Bisheriges Feuerwehr-Gerätehaus soll von den Vereinen genutzt werden

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Bisheriges Feuerwehr-Gerätehaus soll von den Vereinen genutzt werden

NIEDERKLEEN. Der Bauausschuss bei der Besichtigung der alten Feuerwehr-Räumlichkeiten. Foto: ikr

NIEDERKLEEN (ikr). Über die zukünftige Nutzung der bisherigen Feuerwehr-Räumlichkeiten im Langgönser Ortsteil Niederkleen in der Burgstraße beriet der Bauausschuss um seine Vorsitzende Denise Boller (CDU) in seiner jüngsten Sitzung. Der Umzug der Brandschützer in den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Butzbacher Straße steht kurz bevor, die Diskussion über die Verwendung der bald leerstehenden alten Räume ist im Gange.

Das Gremium machte sich gemeinsam mit dem Ortsbeirat Niederkleen bei einem Rundgang ein Bild der Örtlichkeiten. Der Vereinsring als Vertreter aller Ortsvereine hat sich bereits Gedanken gemacht, die von Thomas H. Heckrodt, der auch Gemeindebrandinspektor ist, in der Sitzung erläutert wurden: Die Fahrzeughallen sollen zur Lagerung des Kirmesbedarfs und der Festzeltgarnituren des Vereinsrings genutzt werden. Der Umkleideraum soll zu einem Magazin für den Vereinsbedarf des TSV, das Büro zu einem Vereinsbüro des TSV werden. 

Der Schulungsraum soll zu einem Versammlungs- und Veranstaltungsraum für alle Ortsvereine werden, wobei der TSV die Schlüsselgewalt, die Verwaltung und die Planung der Nutzungstermine übernehmen soll. Alle Vereinsvertreter sehen die dringende Notwendigkeit eines Raumes für Vorstandssitzungen, Vereinsveranstaltungen und andere Zusammenkünfte, da es einen solchen Raum bisher nicht gebe, unterstrich Heckrodt. „Die Vereine vertreten mit ihren Mitgliedern ca. drei Viertel der Ortsbevölkerung und sind maßgeblich für das soziale und kulturelle Zusammenleben in Niederkleen“, betonte Heckroth. 

Die Mitglieder des Bauausschusses und des Ortsbeirats nahmen den Vorschlag des Vereinsrings einvernehmlich an. Ergänzt wurde er mit der Idee des früheren Bürgermeisters Horst Röhrig (SPD), einen Vertreter des Freiwilligenzentrums aus Gießen einzuladen, der einen Workshop anbietet, um möglicherweise weitere Ideen zu entwickeln, einen „barrierefreien, altersoffenen Ort der Kommunikation und der Sozialkontakte zu schaffen“, schlug Röhrig vor. Er hat bereits Kontakt zum Freiwilligenzentrum aufgenommen.

Bürgermeister Marius Reusch (CDU) erwiderte, er wolle „keine Nutzungen gegeneinanderstellen“. Auch Jürgen Knorz möchte „erst mal die bestehenden Vereine mit ganz einfachen Mitteln fördern und erst danach weitere Möglichkeiten ausloten“. Der Raum sollte „offen für alle Vereine und Fraktionen“ sein. Eine weitere Nutzung sollte nur „additiv und nicht alternativ“ sein. Marius Reusch begrüßte es, dass sich die Vereine in Niederkleen so einig seien, „das hat man auch nicht überall“, lobte er. Falls der von der Gemeinde Langgöns beantragte Bür-
gerbus kommt, möchte ihn Reusch gerne in der großen Fahrzeughalle des alten Feuerwehrgebäudes parken, um ihn von dort aus starten zu lassen. 

Er erinnerte auch an die Planungen zur Sanierung des benachbarten „Alten Hauses“, bei dem der Wunsch zur Neugestaltung des Gesamtgeländes mit bedacht werden soll. „Die Lagermöglichkeiten stehen mittelfristig unter Vorbehalt, je nachdem, was sich beim Alten Haus entwickelt“, gab er zu bedenken, dass müsse „der Ehrlichkeit halber“ bedacht werden.

Für das ebenfalls auf dem Gelände befindliche sogenannte „Waschhaus“ soll die Bauverwaltung eine Bewertung vornehmen und dann schauen, welche Nutzung noch möglich ist. Diese soll dann in der nächsten Ausschusssitzung besprochen werden.

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