Transport von 31 Rindern musste in Butzbach Zwischenstopp einlegen
6. September 2019
Weidigschüler moderieren wie die Profis 
9. September 2019

Butzbach soll Kneipp-Stadt werden

KONZEPT – 24 000-Euro-Projekt erhält Infrastruktur-Fördermittel / Angebote vernetzen und schaffen

BUTZBACH (thg). Rund 14 000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm erhält die Stadt Butzbach für die Erstellung eines Konzepts unter dem Motto „Kneipp 4.0“. Für die Gesamtkosten von knapp 24 000 Euro trägt die Kommune einen Anteil von fast 10 000 Euro. Bei dem Vorhaben geht es um die Tourismusförderung unter anderem im Zusammenhang mit der Wetterau, die das Kneippen unter touristischem Gesichtspunkt stärken und fördern will. 

Bürgermeister Michael Merle und Oliver Leuschke stellten auf BZ-Anfrage das Projekt vor. „Bei Kneipp denkt jeder sofort an das Wassertreten. Aber die Lehre Kneipps beruht auf fünf Säulen.“ Neben dem Wasser mit Wassertreten und Kneippgüssen stehen die Pflanzen als Heilmittel, die gesundheitsfördernde Bewegung, gesunde und bewusste Ernährung und Gesundheit durch innere Balance für die Lehre des Würzburger Pfarrers Sebastian Kneipp. 

„Kneippen für jedermann jederzeit in Butzbach“ ist das Ziel des Projekts. Im Bäderdreieck Bad Nauheim – Bad Vilbel – Bad Salzhausen ist Kneipp bereits ein bedeutender Baustein. Der Kreis, die Tourismusregion Wetterau und die Wirtschaftsförderung Wetterau beschäftigen sich mit dem Thema und haben mittlerweile „Kneipp 5.0“ in Anlehnung an die fünf Säulen entwickelt. 

Kneippen gehört zum immateriellen Kulturerbe. „Kneipp wird entstaubt“, lautet der Anspruch. Auf Butzbach bezogen soll im Rahmen des Tourismuskonzepts für die Stadt, für das sich der Anstoß im Leitbild ergibt, das Profil Butzbachs mit Bezug auf Gesundheit und Kneipp entwickelt werden. Ferner soll eine „Kneipp-App“ entwickelt werden, über die alle Angebote in Butzbach zum Thema abrufbar sind. 

Alle vorhandenen Möglichkeiten in der Stadt – Kernstadt und Stadtteilen, die Schnittmengen zum Thema Kneipp aufweisen, sollen so digital zugänglich gemacht werden. Dabei kann es sich um Vereinsaktivitäten handeln, um Angebote in den Bädern auf dem Schrenzer oder in Maibach oder auch um Sport im Schlosspark, auch der Erholungswald werde einbezogen. Weitere Entwicklungen einer „dezentralen Kneipp-Infrastruktur“ in Kernstadt und Stadtteilen sind das Ziel. 

Unterschiedliche Gruppen sollen angesprochen werden, und zwar über die Stadtgrenzen hinaus.
5,5 Millionen Menschen lebten in der Rhein-Main-Region. Viele von ihnen nutzten am Wochenende Erholungsmöglichkeiten außerhalb des Frankfurter Ballungsraums. Auch Wellnessurlauber könnten angesprochen werden. Zudem sei noch nicht klar, wie das Jugendgästehaus „Hubertus“ des Kreises reaktiviert wird. 

Merle sagte, dass in dem Vorhaben Potential stecke. Die eine oder andere Investition komme auf die Stadt zu. Aber bereits vorhanden sei das Freibad am Wald auf dem Schrenzer, dort befinde sich auch eine gut besuchte Sauna. Für das Maibacher Bad stehe eine Sanierung bevor. Die Gastronomie komme hinzu. Für das Konzept sollten die Akteure zusammengebracht werden. 

Merle kündigte an, dass das Projekt in der gemeinsamen Sitzung von Sozial- und Bauausschuss am Dienstag, 10. September, ab 20.00 Uhr im Bürgerhaus Griedel vorgestellt werden soll. 

Es können keine Kommentare abgegeben werden.