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Butzbacher Wald nicht betreten

Das Sturmtief „Sabine“ ... ... überquerte in der Nacht zum Montag mit der zweithöchsten Unwetterwarnstufe Deutschland. Wie bereits in den vergangenen Jahren war das Gebiet im Dreieck Münster-Maibach-Bodenrod am meisten von den Sturmböen mit Windgeschwin­digkeiten bis zu 115 Kilometern pro Stunde betroffen. Umgestürzte und entwurzelte Bäume hatten in den Philippseckdörfern zur Folge, dass die Butzbacher Stadtteile ab Mitternacht nicht mehr mit Fahrzeugen zu erreichen waren. Feuerwehr und Straßen­wärter waren in den Morgenstunden im Einsatz, um Ausweichrouten einzurichten. – Das Bild entstand im Raum Maibach und Bodenrod.

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Stadt und Förster warnen vor Gefahr nach „Sabine“ / Bäume versperren einzelne Straßen

BUTZBACH (thg). „Sabine“ verlief in der Nacht zum Montag offensichtlich glimpflicher als die Warnungen der vergangenen Tage erwarten ließen. Umgestürzte Bäume auf Straßen stellten in der Region das Hauptproblem dar, so gestern ab dem Vormittag, als Maibach von der Butzbacher Seite her abgeschnitten war. Unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehren waren vor Ort. 

In Absprache mit Revierförster Oliver Schneider hat die Stadt Butzbach ein Betretungsverbot für den Butzbacher Stadtwald erlassen. Das sagte Pressesprecher Olaf Hoerschelmann auf Anfrage. Gravierende, großflächige Schäden wie bei früheren starken Stürmen seien zwar im Forst noch nicht festgestellt worden, aber zahlreiche Bäume seien vom Orkan entwurzelt und abgeknickt worden.Weitere Bäume und Äste drohen um- und herunterzufallen. Die Gefahrenstellen seien über den gesamten Stadtwald verstreut. Daher gelte ein allgemeines Betretungsverbot. 

Die Wetterauer Polizei wies darauf hin, dass wegen des Sturms keine Verletzten zu verzeichnen seien. Lediglich Sachschäden habe es gegeben. In Buseck im Kreis Gießen wurde gestern Vormittag eine Frau von einer Windböe erfasst. Sie war mit dem Fahrrad auf einer Landstraße unterwegs. Die 65-Jährige habe sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zugezogen .

Landrat Jan Weckler erklärte in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung, dass die Straßenmeistereien und städtischen Bauhöfe dafür sorgten, dass die Straßen weitgehend frei blieben. Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr habe es in der Nacht zum Montag nicht gegeben. „Wir haben uns dafür entschieden die Freiwilligen Feuerwehren nur bei Gefahr für Leib und Leben ausrücken zu lassen.“ Umgestürzte Bäume seien daher mithilfe der Wehren bei Tageslicht beseitigt worden. 

Gegen 5 Uhr sei gestern morgen ein gutes Dutzend Kreisstraßen für den Verkehr gesperrt gewesen. Das Metalldach am Betriebsgebäude der Kompostierungsanlage in Niddatal-Ilbenstadt wurde vom Sturm erfasst und flog weg. Nach Dachdeckerarbeiten und wenn der Wind am heutigen Dienstag nachlasse, soll der Recyclinghof wieder geöffnet werden. 

Der Landrat lobte die Besonnenheit der Wetterauer. Die meisten hätten sich an die Empfehlung des Wetterdienstes gehalten und seien zu Hause geblieben. Dementsprechend gab es auch wenig Verkehr auf den Straßen im Wetteraukreis. 

Die Zahl der Anrufe in den Leitstellen sei hoch gewesen. „Mit fünf Leitstellenmitarbeitern waren die Kollegen aber der Situation gewachsen“, so der Landrat.

Wegen der Wetterlage ließen die Schulleitungen der meisten Schulen im Wetteraukreis den Unterricht für Montag ausfallen. 

Aus dem Lahn-Dill-Kreis meldet die Polizei als Folge des Sturms ebenfalls gesperrte Straßen. Unter anderem stürzten auf die Straße zwischen Hüttenberg-Weidhausen und Wetzlar Bäume. Auf der Autobahn 45 kümmerte sich eine Streife der Autobahnpolizei bei Herborn um umherfliegende Baustellenmarkierungen. In den meisten Fällen ließen sich umgestürzte Schilder, Bauzäune oder Äste mit wenig Aufwand von Polizei, Feuerwehr oder Straßenmeisterei entfernen. 

 

 An vielen Stellen hinterließ der Sturm seine Spu­ren.

Im Butzbacher Stadtwald krachte in der oberen Kleeberger Straße ein Baum auf die Trinkwasser-Ge­winnungsanlage.

Das Bild zeigt einen zerstörten Pavillon in einem Bodenroder Garten.

 

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