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Butzbacher Grüne setzen auf Wirtschaftsentwicklung in der Stadt

Keine Schlafstadt, sondern Schaffung von Arbeitsplattformen und Förderung von Arbeitsplatz-Schaffung

BUTZBACH (pe). Vor dem Hintergrund der Herausforderungen, denen zukünftiges Wirtschaften sich stellen muss, haben sich laut einer Pressemitteilung die Butzbacher Grünen intensiv mit dem Thema Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftsförderung in Butzbach beschäftigt.

Die grundlegende Frage sei und bleibe doch: Ist der Mensch für die Wirtschaft da, oder ist die Wirtschaft für den Menschen da? Darüber gingen die Meinungen auseinander. Wegen der Corona-Pandemie werde das Leben gerade auf den Kopf gestellt, aber dies sei auch ein Anlass, Dinge zu überdenken. „Müssen nicht gerade jetzt die Bereiche Leben, Arbeiten und Wirtschaften neu gedacht und besser miteinander in Einklang gebracht werden?“, fragen die Grünen in ihrer Pressemitteilung.

Butzbach werde als Mittelzentrum bezeichnet. Manche warnten davor, dass Butzbach aufgrund der Konzentration auf das Rhein-Main-Gebiet eine Schlafstadt werden könnte: zur Arbeit wegfahren und zum Schlafen zurückkommen. „Ist die damit verbundene Verkehrs- und Umweltbelastung auf die Dauer hinnehmbar?“, fragen die Grünen.

Nach Meinung der Grünen sollte die regionale Wirtschaftsförderung mehr im Fokus stehen. Bei erfolgreicher Förderung amortisieren sich die Fördermaßnahmen durch Beschäftigungszuwachs, Steuermehreinnahmen und Attraktivitätsgewinn des Standorts.

Die Butzbacher Grünen setzen sich laut Mitteilung für mehr regionale Wirtschaftskreisläufe und für eine größere regionale Wertschöpfung ein. Neue Möglichkeiten der sich verändernden Arbeitswelt sollten innovativ und unkompliziert nutzbar gemacht werden. Viele Arbeitnehmer, Selbstständige und Existenzgründer benötigen kein eigenes Büro mehr. Stattdessen werden neue Arbeitsplattformen des kollegialen Austauschs, der Wissensvermehrung, der gegenseitigen Motivation und Ergänzung gefordert. Dafür wollen die Grünen Lösungen anbieten und Räume schaffen, sowie kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen.

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Wetterau soll weiter ausgebaut werden. Butzbach sei ein attraktiver Standort. Daher fordern die Butzbacher Grünen die Begleitung, Beratung und Förderung von alternativen, auch temporären Maßnahmen und Unternehmertum. Die Unterstützung bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region habe Priorität. Dabei sei an ein Gründerzentrum und einen Co-Working-Space zu denken. Auch Campus-Konzepte seien dabei zu berücksichtigen, damit Wohnen und Arbeiten leichter zu vereinbaren sind. Dafür müsse das komplette Stadtgebiet die notwendige Infrastruktur erhalten. Dazu gehöre der Ausbau des Glasfasernetzes. Die Kooperation mit den Hochschulen und Ausbildungszentren, gelte es auszubauen.

Der Ausbau von Hofläden und Hofladenstrukturen mit größerem Sortiment in der Stadt und auch in den Stadtteilen sei zu fördern, zur gemeinsamen Vermarktung regionaler ökologischer sowie nachhaltig angebauter landwirtschaftlicher Produkte und zur besseren Versorgung mit gesunden regionalen Lebensmitteln. Denkbar wäre auch ein zentral in der Innenstadt gelegener kleiner Laden für regionale Produkte, der gemeinsam von mehreren Anbietern genutzt werden könnte.

Es sei eine Summe von verschiedenen Maßnahmen umzusetzen. Wohnen und Arbeiten in Butzbach sei das aktuelle Motto, so die Pressemitteilung der Butzbacher Grünen.

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