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Butzbach baut wieder Sozialwohnungen

Foto: thg

Ministerin Priska Hinz bringt 1,6 Millionen Euro Fördermittel für Projekt Am Hetgesborn mit

BUTZBACH (thg). Der erste Neubau der Butzbacher Wohnungsgesellschaft (BWG) seit 1966 mit einem Aufzug wird dieses Jahr konkret. Die für die Förderung zuständige Ministerin Priska Hinz überreichte gestern im Gewölbesaal des Landgrafenschlosses Butzbach den Bescheid über 1,6 Millionen Euro für den Bau von 18 Sozialmietwohnungen in Butzbach Am Hetgesborn. Bürgermeister Michael Merle und Alexander Kartmann, Geschäftsführer der BWG, nahmen das Papier entgegen.

22 Wohnungen errichtet die BWG dort. Elf sind zwischen 49 und 64 Quadratmeter groß, neun davon sind als Sozialwohnung gefördert. Von den zehn 70 bis 77 Quadratmeter großen Wohnungen werden weitere neun gefördert. Eine der frei finanzierten Wohnungen umfasst 85 Quadratmeter. Das Haus erhält drei Voll- und ein Staffelgeschoss. Die Gesamtkosten betragen 3,2 Millionen Euro. Da der 1,6-Millionen-Euro-Kredit für 15 Jahre mit null Prozent verzinst wird, ergibt sich laut Kartmann ein echter Zuschuss von 313 000 Euro, der nicht zurückzuzahlen ist. Für den zusätzlich benötigten Kredit werden wegen der Wi-Bank-Förderung keine weiteren Sicherheiten nötig. In 30 Jahren könne der erste Kredit dann abgezahlt sein, anders als BWG-Kredite aus dem Jahr 1966 mit hundert Jahren Laufzeit, die weiter zu bedienen sind, auch wenn sich die Bausubstanz schon deutlich verschlechtert habe. Kartmann betonte aber auch, dass die Instandhaltung der BWG-Bauten nicht vernachlässigt werde.

Die Durchschnittsmiete in BWG-Wohnungen liege derzeit bei unter fünf Euro pro Quadratmeter. Wegen der Unterstützung durch das Land könnten die neuen Sozialwohnungen mit maximal 6,38 Euro veranschlagt werden, wobei wegen des hohen energetischen Standards die Nebenkosten geringer seien als in anderen Objekten. Maximal 7,50 Euro soll der Quadratmeter in den frei finanzierten Wohnungen kosten.

Die Stadt stellte das Grundstück zur Verfügung und trug damit 281 000 Euro zum Projekt bei.

Merle unterstrich, dass das Gebäude innenstadtnah gelegen und barrierefrei konzipiert sei. Damit bestünden kurze Distanzen zu Einzelhandel und beispielsweise medizinischer Versorgung. Die BWG habe sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, habe auch das Quartiersmanagement der Sozialen Stadt Degerfeld übernommen, die für weitere fünf Jahre gefördert werde und Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (Kip) für den sozialen Wohnungsbau einsetzt.

Hinz wies darauf hin, dass die Nachfrage aus dem Rhein-Main-Gebiet auch bis Butzbach reiche. Positiv hob sie hervor, dass der Neubau ein Projekt der Innenentwicklung sei. 1,6 Milliarden Euro stelle das Land bis 2020 für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung. Hinz kündigte an, das Land werde ein weiteres „Kip“ für den Bereich Wohnungen starten. Sie freue sich auf den nächsten Förderantrag aus Butzbach.

Derzeit bereitet die BWG die Ausschreibungen für die Arbeiten vor. Bis vor Weihnachten soll der Rohbau entstehen. Schätzungsweise im September 2019 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Foto: thg

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