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„Butzbach wird laut“ und protestiert gegen Umgehung

BUTZBACH. Protest gegen eine mögliche Umgehungsstraße B3a wurde am Mittwoch vor der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns laut. Foto: brachtel

Am Mittwoch vor erster Parlamentssitzung Kundgebung gegen „B3a“

BUTZBACH (pm). Unter dem Motto „Butzbach wird laut – keine B3a“ hatte sich am Mittwochabend eine große Anzahl von rund 100 Bürgern zu einer angemeldeten Kundgebung vor der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns eingefunden. Das teilt Jan Brachtel mit, der die Veranstaltung angemeldet hat. Anlässlich der konstituierenden Sitzung des Stadtparlaments brachten die Teilnehmer mit Trillerpfeifen, Hupen und Transparenten in friedlicher Weise ihren Unmut gegenüber dem Vorhaben einer geplanten B3a zum Ausdruck. Unterstützt wurde die Kundgebung von einem großen Aufgebot aus der Landwirtschaft. 

Die Aufforderung an die Stadtverordneten war klar: „Die Planungen zum Bau der B3a sind einzustellen, denn durch den Streckenverlauf vom Windhof auf die A5 kommt es zu keinerlei Entlastung der Bevölkerung.“ Im Bundesverkehrswegeplan heiße es dazu: „Anzahl der entlasteten Anwohner = 0. Anzahl der neu bzw. stärker belasteten Anwohner = 362.“  Grundabsicht des Streckenbaus sei nicht die Entlastung der Anwohner, sondern die Entlastung der Autobahn. „Dieses Vorhaben ist jedoch zum Scheitern verurteilt, da das Grundproblem der überlasteten A5 nicht gelöst wird und stärkere Belastungen für Butzbach die Folge sind. Im Ergebnis wird Natur zerstört, Mensch und Umwelt werden durch zusätzliche Belastungen beeinträchtigt. Lebensqualität wird für die Umsetzung eines nicht mehr zeitgemäßen Vorhabens geopfert“, so die Pressemitteilung. 

Der „Ball der Entscheidung“, das Vorhaben des Baus einer B3a abzulehnen, liegt nach Auffassung der Protestierenden nun ganz klar in den Händen der Stadt Butzbach. Das gehe auch aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken im Landtag vom 25. März 2021 (die BZ berichtete).

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