CDU Butzbach soll sich von Rhetorik des „Kalten Krieges“ lösen

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CDU Butzbach soll sich von Rhetorik des „Kalten Krieges“ lösen

Nach Kommunismus-Vorwurf: Butzbacher Grüne reagieren auf Unions-Forderung nach Entschuldigung

BUTZBACH (pe). In einer Presseerklärung nehmen die Grünen Butzbach Stellung zu den jüngsten Äußerungen von CDU-Vorstandsmitgliedern über die örtliche Umweltpartei.
Vorsitzender Stefan Euler und sein Stellvertreter Markus Ruppel haben die in der BZ erschienene Presseerklärung „Grüne und Linke in Butzbach haben den Kommunismus nicht überwunden“ (BZ v. 21. Mai) unter anderem in den Sozialen Medien veröffentlicht. Darauf bezieht sich Grünen-Fraktionsvorsitzende Jutta Schneider.
„Markus Ruppel hat darin das Wort Kommunismus nicht selbst erwähnt, aber als CDU-Vize den Artikel selbstverständlich – und für jeden klar denkenden Menschen erkennbar – mitgetragen. Die Reaktionen in den anschließenden Leserbriefen kamen schnell“, so Schneider. Die Leserbriefschreiber hätten die CDU-Texte so verstanden, wie es auch die Grünen verstanden haben. „Genau das wollte die CDU damit erreichen. Nachdem wir als Partei versuchten, diesen aus der Luft gegriffenen Angriffen Vernunft entgegenzusetzen, kam die Pressemitteilung, die in der BZ (1. Juni) unter der Überschrift ,CDU Butzbach fordert Entschuldigung‘ veröffentlicht wurde.“
Schneider erklärt dazu: „Ruppel scheint unsere Kritik nicht gut verkraftet zu haben und schickt ausgerechnet Euler als Verteidigung vor, der die ganze Sache mit Worten wie Kommunismus und Diffamierung sowie mit einer Spur von Geschichtsklitterung erst zum Kochen gebracht hat. Ein Butzbacher Knoten, der wohl nur von einem Alexander dem Großen durchschlagen werden könnte oder wie der eine oder andere Grundschullehrer sagen würde: ,Benehmen und Betragen mangelhaft‘.“
In diesem Sinne könne man der CDU nur raten, sich schnellstmöglich von ihrer Rhetorik aus den Zeiten des „Kalten Krieges“ zu lösen und mit sich selbst und der dargebotenen Inszenierung auseinanderzusetzen, so die Grünen-Sprecherin. „Vielleicht sollten der CDU-Vorsitzende Euler und sein CDU-Vize Ruppel auch einfach mal einen Blick Richtung Wiesbaden werfen, bevor sie behaupten, dass wir Grünen nicht regierungsfähig seien. Mit wem regieren wohl dort die Grünen gemeinsam? Aber wer das nicht sieht, darf sich nicht wundern, wenn es heißt: ,Setzen Sechs‘, um beim Beispiel der Grundschule zu bleiben.“

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