, so Schmid. Neue Häftlinge müssten beispielsweise in der Jugend-JVA in Wiesbaden zunächst in Quarantäne verweilen, bis die Verlegung nach Rockenberg erfolge. Zudem sei die Berufsausbildung derzeit nur eingeschränkt möglich, während des Lockdowns sei die Ausbildung der Häftlinge sogar eingestellt worden, um das Risiko einer Ansteckung innerhalb des Gefängnisses zu vermeiden. Die Einführung eines Schichtsystems bei den Ausbildungsmaßnamen sorge nun dafür, dass ein entsprechender Mindestabstand zwischen den Lehrkräften, Ausbildern und Häftlingen gewahrt bleibe. 

„Es ist wichtig, dass unsere Bildungsmaßnahmen weitergeführt werden, dies ist für eine gelungene spätere Resozialisierung ein wichtiger Baustein“, verdeutlichte die Anstaltsleiterin die Wichtigkeit. Derzeit biete man beispielsweise neben dem Hauptschulabschluss unter anderem Berufsausbildungen als Koch, Kfz-Mechatroniker oder Bäcker an. Außerdem sei die sportliche Betätigung der Inhaftierten gerade jetzt von ganz besonderer Bedeutung. 

Schmid berichtete, dass in Zeiten des Lockdowns der Besuch von Angehörigen der Häftlinge nicht mehr zugelassen. Derzeit habe man die Besuchsregeln wieder gelockert, zudem habe man die Möglichkeit einer Videokonferenz eingerichtet. Häftlinge können hier unter strenger Aufsicht in ausgewählten Zeiten per Videochat mit ihren Angehörigen kommunizieren.

Aufgrund der besonderen Corona-Situation wurde von der Anstaltsleitung und den FDP-Politikern darauf verzichtet, das Gelände und die Einrichtungen gemeinsam zu besichtigen.

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