Burgweg soll Kreisverkehr bekommen

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Burgweg soll Kreisverkehr bekommen

BEBAUUNGSPLAN – Rockenberger Politik beschäftigt sich mit Erschließung und Kinderbetreuungsplätzen

ROCKENBERG (thg). Die Rockenberger Kommunalpolitik beschäftigte sich jüngst in Ausschuss und Parlament mit der geplanten Entwicklung im „Burgweg“ zwischen den Ortsteilen und der Kinderbetreuung. Über eine bauliche Veränderung der Kita Oppershofen bestand noch Uneinigkeit, daher wird sich der Haupt- und Finanzausschuss weiter mit dem Thema befassen. Gegen die Stimmen von SPD und Grünen wurde befürwortet, an der Landesstraße einen Kreisverkehr bauen zu lassen, um den Burgweg mit Schule und Feuerwehr an die Durchgangsstraße anzubinden. 

Zum Thema Kinderbetreuung forderte Karl Maria Weckler (CDU) von Bürgermeister Manfred Wetz eine Prognose, wie sich die Zahl der Kinder entwickelt, für die eine Betreuung bereitgehalten werden muss. Wetz hatte eine Auflistung der Geburten der vergangenen Jahre bis zum aktuellen Stand vorgelegt, das reichte der Union aber nicht für eine Entscheidungsfindung hinsichtlich eines Neu- oder Umbaus in Oppershofen. 

Für einen Neubau im Ortsteil plädierte Wolfgang Langsdorf (Dorfpartei). Die SPD-Fraktion hatte ein neues Gebäude beantragt, einen Kindergarten, der zu dem gewachsenen Ort passe. Die Situation im Kindergarten sei nicht länger tragbar, so Tobias Gniza. Und Achim Mosch (Grüne) erklärte, auch eine bisherige Umbauplanung für Oppershofen sei „jetzt schon zu klein“. 

„Das Geld haben wir nicht“, fasste Arnold Peichl seine Ausführungen zu den An-, Um- und Ausbaudebatten der vergangenen Zeit im Kita-Bereich und die Planungen für die Feuerwehr am Burgweg zusammen. Je nach Fortschreiten der Entwicklung könnte ein U3-Bereich angebaut werden. Weckler wollte indes nicht „Kindeswohl gegen Feuerwehr ausspielen“ lassen. Ein Kita-Neubau im Burgweg sei wohl die einzig zukunftsfähige Alternative. 

Sandra Röstel (Dorfpartei) kritisierte die Anforderungen der Eltern als „sehr hoch“. Die Frage sei, was die Gesellschaft und was die Eltern leisten müssten. Die Eltern sollten „mehr in die Pflicht genommen“ werden. Wetz sagte, dass Betreuungsplätze für viele Eltern ein Standortfaktor seien. Und: „Wir verlängern die Öffnungszeiten nicht aus Spaß.“

Einen Kreisverkehr am Burgweg befürworteten CDU und Dorfpartei. Beide kritisierten auch die Arbeit des beauftragten Planungsbüros. Das Verfahren dauere sehr lang. Die Änderung müsse eingearbeitet werden für die zweite Öffentlichkeitsbeteiligung. Die erste Offenlegung der Unterlagen sei mit der Option Linksabbiegerspur aus Richtung Rockenberg erfolgt. 

Das Thema Kosten führte die SPD als Gegenargument an. Würde die Aufweitung der Straße mit Linksabbiegerspur 624 000 Euro kosten, so wären es für die Kreisellösung mit vier Einfahrten 1,1 Millionen Euro. Baunebenkosten von 20 Prozent müssten aufgeschlagen werden. Hinzu käme ein Ablösebeitrag an das Land, wenn die Gemeinde die Verantwortung für das Bauwerk übernimmt, in Höhe von 80 Prozent. Es stünden dann 1,25 gegen 2,2 Millionen Euro. Dass Sicherheit und Menschenleben wichtiger seien, betonte Langsdorf. 

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