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Butzbacher solidarisch mit Streikenden

IG Metall bewegt für Forderungen 55 Beschäftigte von Voestalpine BWG auf die Straße

BUTZBACH (thg). Zu einer Solidaritätskundgebung für die streikenden Kollegen hatte die IG Metall die Belegschaft der Voestalpine BWG für gestern Mittag aufgerufen. 55 Beschäftigte nahmen – außerhalb ihrer Arbeitszeit – daran teil, wie Gewerkschaftssekretär Mario Wolf berichtete. Zum Zeitpunkt der Kundgebung war ein heftiger Schauer niedergegangen, sonst hätte die Beteiligung größer ausfallen können, sagte er.

Die Beschäftigten des Weichenbauunternehmens unterliegen der Friedenspflicht und sind damit nicht streikberechtigt, wie Wolf betonte. Für sie gelte ein Haustarifvertrag. Im Vorfeld habe deswegen die Arbeitgeberseite Kritik wegen der Kundgebung vor der Firma geäußert.

„Die Teilnehmer an der Kundgebung haben die Forderungen der IG Metall aus den laufenden Tarifverhandlungen bekräftigt“, sagte Wolf. Denn die Voestalpine BWG könnte diese Forderungen als Metall-Arbeitgeber ja ebenfalls übernehmen. Die Beschäftigten erklärten sich solidarisch unter anderem mit den streikenden Mitarbeitern bei Mahle in Wölfersheim-Berstadt.

Neben Wolf sprach auch der betriebsratsvorsitzende Samuel Pitter zu den Kundgebungs-Teilnehmern. Ferner ergriff Gewerkschaftssekretär Stephen Maier das Wort.

Die IG Metall fordert in der aktuellen Tarifrunde sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate und einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten. Wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, soll zudem einen finanziellen Zuschuss bekommen, um sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten zu können.

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