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Butzbach steigt in Elektromobilität ein

BUTZBACH. Drei Elektroautos hat die Stadt Butzbach für zwei Jahre geleast. Gestern wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Text + Foto: thg

Drei Fahrzeuge für Ordnungsamt, Bote und technische Verwaltung / Reichweite von 150 bis 400 Kilometer

BUTZBACH (thg). Drei Elektroautos gehören nun zum Fuhrpark der Stadt Butzbach. Bürgermeister Michael Merle stellte sie gestern auf dem Marktplatz vor dem Rathaus vor. Er wies darauf hin, dass die Anschaffung schon länger im vergangenen Jahr geplant war und auch Teil des Klimaschutzkonzepts der Stadt sei. 

Die Fahrzeuge sind zunächst für zwei Jahre geleast, wie Fachdienstleiter Can Sinemli von der Stadtverwaltung berichtete. In dieser Zeit sollen Erfahrungen mit der neuen Antriebstechnologie und hinsichtlich der Reichweite mit einer Batterieladung gesammelt werden. Die Autos ersetzen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, deren Leasing-Laufzeit endete. 

Zwei Exemplare des VW ID 3 stehen für die Verwaltung zur Verfügung. Eins nutzt der Amtsbote, das andere ist für die technische Verwaltung im Einsatz. Wie Senemli sagte, legen die Verwaltungsfahrzeuge im Jahr etwa 15 000 Kilometer zurück. Das Auto des Boten kommt meist auf 20 000 Kilometer, denn unter anderem werden damit auch Fahrten nach Friedberg absolviert. Die Autos haben 204 PS, die Batteriekapazität beträgt etwa 62 Kilowattstunden. Die Reichweite beläuft sich in der Praxis je nach Einsatz auf 300 bis 420 Kilometer. Im Sommer soll ein weiteres Elektrofahrzeug folgen. Der Fachdienst Soziales und Bildung erhält dann einen VW E-Up. 

Ferner wurde ein Mazda MX-30 für die Ordnungsbehörde angeschafft. Das 145-PS-Auto hat eine Batteriekapazität von 35 Kilowattstunden und hat in der Praxis eine Reichweite von 150 bis 200 Kilometer. Ergänzend teilte Ordnungsamtsleiter Jürgen Eheim mit, dass in der ersten Februarhälfte ein Messfahrzeug mit einer stadteigenen Geschwindigkeitsmessanlage erwartet wird, wenn auch nicht als Elektroauto. Die Erweiterung des Ordnungsbehördenbezirks um die Gemeinde Wölfersheim hat der Magistrat laut Bürgermeister beschlossen. Damit befasst sich nun die Stadtverordnetenversammlung. 

Hinter dem historischen Rathaus und am Landgrafenschloss wurde ausschließlich für das Laden der Dienstfahrzeuge je eine Ladesäule mit zwei Ladebuchsen installiert. Jede Ladebuchse gibt eine Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt aus. Das Aufladen der Batterie dauert je Fahrzeug etwa drei bis vier Stunden. 

Die Fahrzeugflotte der Verwaltung umfasst acht Dienstwagen, hinzu kommen 30 Fahrzeuge unterschiedlicher Art des Baubetriebshofs mit Verbrennungsmotor. Im Bereich der  Nutzfahrzeuge will die Stadt Butzbach noch die weitere Entwicklung der Elektro-Technologie abwarten. Am Beispiel einer Kehrmaschine sei bereits eine Anschaffung geprüft worden, die Batterie-Leistung reiche aber für den Einsatzzweck nicht aus. Hinzu kommen die Feuerwehrfahrzeuge. 

Im Bereich Klimaschutz wurden in der Verwaltung auch die Themen E-Bikes für Mitarbeiter und Jobticket erörtert, wie Merle berichtete. Die entsprechenden tarifvertraglichen Voraussetzungen würden geklärt. Die Energie und Versorgung Butzbach verfüge bereits über E-Bikes für Mitarbeiter.  

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