Butzbacher Blickfang bleibt erhalten

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Butzbacher Blickfang bleibt erhalten

BUTZBACH. So wie in dieser Visualisierung könnte das Hauptgebäude der Nudelfabrik im Wohngebiet des Investors einmal aussehen. Foto: thg

UNTERSCHRIFT – Vertrag zwischen Investoren und Stadt zum Baugebiet Wacholderweg geschlossen

BUTZBACH (thg). Einen Tag, nachdem die Butzbacher Stadtverordnetenversammlung den Kostenübernahmevertrag von Stadt und Investor verabschiedet hat, wurden im Ratsherrensaal im historischen Rathaus die Unterschriften geleistet. Damit übernehmen Isa Utay und Andreas Dayan das Komplett-Paket, das mit dem früheren Vorhabenträger für die Entwicklung des Baugebiets Wacholderweg rund um die ehemalige Nudelfabrik vereinbart worden war. 

Bürgermeister Michael Merle erinnerte an die „intensive Debatte“ im Parlament. Der Vertrag sei indes von der Mehrheit aber schon zu einem früheren Zeitpunkt befürwortet worden. Gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat Manfred Schütz unterschrieb für die Stadt Butzbach Merle das Vertragswerk im Rathaus am Marktplatz. Auch Bankenvertreter waren dabei, um der Stadt eine entsprechende Bürgschaft auszuhändigen. 

BUTZBACH. Bürgermeister Michael Merle (v.l.), Investor Isa Utay und Erster Stadtrat Manfred Schütz unterzeichneten das Vertragswerk. Text + Foto: thg

Utay versprach, die Unternehmer wollten auch gleich „loslegen“ und dann Zug um Zug abreißen. Von acht bis zwölf Wochen war die Rede. Einen Gesamt-Zeitplan für das Projekt Wacholderweg konnten Utay und Dayan noch nicht geben. Dort wo es bereits möglich sei, soll schon mit dem Abbruch begonnen werden. Ein Lager des Nudelfabrik-Komplexes sei jedoch noch auszuräumen, bevor dort die Arbeit beginne. 

Für diesen Bereich besteht auch bereits eine fertige Planung. Die „grüne Wiese“, auf der nun statt Reihenhäuser doch auch Mehrfamilienhäuser errichtet werden sollen, benötige nun noch eine Detailplanung. Bislang gibt es dafür eine Bebauungsstudie. In wenigen Wochen soll dann aber auch dieses Quartier „reif“ für die weitere Umsetzung sein. Die veränderten Planungen bewegen sich innerhalb der Vorgaben des Bebauungsplans. Dem Bürgermeister sicherten die Investoren zu, auch weiter Fragen der Anlieger zu beantworten und berichteten, sie seien bereits vorher mit Anwohnern in Kontakt getreten. 

Zum Vertrag gehört auch die Schaffung einer Ampelkreuzung an der Einmündung des Himmrichswegs in die Griedeler Straße. Auch die Umgestaltung des Bahnübergangs in der Spülgasse gehört zu den Aufgaben der Investoren. Diesen Themen könnten sie sich nach der Unterzeichnung nun auch widmen, sagten sie. 

Utay und Dayan bestätigten, dass sie die Wohngebäude verkaufen wollten – allerdings bis auf das hohe Hauptgebäude der Fabrik. Mehrere größere Gesellschaften seien interessiert, eine Auswahl sei noch nicht getroffen. Sie unterstrichen, dass der Verkauf nur „en bloc“ erfolge. „Es gibt keine Einzelverkäufe.“ 

Das Fabrik-Hauptgebäude mit Loftcharakter und Weitblick in die Wetterau werde kernsaniert. Verändert werde es nicht. Auf vier Ebenen zu je 180 Quadratmetern könnten Wohneinheiten entstehen. Aber auch Büroflächen etwa für Architekten oder Steuerberater seien denkbar. „Das Gebäude bleibt als Blickfang erhalten.“

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